Die verborgene Geschichte der Jesuiten

Die Jesuiten nennen sich nach Jesus Christus und geben vor, in göttlichem Auftrag zu handeln, doch in Wahrheit streben sie […]

Die Jesuiten nennen sich nach Jesus Christus und geben vor, in göttlichem Auftrag zu handeln, doch in Wahrheit streben sie nach irdischer Macht und materiellem Reichtum und sie schrecken dabei auch vor Intrigen und Gewaltverbrechen nicht zurück.

Sie agieren dabei weitgehend im Verborgenen und benutzen oft geschickt andere für ihre eigennützigen Ziele, ohne dass diese sich dessen überhaupt bewusst sind.

Obwohl sie dadurch einen großen Einfluss auf die weltpolitische Entwicklung in Geschichte und Gegenwart ausüben, ist in der breiten Öffentlichkeit wenig über sie bekannt, da ihnen offenbar jedes Mittel recht ist, ihre wahren Ziele zu verbergen, ihre Spuren zu verwischen und die Wahrheit zu unterdrücken – doch das ist ihnen zum Glück nicht immer gelungen, wie wir im Folgenden sehen werden.

Jesuiten und Illuminaten

Die Jesuiten sind eine katholische Ordensgemeinschaft, die am 15. August 1534 von Ignatius von Loyola (1491-1556) aus dem spanischen Baskenland gegründet wurde und dessen Mitglieder offiziell zu Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam – insbesondere gegenüber dem Papst – verpflichtet sind.

Der ursprüngliche Name von Ignatius von Loyola lautet Don Íñigo López de Recalde und die offizielle Bezeichnung der Jesuiten ist „Societas Jesu (SJ)“, d.h. „Gesellschaft Jesu“.

Auch wenn es mitunter bestritten wird, handelt es sich bei den Jesuiten offensichtlich um eine Fortsetzung einer mystisch-christlichen Bewegung in Spanien namens Alumbrados (bzw. Iluminados/Illuminati), die anfänglich in Toledo von 1512 bis 1532 existierte.

Die Alumbrados strebten durch Ekstase und Visionen nach einer passiven Vereinigung der menschlichen Seele mit Gott, doch dieses hohe Ziel steht im krassen Gegensatz zur stürmischen Jugend des Ignatius von Loyola, in der er viele Fehler begangen haben soll – sogar von „abscheulichen Verbrechen“ ist die Rede und laut eines Polizeiberichts sei er „heimtückisch, brutal und rachsüchtig“ gewesen.

1522 verließ er das Schloss Loyola, aus dem er stammte, um Missionar und Heiliger zu werden und erreichte am 1. September Jerusalem, das er auf Anordnung des franziskanischen Provinzialministers wieder verlassen musste, woraufhin er nach Venedig, Genua und Barcelona reiste und schließlich an der Universität Alcalá ein Theologiestudium begann.

Aufgrund seiner eigenwilligen Methoden, die er dort entwickelte, um seine Kommilitonen zu indoktrinieren, geriet er mehrmals in Konflikt mit der Spanischen Inquisition, so dass er zunächst nach Salamanca reiste und schließlich in Paris sein Studium fortsetzte. Dabei trug er stets ein Buch bei sich, das den Jesuiten zur Erlangung der inneren Meisterschaft dienen sollte und zu einem Schicksalsbuch der Menschheit wurde: die Ignatianischen Exerzitien.

Über diese geistlichen Übungen, die Ignatius von Loyola von 1522 bis 1524 verfasste, schrieb der Autor Heinrich Böhmer:

Ignatius hat klarer als irgendein Seelenführer („Guru“) vor ihm erkannt, dass es dann am ehesten gelingt, einen Menschen nach einem bestimmten Ideale zu bilden und dauernd bei demselben festzuhalten, wenn man es versteht, sich seiner Phantasie zu bemächtigen.

Man bringt dann „Geister in ihn hinein, die er schwer wieder abschütteln kann“, Geister, die länger leben als alle Grundsätze und guten Lehren, auch ungerufen aus verborgenen Seelentiefen oft nach langen Jahren wieder emporsteigen und stets dem Willen so mächtig gegenübertreten, dass er meist ohne weiteres alle entgegenstehenden Motive und Verstandeserwägungen über den Haufen wirft, um ungeteilt ihrem unwiderstehlichen Impulse zu folgen.

Demnach müssen alle „Wahrheiten“ des katholischen Dogmas nicht nur geistig vermittelt, sondern auch durch denjenigen, der sich diesen „Übungen“ unterzieht, mit Hilfe eines Führers durchlebt und körperlich gefühlt werden, damit sich ihm die religiöse Lehre mit der größtmöglichen Intensität offenbart.

Quinet stellt wiederum bezüglich dieser Selbstzügelung eine deutliche Parallele zur Inquisition fest:

Indem er seinen Schülern Thaten, die bei ihm selbstständig hervorgegangen sind, als »Operationen« aufdringt, sind ihm dreißig Tage hinlänglich, um durch diese Methode den Willen und den Verstand zu brechen, etwa wie ein Reiter, welcher sein Pferd zügelt. Er verlangt nur dreißig Tage, trigintadies (»dreißig Tage«), um eine Seele zu bändigen. Bemerken Sie in der That, dass sich der Jesuitismus zu der nämlichen Zeit entwickelt wie die moderne Inquisition; während diese den Körper verrenkte, verrenkten die »geistlichen Uebungen « den Gedanken unter der Maschine Loyola’s.

Loyala

Ignatius von Loyola mit weit verbreiteter „Marrano-Handgeste“

Die Jesuiten bemühten sich somit, die Köpfe zu erobern, jedoch nicht als Selbstzweck, sondern – da sie eine gegenreformatorische Bewegung waren –, um eine Unterordnung der Welt unter das Papsttum zu erreichen. Sie konzentrierten sich somit neben ihrer Missionstätigkeit im Ausland vor allem auf die herrschende Klasse, um dadurch auch Einfluss auf die Politik ausüben zu können.

Hierzu boten sie sich gegenüber bedeutenden Persönlichkeiten als Beichtväter an und übernahmen für deren Kinder Erziehung und Bildung, wodurch es ihnen gelingen sollte, sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft mitzugestalten.

Was Ignatius von Loyola unter „Erziehung“ und „Bildung“ verstand, geht aus einem selbst geschriebenen Brief an die portugiesischen Jesuiten hervor:

… und wenn die Kirche, was unserem Auge weiß erscheint, als schwarz definiert, so sind wir verpflichtet, es für schwarz zu erklären.

Obwohl der Jesuiten-Gründer Ignatius von Loyola ursprünglich selbst in Konflikt mit der Spanischen Inquisition geriet, bekämpften die Jesuiten nach dessen Tod ungeachtet dessen in Ländern wie Frankreich, Süd- und Westdeutschland, Spanien, Portugal, Italien und England die so genannte „Ketzerei“. Außerdem wirkten sie unter den „Heiden“ in Indien, China, Japan und der „Neuen Welt“, um sie zum Christentum zu bekehren (Verdrängte und okkulte Hintergründe über die Entdeckung und Unterwerfung Amerikas (Videos)).

Ein entscheidender Wendepunkt für die Jesuiten war, als Papst Gregor XIII. (1572-1585) ihnen das Recht zusicherte, sich am Handel und Bankgeschäften zu beteiligen, wovon sie regen Gebrauch machten, wie z.B. der Jesuit Philipp Eduard Fugger (1546-1618), dessen Familienzweig, die „Fugger von der Lilie“, ähnlich wie die italienischen Medici eng mit dem Frühkapitalismus und der gewaltvollen europäischen Expansion verbunden ist, und der zusammen mit seinem Bruder Octavianus Secundus das Augsburger Jesuitenkolleg „Sankt Salvator“ gründete.

Die Medici wiederum unterhielten im 15. Jahrhundert die größte Bank Europas, mit der sie Päpste, Könige und Herzöge finanzierten und mit deren Hilfe sie auch selbst zu politischer und religiöser Macht aufstiegen. Einige von wurden sogar selbst zu Päpsten und insbesondere der ausschweifende Lebensstil von Leo X. (Giovanni de’ Medici) veranlasste ihn zur Einführung des Ablasshandels, der in der römisch-katholischen Kirche seit 1562 verboten ist und seit 1567 mit der Exkommunikation bestraft wird.

Während der Ablasshandel nach außen hin eingeführt wurde, um den Gläubigen die Möglichkeit zu bieten, sich von ihren Sünden reinzuwaschen, waren sie für die Katholische Kirche nichts weiter als eine zusätzliche Geldquelle. So flossen aus ganz Europa große Geldströme nach Rom, die u.a. auch für den Bau des Petersdoms verwendet wurden. Albrecht von Brandenburg – der Bischof von Magdeburg, Halberstadt und Mainz – hingegen benutzte seine Provisionen aus dem Ablasshandel, um damit seine Schulden beim Bankhaus Fugger in Augsburg abzubezahlen, während der Rest ebenfalls nach Rom abgeführt wurde.

Ähnlich umstritten wie der Ablasshandel war auch das Erheben von Zinsen, das charakteristisch für Bankgeschäfte ist, wenn auch mit umgekehrten Vorzeichen: Zuerst war es verboten und ab 1830 erlaubt, als Papst Pius VIII. das Zinsverbot abschaffte – ungeachtet dessen, dass die Katholische Kirche das Erheben von Zinsen als Wucher geißelte und Habgier als eine der sieben „Todsünden“ gilt.

Mit den Privilegien Papst Gregors XIII. ausgestattet, war es den Jesuiten jedoch möglich – ähnlich wie zuvor bereits bei den Tempelrittern – das offizielle Zinsverbot zu umgehen, und die Jesuiten sollten nicht nur als Kämpfer gegen die „Ungläubigen“, sondern auch als Leibwache des Papstes fungieren.

Weiterlesen

 

Did you like this? Share it:
www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF