Snowden, ein CIA-Lockvogel? — von Webster Tarpley

von Dr. Webster G. Tarpley und Press TV (leicht gekürzte Übersetzung von politaia.org) http://www.veteranstoday.com/2013/06/18/snowden-cia-shill/ Die Operationen der Geheimdienste, welche auf […]

von Dr. Webster G. Tarpley und Press TV (leicht gekürzte Übersetzung von politaia.org)

http://www.veteranstoday.com/2013/06/18/snowden-cia-shill/

Die Operationen der Geheimdienste, welche auf die Manipulatin der öffentlichen Meinung zielen, beinhalten eine Kombination von zynischer Täuschung gepaart mit einer bedauenswerten Leichtgläubigleit der angesprochenen Bevölkerungsgruppen.

Es gibt überwältigende Gründe dafür, dass Edward Joseph Snowden in dieses Schema passt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Täuschungsoperation (“limited hangout” operation, was im folgenden vereinfacht als “Täuschungsoperation” übersetzt wird, Anm.d. Ü.) , in der sorgfältig ausgewählte Dokumente und anderes Material absichtlich von einem Insider an die Öffentlichkeit gebracht werden. Der Insider gibt vor, auf der Flucht zu sein und gegen die Exzesse einer oppressiven und gefährlichen Regierungsbehörde zu rebellieren.

Aber die Enthüllungen stellen sich als präpariert heraus und zielen darauf ab, das öffentliche Bewußtsein in einer Weise zu formen, die für die ausführende Geheimdienstbehörde von Vorteil ist. Zugleich können naive junge Leute dazu verführt werden, den Personenkult als “ethischer Dissident” bzw. “Whistleblower” zu genießen. Eine weitereVariante des Themas wäre es, den vom federführenden Geheimdienst ausgewählten Dissidenten als Fahnenflüchtigen zu charakterisieren, um ihn in den Geheimdienst eines Drittlandes einzuschleusen. In diesem Falle wird der Whistleblower zum Dreifach-Agenten.

Alle Versuche, die Öffentlichkeit über die Dynamiken von Täuschungsoperationen aufzuklären, kollidieren unvermeidlich mit den Erinnerungen an die jüngsten erfolgreichen Beispiele dieser Techniken in den Gehirnen von Millionen Menschen. Für viele dieser Menschen ist Snowden schlecht durchschaubar, eben weil sie darauf beharren, er sei das jüngste Beispiel von Zivilcourage in einer Reihe von Entwicklungen, welche Daniel Ellsberg und Julian Assange einschließen; beide werden von Heerscharen naiver Leute immer noch als echte Herausforderer einer repressiven Regierung angesehen.

Der Ursprung liegt in der Täuschungsoperation am Beginn der gegenwärtigen Ära nach dem Kalten Krieg, die als Meilenstein gilt: Es handelte sich um Daniel Ellsberg und die Pentagon-Papiere, welche die Basis für den CIA-Watergate-Angriff auf die Nixon-Administration und im weiteren Sinne das Büro des Präsidenten selbst bildeten. In jüngerer Zeit haben wir den Fall von Assange und Wikileaks. Nimmt man vor allem  diese beiden Fälle als Grundlage, kann man eine einfache Typologie von Täuschungsoperationen entwickeln. Dies ist für diejenigen von Bedeutung ist, welche nicht die Rolle von nützlichen Idioten für  Whistleblower und Täuschungskünstler spielen wollen, die gegenwärtig die Szene beherrschen.

In dieser Analyse sollten wir uns in Erinnerung rufen, dass Täuschungsoperationen seit sehr langer Zeit eingesetzt werden. Im Jahre 1620 erläuterte Fra Paolo Sarpi (zu der Zeit die beherrschende Figur der venezianischen Geheimdienstes) dem venezianischen Senat, dass die Bekämpfung der anti-venezianischen Propaganda am besten auf indirekte Weise vor sich gehen sollte. Er empfahl die Methode, etwas Gutes über eine Person oder Institution zu erzählen, während man vorgab, etwas Schlechtes zu sagen. Als Beispiel könnte die Kritik an einem blutrünstigen Diktator dienen, weil der seinen Hund schlägt – die wirkliche Dimension seiner Verbrechen werden so maßlos untertrieben.

Täuschungskünstler werden sofort zu Medienlieblingen

Das am meisten ins Auge stechende Charakteristikum eines Täuschungsagenten ist die Tatsache, dass sie oder er sofort zum Liebling der gleichgeschalteten Medien wird. Im Falle von Daniel Ellsberg wurden die gefälschten Pentagon-Papiere von der New York Times, der Washington Post, dem Boston Globe und im Laufe der Zeit von insgesamt 17 Mainstream-Zeitungen veröffentlicht. Diese Presseorgane bahnten sich den Weg für die Veröffentlichung der Unterlagen durch alle Instanzen bis zum Obersten Gerichtshof, wo sie gehen die Nixon-Administration gewannen.

Man braucht gar nicht zu erwähnen, dass überlebende Kritiker der Warren-Kommission und in jüngerer Zeit Veteranen der 9/11-Wahrheitsbewegung sehr gut wissen, dass dies nicht die typische  Behandlung ist, mit welcher Boten mit unwillkommenen Nachrichten für die herrschende US-Elite zu rechnen haben. Sehr viel wahrscheinlicher erleben diese Verleumdungen und  Schlammschlachten oder  werden völlig übergangen und ausgeblendet. In Extremfällen kann es zu Geiselnahmen, Verurteilungen oder Morden kommen.

Cass Sunstein ist bei der Erfindung von Wikileaks dabei

Was Assange und Wikileaks angeht, so wurde die Dokumentensammlung von vornherein an die fünf angesehensten Presseorgane der Welt ausgeliefert, darunter die New York Times, der Londoner Guardian, El Pais aus Madrid, Der Spiegel aus Hamburg und Le Monde aus Paris.

Dies stellte das Assange-Medienkartell dar; es handelt sich ausnahmslos um Zeitungen, die sich vorher darauf spezialisierten, 9/11-Kritiker und Zweifler zu diskreditieren. Aber noch bevor die Freigabe der Dokumente überhaupt stattfand, erhilt Wikileaks schon präventive Unterstützung von niemand anderem,  als von dem berüchtigten Cass Sunstein, der nachher ins Weiße Haus berufen wurde und der jetzt mit Samantha Power verheiratet ist. Samantha Power ist die Urheberin des Militärputsches gegen Mubarak und momentan Obamas Kandidatin als US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Sunstein ist für seine These bekannt, dass Regierungsbehörden verdeckte Operationen unter Einsatz von einflussreichen “pseudo-unabhängigen” Agenten zum Zwecke der Infiltration von Extremistengruppen durchführen sollten – also von solchen Leuten, welche die Sicht des Establishments in Bezug auf Geschichte und Realität nicht teilen. Am 24. Februar 2007 wurde in der Washington Post der Sunstein-Artikel “Schöne neue WikiWelt” veröffentlicht, in der dieser für die Fähigkeiten von Wikileaks warb, China zu destabilisieren.

Snowden ist bereits zu einem Medienstar erster Ordnung aufgestiegen. Seine Karriere wurde vom amerikanischen Linksliberalen Glenn Greenwald angestoßen, der nun für den Londoner Guardian schreibt. Der Guardian drückt die Ansichten des linken britischen Geheimdienstumfeldes aus. Insofern dürfte der gegenwärtige Skandal “Made in England” sein und vom Input des UK Government Communications Headquarters GCHQ in Cheltenham profitierem, dem britischen Gegenstück zum NSA in Maryland.Während der Tage seines Mediendebuts kam es nicht selten vor, dass gleichgeschaltete Presseorgane wie CNN ein Drittel der Sendezeit darauf verwendeten, die Geburt, das Leben und die Wundertaten des Ed Snowden zu preisen.

Ein andere verdächtige Unterstützung, welche die Warnlampen blinken läßt, kommt von Norman Solomon, einem ehemaligen Mitglied des diplomatischen Corps aus dem US-Außenministerium. In einem Interview auf RT lobte Solomon das Snowden-Projekt wärmstens und versicherte seinen Zuschauern, dass das NSA-Material des Hongkong-Überläufers zuverlässig und authentisch sei. Solomon war vor 10 Jahren als entschiedener Feind der 9/11-Wahrheitsbewegung bekannt und agierte als Kämpfer zugunsten der Terrorismus-Theorie der Bushs und Neocons.

Die Nachrichten der Täuungsagenten enthalten wenig Neues

Ein weiteres wichtiges Merkmal von Täuschungsoperationen besteht darein, dass die Enthüllungen oft nichts Neues beinhalten, sondern alten Wein in neuen Schläuchen. Im Falle der Ellsberg-Pentagon-Papiere wurde sehr wenig enthüllt, was einem Leser der Le Monde ….nicht schon bekannt gewesen wäre. Nur für diejenigen, deren Verständnis des Weltgeschehens durch  AP, CBS News, die New York Times und die Washington Post gefiltert wurde, fand sich etwas Erstaunliches in Ellsbergs Material…..

Täuschungsoperationen enthüllen nichts über bedeutende Angelegenheiten wie Kennedy-Mord, 9/11 uws.

Im letzten Jahrhundert gab es gewisse, groß angelegte Verdeckte Operationen, die in der Historie einen langen Schatten warfen und in bestimmten Ausmaße die Rahmenbedingungen setzen, unter denen nachfolgende Ereingnisse ablaufen. Dazu gehören die Morde in Sarajewo 1914, die Ermordung von Rasputin Ende 1916, Mussolinis Marsch auf Rom im Jahre 1922, Hitlers Machtergreifung 1933, die Ermordung des französischen Außenministers  Barthou 1934, die Ermordung von Präsident Franklin D. Roosevelt 1945, die Ermordung von Kennedy 1963 und 9/11. Ein gemeinsames Charakteristikum aller Täuschungsoperationen ist die Tatsache, dass sie so gut wie keine Einblicke in diese entscheidenden Großereignisse geben.

In den Pentagon-Papieren erfahren wir nichts über die Kennedy-Ermordung, die scheinbar gar nicht existiert. Wie wir schon angedeutet haben, waren die grundsätzlichen Verfechter von Ellsberg Figuren wie Chomsky, dessen Feindseligkeit gegenüber Kennedy und das profunde Desinteresse für Kritik an der Warren-Kommission weithin bekannt waren. Dasselbe gilt für Assange, der jede weitere Aufklärungsbemühung hinsichtlich 9/11 verwirft. Am 11. Juli 2010 erzählte Assange dem Reporter Matthew Bell vom Belfast Telegraph: “Ich bin dauernd darüber verärgert, dass Leute durch falsche Verschwörungen wie 9/11 abgelenkt werden, während wir rundherum Beweise wirklicher Verschwörungen liefern..”

Das kommt zusätzlich zu Sunsteins Forderung hinzu, aktive Vertuschungsmaßnahmen einzuleiten, um Untersuchungen zu Operationen wie 9/11 zu unterdrücken und abzuwürgen…………

Die wundersamenn Wandlungen von Täuschungs-Agenten

Daniel Ellsberg begann seine Karriere als Stratege für Nuklearfragen in einer Dr. Strangelov-Arbeitsumgebung in der RAND-Corporation. Er arbeitete im Pentagon als Berater für den US-verteidigungsminister Robert McNamara. Er ging nach Vietnam, wo er als Zivilangestellter des State Department unter dem CIA-General Edward Lansdale diente. Im Jahre 1967 befand er sich wieder in der RAND-Corporation, um mit Vorbereitungen für Arbeiten zu beginnen, die später als die Pentagon-Papiere bekannt wurden. Ellsberg behauptet, dass seine Wandlung vom Saulus zum Paulus während einer Rede stattfand, die ein ins Gefängnis geworfener Wehrdienstverweigerer am Haverford College im August 1969 gehalten hatte. Nach seinem mentalen Zusammenbruch holte Ellsberg die als geheim eingestuften Papiere hervor und verbrachte sie ins Büro des Senators Edward Kennedy und letztendlich zur New York Times.

Leute, welche diese phantastische Geschichte glauben, leiden an tödlich verlaufender Dummheit.

Im Falle von Assange ist ein solcher Moment der Bekehrung schwieriger zu indentifiziere.  Assange verbrachte seine Kindheit im Dunstkreis von MK-ULTRA, eine komplexe anglo-amerikanische Operation im Bereich der Gedankenkontrolle durch Psychopharmaka und andere Methoden. Assange war Mitbewohner im Ann Hamilton-Byrne-Kult, wo man kleine Kinder aversiven Therapien mit LSD und anderen starken Drogen aussetzte. Assange verbrachte seine Kindheit als Wandernomade mit seiner Mutter, die “incognito” bleibt…..Der entwurzelte Assange lebte in über 50 verschiedenen Städten und ging auf 37 verschiedene Schulen. Im Alter von 16 Jahren betätigte sich der junge Nihilist als Computer-Hacker mit dem Tarnnamen “Mendax“, was “der Lügner” heißt. Der Assange’-Klon Snowden nennt sich dagegen “Verax“, der Wahrheitenerzähler….

Die Geschichte von Snowden geht etwa so: Er brach die High-School ab und dann auch das College, war aber nichtsdestoweniger später in der Lage, ein Gehalt zwischen 120.000 und 200.000 Dollar jährlich zu erzielen; er behauptet [dieses hohe Gehalt verdiene er], weil er ein Computergenie sei. Im Mai 2004 verpflichtet er sich bei der US-Armee und hoffte angeblich, zu den Spezialstreitkräften zu kommen, um für die Freiheit im Irak zu kämpfen. Dann arbeitete er als Wachmann im Niedrig-Sicherheitsbereich  bei der NSA, dann geht er zur Computersicherheit in der CIA, was einen Posten unter diplomatischer Tarnung in der Schweiz einschließt. Weiter gehts als selbstständiger Mitarbeiter bei der NSA auf einer US-Militärbasis in Japan. Sein letzter offizieller Job war der Einsatz für die NSA im Kunia Regional SIGINT Operations Center in Hawaii. Im Mai 2013  bekommt er bei der NSA in Hawaii Beurlaubung aus gesundheitlichen Gründen, um seine Epilepsie behandeln zu lassen. Er flieht nach Hongkong und macht seine Enthüllungen mit Hilfe von Greenwald und einem Dokumentarfilmerin namens Laura Poitras. Snowdon stimmte für den Präsidenschaftskandidaten Ron Paul… und spendete mehrere hundert Dollar für seine Kampagne.

Snowden fing also – wie Ellsberg – als Kriegstreiber an und machte sich später Sorgen über die Exzesse des übermächtigen Staates. Wie Assange war er psychologisch für die Welt der Computer und Computerwissenschaften vordisponiert. Sein Wandel vom Saulus zum Paulus bleibt ungeklärt und höchst verdächtig.

Bemerkenswert an Snowden ist auch sein Gefühl für den richtigen Augenblick. Seine erste Enthüllung – allerdings [nur] offene Geheimnisse – fand am 5. Juni statt, genau an dem Tag, als die Rebellenfestung al-Kusair von der syrischen Armee und der Hisbollah befreit wurde. Zu dem Zeitpunkt meckerten die Briten und Franzosen Obama an, es sei höchste Zeit, Syrien anzugreifen. Die Erscheinung von Snowdens etwas ausgeleiertem Material im Londoner Guardian war das Startsignal für einen Kritikhagel der linksliberalen Nichtsnutze gegen das Obama-Regime, die damit nun – ohne es zu wollen – die Räder für eine Abgleiten der USA in einen großem Krieg im Mittleren Osten schmierten.

Bald darauf beschuldigte Snowden die USA und die Briten, vor vier Jahren Teilnehmer des G20-Gipfels abgehört zu haben. Dadurch geriet Obama offensichtlich bei seinem Händel mit Hollande und Cameron, die auf das Syrien-Abenteuer drängten, in die Defensive. Durch den gleichzeitigen Angriff auf die britische GCHQ in Cheltenham wollte Snowdwn wohl die offensichtliche Federführung der Briten hinter den Machenschaften verdecken.

……… Snowden beschuldigte die NSA weiterhin, Ziele in China zu hacken; auch hier wieder keine Überraschung für erfahrene Beobachter, aber tauglich zum Anheizen der sino-amerikanischen Spannungen. Im Laufe der Zeit könnte sich Snowden immer mehr als Provokateur von Spannungen zwischen Washington and Peking herausstellen.

Täuschungsmanöver zur Vorbereitung von großen Verdeckten Operationen

Obwohl – wie wir gesehen haben – “limited hangouts” selten die Szene der verdeckten Operationen für historische Ereignisse erhellen, welche die Rahmenbedingungen eines Zeitalters zu setzen versuchen, so repräsentieren “limited hangouts” selbst die vorbereitenden Schritte für zukünftige verdeckte Operationen.

Im Falle der Pentagon-Papiere dienten Henry Kissinger diese und andere Lecks während der indo-pakistanischen Krise als Argument für seine Forderung, Richard Nixon solle Gegenmaßnahmen ergreifen, um die Integrität von Staatsgeheimnissen sicherzustellen. Nixon autorisierte dummerweise die Errichtung einer Anti-“Leaks”-Operation, die unter dem Namen “the Plumbers” (die Klemptner) lief. Die Geheimdienste stellten sicher, dass die Klemptner-Operation mit eigenen Provokateuren bemannt wurde, also mit Leuten, die nie loyal zu Nixon waren, sondern ihre Befehle von Langley (CIA) erhielten. Unter ihnen finden wir den fast berüchtigten CIA-Agenten  Howard Hunt, den CIA-Kommunikationsexperten James McCord, und den FBI-Mann G. Gordon Liddy. Diese Provokateure gaben sich alle Mühe, während eines sonst völlig sinnlosen Einbruchs verhaftet zu werden – des Einbruchs in das Hauptquartier des Democratic National Committee im Sommer 1972. Nixon hätte alles in Abrede stellen und die Bande von Provokateuren durch den Fleischwolf drehen können, aber startete stattdessen eine Vertuschungsaktion. Bob Woodward von der  Washington Post, der vom Marinegeheimdienst (Office of Naval Intelligence) mit einer “top secret security clearance” ausgestattet wurde, begann, die Geschichte zu veröffentlichen. Der Rest ist Geschichte und die dauerhafte Folge davon waren die permanente Schwächung der Stellung der Präsidentschaft und die Stärkung der übelsten oligarchischen Tendenzen.

Die Wikileak-Dokumentenveröffentlichungen von Assange bewirkten zahlreiche Destabilisierungen und Staatsstreiche rund um den Globus. Nicht eine einzige amerikanische, britische oder israelische Operation oder ein Politiker aus diesem Kreis wurde durch das Material ernsthaft beschädigt. Die Liste der Betroffenen hat aber eine frappierende Ähnlichkeit mit der Feindliste der CIA: Die größte Zielgruppe waren arabische Führer, die im Zuge des “Arabischen Frühlings” zum sofortigen Sturz ausersehen waren. Hier finden wir Ben Ali von Tunesien, Gaddafi von Libyen, Mubarak von Ägypten, Saleh vom Jemen, and Assad von Syrien. Hier finden wir Maliki, den die USA mit Allawi als Premierminister des Irak ausgetauscht sehen wollen und so kam Maliki ins Fadenkreuz, genauso wie der zunehmend unabhängige Karzai von Afghanistan. Dauerhafte Ziele des CIA sind Rodriguez Kirchner in Argentinien, Berlusconi in Italien und Putin in Russland. Berlusconi wurde bald Opfer eines Coups der Europäischen Zentralbank, während sein Freund Putin einen schwachen Versuch einer Farbenrevolution Anfang 2012 unterbinden konnte. Leicht satirische Seitenhiebe auf Figuren wie Merkel oder Sarkozy waren in erster Linie als Tarnung dabei.

Assange hatte also bei der Vorbereitung einer der größten Destabilisierungskampagnen des anglo-amerikanischen Geheimdienstkomplexes seit 1968 seine Hand im Spiel, vielleicht sogar seit 1848.

Wenn die Snowden-Operation dazu beitragen kann, den schwankenden und unschlüssigen Obama zu einem Angriff auf Syrien zu nötigen, kann unser neuer autistischer Held für sich beanspruchen, einen allgemeinen Krieg im Mittleren Osten hervorgerufen zu haben oder sogar noch mehr. Wenn Snowden weiterhin in der Lage ist, die Beziehungen zwischen den USA und China zu vergiften, ist die welthistorische Bedeutung seiner Provokationen doppelt gesichert. Aber nichts vom dem kann passieren, wenn er nicht Heerscharen von eifrigen Dummköpfen findet, die auf ihn hereinfallen. Hoffen wir, er findet keine.

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