Danke Sasa Schronzato für den Link.
Veröffentlicht am 25.10.2012 von conrebbi
Wer sich die historischen Ereignisse vergegenwärtigt, wie sie bei dem Zustandekommen der Weimarer Verfassung herrschten, muß die Frage nach der Gültigkeit stellen. Eine Verfassung kann nur durch das Volk in freier Entscheidung zustandekommen.
14-Punkte-Plan, Gültigkeit der Weimarer Verfassung, Kapp-Putsch, Hungerblockade, Alliierte, Deutsches Reich



@Ascension:
Chapeau! Treffender ist es kaum auszudrücken.
Also – um es kurz und bündig auf den Punkt zu bringen: meines Erachtens ist der ganze Zauber um Weimar, irgendwelche uralten Verfassungen, das Reichsbürgertum inkl. Selbstverwaltung usw. usw. in erster Linie verdeckte rechte Rattenfängerei und obendrein total unerheblich. Klar ist hingegen, dass die BRD (völkerrechtlich) lediglich eine Verwaltungsgesellschaft ist, deren Bürger systematisch umerzogen wurden, um sie zum Prototypen des gehorsamen und funktionalen neuen EU Bürgers zu formen, ihnen gleichzeitig jede staatliche Souveränität für immer zu nehmen und das traditionell kulturelle Erbe durch überwiegend angloamerikanischen Kultur-und Sprachmischmasch nach und nach auszulöschen.
Um das zu erkennen braucht der an sich doch intelligente und auch politisch interessierte Deutsche jedoch keine ewig gestrig gebliebenen Seilschaften, welche die Zeit gerne um 70-80 Jahre zurückdrehen würden.
Auch mit Blick auf die Rolle Deutschlands im fragilen europäischen Staatengebilde der Gegenwart sowie unter Würdigung der historischen Rolle Deutschlands in der Vergangenheit und der immer noch unterschwellig schwelenden Erblast, einen Weltkrieg verantwortet zu haben, tun wir Deutsche gut daran, unseren Blick in die Zukunft zu richten und uns von dererlei braunen Träumereien klar zu distanzieren.
Klar ist, dass Europa nur eine Zukunft als Staatenverbund souveräner Völker mit eigenständigen kulturellen Werten haben kann, welche sich in Frieden und gegenseitiger Achtung als Hüter eines gemeinsamen Hauses verstehen. Darin liegt dann schlussendlich auch für das deutsche Volk eine große Chance, zurück zu einer eigenen staatlichen Identität zu finden. Es ist von daher absolut töricht, gefährlich und kontraproduktiv jenen Kräften auf den Leim zu gehen, welche Deutschland nach wie vor gerne als “Reich” im Sinne irgendwelcher verballhornter pseudojuristischer Winkelzüge sehen würden bzw. uns so verkaufen wollen.
Ja, nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und damit die Zukunft sehen. (von mir) Ich kenne die Vergangenheit bis Adam, nur dann funktioniert obiges kennen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das Deutsche Volk (Gottes) gegen die luziferischen Vernichtungskämpfe, gegen den Glauben und Nächstenliebe eben. Das deutsche Volk ist tatsächlich zu gutgläubig und nicht herrschsüchtig und damit zu erfolgreich gewesen und noch immer. Aber bald sehr bald, werden wir die Freiheit wiederbekommen. Endzeit
Nochmal Conrebbi… Deutschlanddebatte 2. Teil: Souveränität contra McKinder-Theorie, Top-Recherche!
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=y_VQ9U84ksI#!
So bemerkenswert der Beitrag von conrebbi, dessen Produktionen ich seht schätze, auch ist, scheint mir die Frage nach der Gültigkeit von Verfassungen relativ unbedeutend, so lange die tatsächlich herreschenden global-politischen Verhältnisse bei der Diskussion unberücksichtigt bleiben. Die mächtigen Interessengruppen, welche die Welt regieren scheren sich nicht im Geringsten um Völkerrecht oder Verfassungen, um die marktradikalen Ziele ihrer Mitglieder durchzusetzen.
So lange die überwältigende Macht dieser, im Hintergrund agierenden, Gruppen weiter besteht, bleiben sämtliche so genannte Verfassungen reine Fiktion.
Es verhält sich hier ähnlich, wie mit dem weitverbreiteten Irrglauben in einem Rechtsstaat zu leben. Die Vorstellung, welche die meisten Menschen von Begriffen wie bspw. “Demokratie” und “Recht” haben, stimmen mit der Realität in kaum einer Weise überein.
Ich bin hierzu auf eine interessante Studie von Hermann Ploppa gestoßen, welche die tatsächlichen Verhältnisse eindrucksvoll beschreibt:
https://usacontrol.wordpress.com/2008/06/02/marktrdikale-pressure-groups/
Ja, was die Verfassung da betrifft, sehe ich das auch als nicht so entscheidend an, weil es von historischem Interesse nur ist.
Mich allerdings interessiert überhaupt nicht, was die “mächtigen Interessengruppen” so wollen oder tun. Wir können von denen eines lernen: Selbst machen, was wir für richtig erkennen. Die Legitimation für mein eigenes Erkennen und Handeln liegt in mir selbst, in der Verantwortung, die jede Fähigkeit mit sich bringt.
Dabei stößt man auch immer auf das Problem mit dem W. Wilson und seinen 14 Punkten: Dort wird die Völkerfreiheit propagiert und die steht im Gegensatz zur Menschenfreiheit, um die es eigentlich geht.