432-Mozart – Zur Entspannung in einer Zeit des Wahnsinns

Die Reichskreise waren übergeordnete, territoriale Einheiten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, die mehrere Landesherrschaften umfassten – zunächst mit Ausnahme der Kurfürstentümer und der habsburgischen Erblande. Sie wurden ab 1500 im Zuge der Reichsreform Maximilians I. geschaffen, um eine bessere Verwaltung des Reichs durch das Reichsregiment zu ermöglichen und bestanden bis 1806.

Wegen des Kammertons und den 432 Hertz: Ein alter Beitrag wieder einmal aufgewärmt, mit dem Vorbehalt, dass die gesamte Geschichtschronologie gefälscht und die Instrumente bereits auf 440 Hertz eingestimmt sind:


Mozart: Österreicher oder (damals) Baier?

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Maximilian I. Erzherzog aus dem Haus Habsburg, genannt der letzte Ritter (* 22. März 1459 in Wiener Neustadt; † 12. Januar 1519 in Wels, Oberösterreich), war ab 1477 Herzog von Burgund, ab 1486 römisch-deutscher König, ab 1493 Herr der Österreichischen Erblande und ab 1508 Kaiser des Heiligen Römischen Reichs.

Eine historisch interessante Frage, ich will jedoch keinesfalls die Österreicher beleidigen, sondern auf die gemeinsame Geschichte Baierns  (bewußt ohne y) und Österreichs hinweisen.  Soweit ich weiß, hatten die französischen Behörden  beim Tode von  Mozarts Mutter 1778 in Paris als Nationalität ” nationalité bavaroise”  in die Sterbeurkunde eingetragen. Sie war also Baierin und auch (aus damaliger Sicht) Wolfgang Amadeus Mozart selbst von der Nationalität her ein Baier. Nun hat aber Nationalität nichts mit Staatsangehörigkeit zu tun. Dieser Begriff entwickelte sich erst in der folgenden Zeit.

Warum aber “nationalité bavaroise” ?
Im Zuge der Reichsreform Maximilians I. (die genauso scheiterte, wie alle nachfolgenden Reformen im Reich) wurden die sogenannten Reichskreise erstellt. Die Reichskreise waren übergeordnete, territoriale Einheiten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, die mehrere Landesherrschaften umfassten – zunächst mit Ausnahme der Kurfürstentümer und der habsburgischen Erblande. Sie wurden ab dem Jahre 1500 eingeführt, um eine bessere Verwaltung des Reichs durch das Reichsregiment zu ermöglichen und bestanden bis 1806. Das Fürsterzbistum Salzburg und andere Ländereien, wir die Freie Grafschaft Haag etc. , gehörten zum Baierischen Reichskreis.

Die Säkularisation 1803 entzog den Salzburger Fürsterzbischöfen die politische Macht. Als Herzogtum Salzburg, dem zudem die Kurwürde verliehen war, fiel es zusammen mit den Hochstiften Berchtesgaden, Passau und Eichstätt an den Großherzog Ferdinand III. von Toskana. 1805 kam es mit Berchtesgaden an Österreich, 1809/1810 an Bayern. Erst 1816 kam der Großteil Salzburgs endgültig zu Österreich.

Violin Concerto No. 3 in G

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrsterzbistum_Salzburg

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