Finis Germania – Ein Buch, das für Schlagzeilen sorgt

Ein Buch sorgt derzeit für Schlagzeilen wie kaum ein anderes: Finis Germania von Rolf Peter Sieferle. Bei Amazon ist es […]

Ein Buch sorgt derzeit für Schlagzeilen wie kaum ein anderes: Finis Germania von Rolf Peter Sieferle. Bei Amazon ist es auf Platz 1 der Verkaufscharts gestürmt. NDR Kultur und die SZ nahmen es auf ihre Liste „Sachbücher des Monats“. Doch dann war das Buch plötzlich wieder weg.

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Ein Buch sorgt derzeit für Schlagzeilen wie kaum ein anderes: Finis Germania von Rolf Peter Sieferle. Bei Amazon ist es auf Platz 1 der Verkaufscharts gestürmt. NDR Kultur und die SZ nahmen es auf ihre Liste „Sachbücher des Monats“. Doch dann geschah Unglaubliches.

 Plötzlich war das Buch wieder weg von der Liste und der, der es drauf brachte, gleich mit. Außerdem setzte der NDR die Zusammenarbeit mit der Jury bis auf weiteres aus, weil sie die Unverfrorenheit besessen hatte, Sieferle zu nominieren. Doch was ist so skandalös an seinem Buch?

Münklerscher Mumpitz

Nicht nur der Titel erinnert an Thilo Sarrazins Bestseller „Deutschland schafft sich ab“, sondern auch die hysterischen Reaktionen der links-dominierten Kultur-Elite in den Feuilletons führender Leitmedien, schreibt „Junge Freiheit“. Rechtslastig, rechtsradikal, rechtsextrem, gar antisemitisch sei das Buch.

Es handele sich bei Finis Germania um ein schlechtes Buch, so Politologe Herfried Münkler, das möglicherweise sogar strafrechtlich relevante Passagen enthalte und zutiefst von antisemitischen Vorstellungen getränkt sei. Undurchsichtig sei auch, wie viel von dem Text tatsächlich von Sieferle stamme und wie viel der Verleger hinzugefügt habe. Nur der „Spiegel“-Journalist Johannes Saltzwedel habe eine Lücke im Reglement eiskalt ausgenutzt und als einziger alle seine 20 Punkte diesem Buch gegeben.

Dadurch habe er die Jury als Geisel genommen, um „hinterrücks und heimtückisch ein solches miserables Buch so weit vorne zu platzieren“, schwadronierte Münkler. Im Prinzip wären „alle anständigen Jury-Mitglieder davon ausgegangen, dass sie die 20 Punkte, die sie pro Monat zur Verfügung haben“, auf tendenziell vier Texte verteilen würden und nicht wie Saltzwedel auf nur einen.

Die sofortige Exekution des Delinquenten

 Der unverschämte Delinquent, der es gewagt hatte, seine 20 Punkte diesem „schlechten Buch“ zu geben, wurde natürlich sofort exekutiert. Dieser „unanständige Kerl“ wird in Zukunft keine 20 Punkte mehr vergeben, nicht mal mehr einen Zwanzigstel Punkt. Dafür hat man umgehend gesorgt.

Was Saltzwedel denn nur geritten habe, Sieferle zu empfehlen, meint der FAZ-Feuilleton-Redakteur Hannes Hintermeier. Die Provokation sei angekommen, die Jury nun aber verkleinert. Haha! Die Sachbuch-Bestenliste jetzt aber beschädigt.

So etwas habe „auf einer Liste empfohlener Bücher jetzt für den Gabentisch nichts zu suchen“, meint der Literaturkritiker der SZ Gustav Seibt.

Doch widmen wir uns nun einmal dem Buch selbst und seinem Autor.

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