Griechenland: Neue Füchse für den Hühnerstall

Die neue griechische Regierungskoalition wird wahrscheinlich doch nicht vom früheren Chef der griechischen Zentralbank und ehemaligen Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank, […]

Lucas Papademos

Die neue griechische Regierungskoalition wird wahrscheinlich doch nicht vom früheren Chef der griechischen Zentralbank und ehemaligen Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank, Lucas Papademos, geführt. Bankster  Lucas Papademos war  einer der” Architekten” des Beitritts Griechenlands zur Währungsunion.  Unter seiner Ägide und mit Hilfe von Goldman Sachs wurde Griechenland seinerzeit in die Eurozone hineingelogen.  Griechenland erlebte daraufhin – wen wunderts, denn das Brüsseler Füllhorn wurde über das Land ausgeleert – einen  Wirtschaftsaufschwung. Über zehn Jahre lang half Goldman Sachs den Griechen beim Tricksen.

Der scheidende Ministerpräsidenten Papandreou, dessen Familie schon in dritter Generation Ministerpräsidenten in  Griechenland stellt, hat einiges auf dem Kerbholz. Im Frühjahr 2010 berichtete der Kopp-Verlag in seiner DVD-Reihe Unzensiert bereits darüber, dass die griechische Postbank (TT Hellenic Postbank) Kreditausfallversicherungen in Höhe von etwa einer Milliarde Euro auf den Staatsbankrott Griechenlands gekauft hatte. Es wirkte ein wenig seltsam, dass ein griechischer Staatsbetrieb auf die Pleite des eigenen Landes setzte. In diesen Tagen stellt sich aber heraus, dass das erst die Spitze des Eisberges war. Premierminister Papandreou scheint in einen schier unglaublichen Skandal verwickelt zu sein. Über Umwege sind diese Credit Default Swaps in den Besitz seiner Familie und seines Freundeskreises geraten – und angesichts des tatsächlich drohenden Staatsbankrotts mittlerweile etwa 23 Milliarden Euro wert. Der griechische Parlamentsabgeordnete Panos Kammenos brachte diese ungeheuerlichen Vorgänge in einem Fernsehinterview Anfang Juni 2011 an die Öffentlichkeit. Er trug seine Vorwürfe auch im griechischen Parlament vor und bezeichnete Papandreou als einen »bezahlten Broker der internationalen Spekulanten«. Aber Papandreou und sein Banksterfreunde kriegen den Hals nicht voll. Man schaue sich nur den Skandal um die griechischen Ölreserven an.

Bisher galt Lucas Papademos als heißester Kandidat auf die Nachfolge. Doch möglicherweise ist der Favorit schon verbrannt, bevor er überhaupt sein Amt angetreten hat. Wie es heißt, soll Papademos weitreichende Befugnisse gefordert und eine reine Expertenregierung abgelehnt haben. Deshalb macht seit Montagabend ein weiterer Name die Runde: Panagiotis Roumeliotis, natürlich auch ein Bankster. Er ist bislang ständiger Vertreter Griechenlands bei einer kriminellen Vereinigung, dem rothschildischen Internationalen Währungsfonds (IWF), und ist nun wohl auf dem Weg aus Washington nach Athen, berichtet der Stern.

Tja, vom Regen in die Traufe.

Panagiotis Roumeliotis

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