Schirinowski macht wieder Schlagzeilen

Wir haben hier schon einige Artikel über Wladimir Schirinowski veröffentlicht. Nun hat Michael Vogt den Paradiesvogel der russischen Politik interviewt […]

Wir haben hier schon einige Artikel über Wladimir Schirinowski veröffentlicht. Nun hat Michael Vogt den Paradiesvogel der russischen Politik interviewt und dabei in seinem Video die bahnbrechende Erkenntnis gewonnen:

Wenn uns das deutsche Volk um Hilfe bittet, wird Rußland helfen

Was Schiriniwskis Geschichtskenntnisse anbelangt, möchte ich keinen Kommentar abgeben. Hier ein älterer Artikel über ihn:

Der Veteran der russischen Präsidentenwahlkampagnen Wladimir Schirinowski, Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei Russlands (LDPR) und stellvertretender Sprecher der russischen Staatsduma, wollte bei der Präsidentenwahl im März 2012 kandidieren. Im Vorfeld gibt er schon einmal das eine oder andere Interview. Nun kann man Schirinowski nicht für voll nehmen und das folgende Video als eine Prahlerei eines Verrückten abtun. Auf der anderen Seite dürfte Schirinowski über viele Dinge Bescheid wissen, die unsereins verborgen sind.

Schirinowski wurde in Alma-Ata geboren und trug bis 1964 den Namen seines jüdischen Vaters Eidelstein. Von 1964 bis 1970 studierte er an der Moskauer Lomonossow-Universität Turkologie (daher spricht er fließend Türkisch), nebenher studierte Schirinowski auch in den Jahren 1965 bis 1967 Internationale Beziehungen an der Universität des Marxismus-Leninismus. Von 1972 bis 1977 absolvierte er schließlich ein Fernstudium für Jura und war später als Anwalt tätig. Schirinowski spricht außerdem Französisch, Deutsch, Englisch und Russisch.

Sprache und Ideologie Schirinowskis sind trotz seiner eigenen jüdischen Herkunft von einem populistischen Antisemitismus sowie demagogischen Theorien geprägt – er leugnet er die Existenz Osama bin Ladens und Al-Qaidas und behauptet, dass die Terroranschläge am 11. September 2001 von der US-amerikanischen Regierung, vielleicht mit Hilfe des Mossad, inszeniert worden seien. Er behauptet auch, dass der US-Kongress ein von den Israelis besetztes Territorium sei.

Eidelstein kann also nicht dumm sein. Warum hat er seinen Namen gewechselt? Spielt er nur den verrückten Rechtspopulisten? Warum gibt er den Antisemiten ab? Viele Fragen.

Das folgende Interview wurde im georgischen Fernsehen ausgestrahlt und am 13.05.2011 in Youtube hochgeladen (Datum des Interviews ist uns nicht bekannt). Wahrscheinlich hatte sich Schirinowski vorher ein Gläschen genehmigt, was er ja nicht selten tut und was seine Zunge löst.

Hier eine Übersetzung des englischen Transkripts, welches mit dem Film verlinkt ist. Wir geben keine Garantie für die richtige Übersetzung des englischen Transkripts aus dem Russischen!

TV: In den letzten Jahren behauptet die russische Regierung, dass das Problem mit dem Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) vor dem Hintergrund, dass Moskau ein Abkommen mit Washington erreicht habe, nahezu gelöst sei; nun sagt Moskau, dass es auch keine Schwierigkeiten in den Verhandlungen mit Tiflis sehe.

Schirinowski:

Zum ersten will die Regierung von Russland, der Präsident, den Beitritt zur WTO. Wir von der liberaldemokratischen Partei haben niemals für einen Beitritt zur WTO plädiert. Wir sind dagegen, aber das ist Sache der Regierung; wir werden also der WTO beitreten, entweder in diesem Jahr oder im nächsten, ganz gleich, welche Position Georgien einnimmt. Wenn die Georgier den russischen Beitritt zur WTO blockieren wollen, werden sie sich in ein großes Unglück stürzen.

Denn die Welt steht vor einer großen Finanzkrise und möglicherweise einem dritten Weltkrieg. Die Ereignisse in Nordafrika zeigen, dass er beginnen kann. Das ist nicht meine Schlussfolgerung. Generäle in Europa und den USA sprechen darüber, weil, wenn man in Libyen zu drastischen Maßnahmen ergreift, kann dies zu einer sehr bedeutenden Verschlimmerung (der Lage) führen.

In jedem Falle wollen die USA und Israel den Iran zerstören.

Deswegen werden – im Falle, dass Georgien den russischen Beitritt zur WTO verhindert [Russland ist 2012 der WTO beigetreten, Anm. d. Ü.] – alle georgischen Geschäfte in Russland zerstört; die gesamte georgische Mafia würde über eine Luftbrücke und mit Militärfahrzeugen zwangsweise nach Georgien zurück verfrachtet und der georgische Staat würde zu Wasser, zu Lande und in der Luft blockiert. Und Hungersnöte würden Georgien befallen und das Land zerstören.

Im Falle eines Nuklearangriffes auf den Iran werden Millionen von Flüchtlingen aus dem Iran in den Kaukasus strömen und wir Russen würden sie an der aserbaidschanischen Grenze stoppen und nach Georgien umleiten. Dadurch würde Georgien vollständig ausgelöscht. 10 Millionen Flüchtlinge, die wie Heuschreckenschwärme Georgien lebendig auffressen, wären die Folge, falls Georgien es wagen würde, den Beitritt Russlands zur WTO zu blockieren.

TV: Wie real sind die Chancen Russlands heute, der WTO beizutreten?

Schirinowski:

Sie liegen bei 100%. Russland wird der WTO beitreten. Und beizeiten wird Russland der EU beitreten. Später wird Russland eine zweite EU gründen auf der Basis der osteuropäischen Staaten, der Baltenstaaten und unserer europäischen Nachbarn.

Für den Beitritt zur WTO sprechen: Mehr Möglichkeiten in Bezug auf den Handel und für Exporte in die WTO-Staaten.

Gegen den Beitritt sprechen: Konkurrenz aus dem Ausland, die Produkte billiger als heimische Firmen anbieten können; es wird schwierig werden, ausländischen Waren den Zugang nach Russland zu verwehren.

Es gibt Vor- und Nachteile. Also, wenn die gesamte Welt in der WTO ist, müssen wir auch hinein.

Ich schließe (aber) einen Zerfall der EU, die Desintegration der Eurozone und die Desintegration der NATO, einschließlich des Zerfalls der WTO nicht aus.

Später, nach dem dritten Weltkrieg, werden einige internationale Organisationen erstehen. Der Beginn des dritten Weltkrieges liegt noch in der Zukunft. Heute ist Russland gezwungen, der WTO beizutreten. Aber ich und meine Partei sind gegen den Beitritt.

TV: Warum will Russland keine Kompromisse eingehen und internationalen Organisationen nicht erlauben, die Grenzübergangsstellen am Fluss Psou und am Roki-Tunnel in Südossetien überwachen?

Schirinowski:

Wenn Russland Beobachter von internationalen Organisationen zuließe, würde dies bedeuten, dass Russland die Unabhängigkeit von Abchasien und Südossetien nicht anerkennen würde. Deshalb erlaubt Russland dies nicht.

Georgien hat nur die Wahl zwischen einer rasanten Verschlechterung der internen Situation, einschließlich seiner Wirtschaft, oder der Beendigung der Einmischung in russische Interessen. Mein Rat wäre, dass Georgien still und heimlich (dem Beitritt Russlands zur WTO) zustimmt und die Sache ein für allemal vergisst.

Die Existenz eines unabhängigen Abchasiens oder Südossetiens ist nicht im Interesse der liberaldemokratischen Partei. Entweder sind die unabhängig oder eben Teile von Georgien. Für uns macht das keinen Unterschied, weil wir an einer direkten Grenze zwischen Russland und der Türkei interessiert sind. Wir wollen sozusagen kein anderes Territorium zwischen uns und der Türkei, ob es nun Abchasien, Südossetien, Aserbeidschan oder Georgien heißt. Wir wollen eine russisch-türkische Grenze und im Westen wollen wir eine russisch-deutsche Grenze. Das sind die beiden Grenzen, für welche die liberaldemokratische Partei in Zukunft kämpfen wird.

Alle diese komischen Staaten zwischen uns provozieren nur Spannungen und verschärfen die Situation in der Welt.

TV: Wie realistisch wäre die Zulassung von Vertretern einer dritten Macht? Zum Beispiel im Falle Georgiens Zollbeamte der EU an den Grenzübergangsstellen, wie in der Transnistrischen Republik?

Schirinowski:

Ich bin mir nicht sicher. Ich denke aber, dass die Position der Regierung in der Frage sehr hart ist und dafür keine Chance besteht. Russland wird Amerika oder ein anderes Land als Hebel gegen Georgien einsetzen, so dass alle Hindernisse im Interesse Russlands aus dem Wege geräumt werden und Russland der WTO beitreten kann. Es wäre besser für Georgien, nicht in diese Richtung (der Blockade) zu gehen. Andernfalls würde Georgien sehr viel verlieren. Insbesondere Saakashvili wird seine Macht verlieren.

TV: Einige Leute in Georgien glauben, dass Moskau Georgien gegenüber – welches den Beitritt Russlands zur WTO blockiert – die weiße Flagge zeigt, weil Gennadi Onischenko versprochen hat, georgische Weine den Zugang zu Russlands Märkten zu gestatten. Was meinen Sie dazu?

Schirinowski:

Nein, keine weiße Flagge. Das dürfen Sie nicht einmal hoffen. Wir haben unseren Kopf vor niemanden gebeugt. Stattdessen haben alle großen Mächte ihren Kopf vor Russland gebeugt: China und Japan, Deutschland, Frankreich und die USA.

Das hat nichts mit der Erlaubnis für Weinimporte zu tun……

Mit Wein oder ohne Wein, mit Zoll oder ohne, es wird eine Lösung geben. Es müssen nur vier Parteien übereinstimmen: Washington, Brüssel, Moskau und China. Es gibt nur vier Hauptstädte in der Welt, die von Bedeutung sind: Washington, Brüssel, Moskau und Peking. Nichts anderes zählt. Der Rest der Staaten hat keinen ernsthaften Einfluss.

Die Spieler sind: Obama, die Repräsentanten der EU, Medwedew und die Repräsentanten Chinas. Das war’s. Diese vier werden immer zustimmen. In diesem Falle werden die Chinesen nach Moskau kommen und der Position Moskaus zustimmen. Die Europäer werden nach Moskau kommen und der Position Russlands zustimmen. Und die Amerikaner werden nach Moskau kommen, wie es Biden gerade tat. Und er war mit allem einverstanden. Kein Problem.

Alles wird in den vier Kapitalen der Welt entschieden.

Weiterhin hat Washington keine Zukunft, dieser künstliche Staat wird kollabieren; dann das alte Europa, dieser Kontinent, der keinerlei Bedeutung hat; China ist im Begriff, zu explodieren. Was bleibt, ist Russland, als Weltraummacht.

Ein Russland mit einem Haufen Geld, Ressourcen und neuen Waffen, von denen niemand weiß. Mit diesen Waffen werden wir jeden Teil der Erde innerhalb von 15 Minuten vernichten. Keine Explosion, keine Strahlen, keine wie auch immer gearteten Laser, keine Blitze. Aber eine sehr stille, friedliche Waffe. Ganze Kontinente werden für immer in Schlaf versetzt. Und das ist alles.

(Schirinowski wendet sich nun scheinbar Japan zu, nachdem ein Tsunami-Einwurf der georgischen Gesprächspartnerin getätigt wurde..)

Ihr werdet in dem Unrat und Schutt eurer Gebäude graben müssen. Und alle Eure 120 Millionen Einwohner werden sterben, wenn ihr jemals die Rückgabe der Kurilen verlangt.

Und so wird es dem Rest der Welt ergehen. Jedes Land sollte an seine Zukunft denken. Alle sollten beginnen, über die Zukunft eines jeden nachzudenken. Sie denken jetzt an den Wein, den Sie in Russland verkaufen wollen. Und Sie fordern UN-Beobachter an den Grenzen. Wollen Sie wirklich, dass die Welt das Wort Georgien total vergisst?

Es wird stattdessen eine russisch-türkische Grenze geben. Präsident Saakashili, denken Sie darüber nach!

Und dann gibt es einen weiteren Tsunami. Auf der anderen Seite des Planeten, im Kaukasus. Das war es für Sie.

Quelle:

http://www.scribd.com/doc/55385412/Russia-Speaker-of-the-House-Threatens-to-Destroy-the-World-with-Secret-Tsunami-WMD

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