Der Stein der Weisen – Alchemie und Transmutation – Teil 3 – POLITAIA.ORG

Dabei löst sich das Gold nicht auf dem üblichen chemischen Wege, wie die Auflösung in Königswasser*, sondern das Gold zersetzt sich auf atomarer Ebene durch die ätherische Energie der Lösung. Dabei geht man im Falle des "trockenen Weges" so vor, dass man das trockene Alkahest mit Blattgold  im Schmelztiegel erhitzt, während man beim "nassen Weg" das Blattgold in die Lösung taucht und wartet, bis sich das Gold gelöst hat, was viel länger dauert als der Schmelzprozess. Das resultierende Produkt nennt Fulcanelli “Philosophical Mercury” (Mercurium oder Quecksilber der Weisen).

Fortsetzung von:

Der Stein der Weisen – Alchemie und Transmutation – Teil 1

Der Stein der Weisen – Alchemie und Transmutation – Teil 2

Ab diesem Punkt kann man bei der weiteren Verarbeitung entweder die Lösung auskristallisieren lassen und nur die festen Salzkristalle benutzen (trockener Weg) oder aber weiterhin die Lösung benutzen (nasser Weg). In beiden Fällen jedoch muss nun Gold eingebracht werden und zwar in Form von Blattgold. Dabei löst sich das Gold nicht auf dem üblichen chemischen Wege, wie die Auflösung in Königswasser*, sondern das Gold zersetzt sich auf atomarer Ebene durch die ätherische Energie der Lösung. Dabei geht man im Falle des “trockenen Weges” so vor, dass man das trockene Alkahest mit Blattgold  im Schmelztiegel erhitzt, während man beim “nassen Weg” das Blattgold in die Lösung taucht und wartet, bis sich das Gold gelöst hat, was viel länger dauert als der Schmelzprozess. Das resultierende Produkt nennt Fulcanelli “Philosophical Mercury” (Mercurium oder Quecksilber der Weisen).

* Der Name Königswasser (lat.: aqua regis oder aqua regia, königliches Wasser) leitet sich von der Fähigkeit dieser Lösung ab, die „königlichen“ Edelmetalle Gold und Platin lösen zu können. Aus Gold entsteht dabei Tetrachloridogold(III)-säure, aus Platin Platin(IV)-chlorid aus der entstehenden Hexachloridoplatinsäure.

Platin gelöst in Königswasser

Nach diesem Schritt muss die Substanz noch raffiniert werden, um die Wirkungsstärke zu multiplizieren. Schon jetzt stellt die Substanz nach Aussagen Fulcanellis den “Stein der Weisen” dar, wenngleich noch in einer schwachen Form.

Verfolgen wir nun den “nassen Weg” weiter: Zuerst wird alle Feuchtigkeit herausdestilliert und weiterer Alkahest (welcher übersättigt ist mit ätherischer Energie) zur verbleibenden Substanz hinzugefügt. Nach einigen Wochen der warmen Lagerung wird die Lösung wieder destilliert. Dies kann beliebig fortgesetzt werden; dabei wird dem Destillationsrückstand, der mit der Zeit öligen Charakter annimmt,  immer wieder neuer Alkahest zugefügt, bis letztendlich der “Stein der Weisen” in seiner starken Form entsteht.

Beim “trockenen Weg” wird trockenes “gemeines Quecksilber” (Alkahest)  mit dem trockenen “philosophical mercury” in einem Schmelztiegel zusammen erhitzt.

Nach jeder Raffinierungsstufe wird das Produkt reiner und mit mehr ätherischer Energie ausgestattet und der Prozess wird zeitlich gesehen kürzer. Dabei bedeutet jede Raffinierungsstufe auch eine Vervielfachung der Kraft und Reinheit der Substanz. Die dem Alchemisten eigenen ätherischen Energien können hier ins Spiel kommen, indem sie die Vervielfachung der Kräfte unterstützen, oder aber behindern, so dass das Endprodukt zu schwach für die Transmutationsreaktionen wird. Wenn das stimmt, dann kann zum Ersten nicht jedermann den Prozess erfolgreich durchführen und zum Zweiten erscheint  ein industrieller Gewinnungsprozess unmöglich. Alchemie ist in einer besonderen Weise von dem Zustand der durchführenden Person und den lokalen Gegebenheiten hinsichtlich der Ätherkonzentrationen abhängig. Aus diesem Grunde muss der Alchemist Hingabe an das Göttliche praktizieren, muss sich zeitlich nach astrologischen Gegebenheiten richten und muss den Tau des Frühlings nutzen, weil zu der Zeit die ätherischen Energiekonzentrationen am höchsten sind. Im Gegensatz zur Chemie, bei der Reaktionen unabhängig von der Beobachtung und Umgebung stattzufinden haben, ist die Alchemie ein offenes System und die Bewusstseinsqualität des Beobachters spielt eine Rolle. Dies unterstreicht einmal mehr die Quantennatur der Alchemie. Es beleuchtet weiterhin die Rolle der “inneren Alchemie” in Bezug auf die äußere, physikalische Alchemie. In der “inneren Alchemie” wird die eigene Natur in spirituelles Gold transmutiert, indem die ätherische Energie, befruchtet mit göttlichen und edlen Impulsen,  kultiviert wird. (“Niemals wirst Du aus den anderen Dingen die Einheit schaffen, wenn nicht zuvor Du selbst ein einiger geworden bist.” Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim).

Ist die gesamte Prozedur erfolgreich zu Ende geführt, so ergibt sich als Resultat ein dichter Stein von rubinähnlicher, roter Farbe, der wasserlöslich ist, einen Schmelzpunkt wie Wachs aufweist und im geschmolzenen Zustand die Fließeigenschaft von Quecksilber besitzt. Er kann bei keiner Temperatur verbrannt werden, verflüchtigt sich aber, sobald man ihn in geschmolzenes Metall gibt, welches er transmutieren soll…

Dies ist also der Stein der Weisen, bzw. eine Version davon, die der “Rote Stein” genannt wird. Wenn man ihn pulverisiert und mit Bienenwachs vermischt und anschließend in geschmolzenes Blei wirft, transmutiert er ein bestimmtes Vielfaches seines eigenen Gewichtes von dem Blei in Gold. Dasselbe Ergebnis kann mit Quecksilber erreicht werden. Je qualitativ hochwertiger der Stein ist, d. h. je konzentrierter die ätherische Energie in dem Stein ist, umso mehr Blei oder Quecksilber kann transmutiert werden. ….

Die oben erwähnten Hauptschritte des Herstellungsprozesses vernachlässigen all die weiteren, untergeordneten Techniken, die zusätzlich involviert sind. Wenn Sie Genaueres lernen wollen, so empfehle ich Ihnen die Bücher von Nocholas Collette, Fulcanelli und Robert Bartlett. Also nochmals, dies hier war eine sehr generelle Beschreibung des Herstellungsvorgangs;  es sollten diejenigen grundlegenden Dynamiken beschrieben werden, welche notwendig sind, um die später folgende Darstellung des Demiurgen verständlicher zu machen.

Weitere Anwendungen des Steines

In der ersten Verstärkungsstufe kann man eine winzige Menge des Substrates in Wasser oder Wein lösen (aurum potabile) und täglich etwas davon trinken. Nicholas Collette preist dieses “Lebenselixier” und beschreibt es als eine Substanz, welche den ätherischen Körper stark energetisiert . Mit einem energetisierten ätherischen Körper wird der physikalische Körper weniger durch die entropischen Vorgänge beeinträchtigt und es kann sogar eine Verjüngung erreicht werden. Die  “universale Medizin” (siehe Tractatus de Medicina universali, Sive Auro Potabili Vero. Oder Außführliche Beschreibung einer wahren Universal Medicin) hat einen großen Stellenwert in der Alchemie, weil sie  ein Allheilmittel darstellt, welches Krankheiten durch Aufladung mit Vitalenergie heilt, so dass die Organe wieder ihre natürliche Funktion ausüben können…

Weiterhin werden phsychische Energien als Funktion eines größeren ätherischen Kaftflusses stimuliert….Die Alchemisten konnten dabei höhere Seinszustände erreichen. Offensichtlich muss man dazu eine entsprechende geistige Reife erlangt haben, denn eine normale Person mit fragiler Psyche kann von dem Genuß der Substanz krank oder verrückt werden oder sogar sterben….

In der siebten oder achten Verstärkung beginnt der Stein zu glühen; ist die Verstärkung noch höher, so glüht er umso heller. Das Glühen hört nicht auf oder erschöpft sich in irgendeiner Weise. Solche Steine stellen die “ewigen Lichter” dar, wie sie in den okkulten Erzählungen beschrieben werden. Eine weitere Verstärkung über einen bestimmten Punkt hinaus führt dazu, dass sich der Stein durch Glas frisst oder dass er explodieren kann, was angeblich auf einer Materie-Antimaterie-Reaktion beruht. Dies kann sehr gefährlich werden. Noch höhere Verstärkungen sollen zur Abstrahlung elektromagnetischer Energie führen…

So kann der Stein in allen Aspekten seiner Anwendung für Wohlstand, Wohlbefinden, Gesundheit, psychische Kraft und Licht sorgen. Es ist kein Wunder, dass er so lange über die Zeitalter geheimgehalten wurde, wohl in erster Linie, um ihn von den Händen skrupelloser Menschen fernzuhalten. Denn der Mißbrauch des Steins kann katastrophale Konsequenzen für die Welt haben. Was nicht heißt, dass solche Katastrophen nicht schon passiert sind..

Fortsetzung folgt.


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