Ist die gesamte Geschichtschreibung vor 1500 gefälscht??

alexander Ist die gesamte Geschichtschreibung vor 1500 gefälscht?? Die Stimmem werden immer lauter, welche behaupten, dass unsere gesamte Geschichtsschreibung für die Zeit vor 1500 gefälscht ist. Schon der Historiker Herbert Illig hat in seinem 1996 erschienenen Buch ” Das erfundene Mittelalter” behauptet, dass die dreihundert Jahre zwischen dem 7. Jahrhundert und dem 10. Jahrhundert ersatzlos gestrichen werden müssen. Und Henry Ford bemerkte:  “Geschichte ist mehr oder wenig Unsinn”.

Nun es kommt noch härter. Die russischen Wissenschaftler Prof. Dr. A.T. Fomenko und Dr. G.V. Nosovski* behaupten gar, daß unsere Geschichte um etwa 1000 Jahre jünger ist! Eine wesentliche Erkenntnis von Nosovski und Fomenko ist, daß schon der Beginn unserer heutigen Zeitrechnung falsch sei. Demnach hätte Jesus Christus ca. von 1054-1085 gelebt, sei in Konstantinopel gekreuzigt und beerdigt worden, und das Gottesgrab sei ein bis heute als Sehenswürdigkeit in der Umgebung von Istanbul gepflegtes Grab von Jesus Navin.

* Beide Autoren arbeiten beim Laboratorium für Computermethoden in Natur- und Geisteswissenschaften der Universität Moskau (MGU). Sie haben zahlreiche Publikationen und Bücher zum Thema Chronologierevision verfaßt.

fomenko Ist die gesamte Geschichtschreibung vor 1500 gefälscht?? Prof. Dr. Anatolij Trofimowitsch Fomenko (geb. 1945), Mathematiker, Vollmitglied der Akademie der Wissenschaften der Russischen Föderation (RF) und der Akademie der Naturwissenschaften der RF, Lehrstuhlinhaber des Instituts für Differnzialgeometrie und Anwendungen der mathematisch-mechanischen Fakultät der MGU.

Dr. Gleb Wladimirowitsch Nosowski (geb. 1958) ist Experte für mehrere Gebiete der mathematischen Stochastik.

Geschichte geht im allgemeinen Hand in Hand mit der Geschichte von Fälschungen einher: Unzählige Chroniken und Kunstwerke galten jahrhundertelang als authentisch, bevor sie als Fälschungen entlarvt wurden. Ein vom berühmten Humanisten Sigonius entdecktes Fragment, das angeblich aus Ciceros De Consolatione” stammte, wurde erst 200 Jahre nach dem Tode von Sigonius als sein Werk identifiziert. Wir würden wahrscheinlich bis zum heutigen Tage an Ciceros Autorschaft glauben, wäre da nicht Sigonius‘ erst kürzlich entdecktes schriftliches Geständnis. An ähnlichen Beispielen mangelt es nicht. Der « thespische Poet Lucius Varus”, der sich als niederländischer Wissenschaftler Heerkens aus dem 18.Jh. entpuppte, der von einem venezianischen Autor des 16.Jh. – Corrario- abgeschrieben hatte… Die deutsche « Übersetzung » eines phönizischen Traktates über Geschichte, angefertigt von einem Studenten Namens Wagenfeld im 19.Jh… « Klassische » Texte, die ein gewisser Schennis um 1920 an die Leipziger Bibliothek verkauft hatte… Und so weiter.

Denken Sie doch bloss daran, wieviele noch nicht « überführt » sind. Der grösste Teil des Eisberges weilt ja bekanntlich unter Wasser. Auf der anderen Seite existieren möglicherweise ebensoviele authentische historische Dokumente, die wir jedoch aufgrund ihrer Unvereinbarkeit mit der offiziellen Geschichtsversion für gefälscht halten. Der herausragende Mathematiker Anatoly Fomenko war der erste, der naturwissenschaftliche Methoden auf historische Datierungen angewandt hat. Ergebnis : Eine revolutionäre Theorie, die eine radikale Umkrempelung der gesamten uns bekannten Geschichte erfordert. Diese Theorie erklärt historische Kuriositäten wie zum Beispiel warum christliche Tabernakel im heidnischen Pompeii zu finden sind, oder warum die Türken-Ottomanen in Dokumenten des Mittelalters als « Perser » bezeichnet werden. In seinem 7-bändigen Werk “History – Fiction or Science?” gibt Fomenko erstaunliche Antworten.

Rezension–> bezieht sich auf: History: Fiction or Science?: 1 (Taschenbuch)

Dieses Werk ist gleichsam eine Offenbarung, und zwar nicht nur für jene, die schon immer ein kritisches Auge für die Geschehnisse in der Welt hatten. Hervorzuheben wäre das ausgesprochen hohe literarische wie sprachliche Niveau, welches dieses Buch dem russischen Original haushoch überlegen macht. Das Buch hat durch eine höchst intelligente Übersetzung wie Redaktion sehr an Übersicht, Überzeugungskraft, sowie aus ästhetischer Sicht gewonnen. Dabei muss ich anmerken, dass gerade der dritte Band, der gerade in englischer Sprache erschienen ist, die bisher erschienenen zwei Bände an Eleganz der Sprache und des Bildes sogar noch übertrifft.

Etwas langatmig gestaltet sich die Reihe der Vorworte, mit einer Ausnahme: Alexander Zinovievs (Sinowjews) Vorwort ist per se ein lesenswertes Stück Text. Man muss sich auch mit Geduld und Ausdauer waffnen, denn die 586 Seiten des ersten Bandes erfordern Aufmerksamkeit und ein Wachsein, um kein einziges der kostbaren Details am Verständnis vorbeigleiten zu lassen. Am besten, man liest das Buch zweimal.

Ich will hier ferner Herrn Christoph Pfisters Analyse zitieren, der, selber ein herausragender Historiker und Schriftsteller, sich gerade der Thematik der Neuen Chronologie ausführlichst gewidmet hat. Keiner könnte besser urteilen als er:

“Das Buch beginnt mit einer allgemeinen Betrachtung des Problems der historischen Chronologie. Wie zu erwarten tauchen bald die Namen Scaliger und Petavius auf und werden von nun an auf fast jeder Seite erwähnt. Die Geschichte der Chronologie und die Chronologiekritik – von De Arcilla über Newton, Hardouin, Morosov und Kammeier – wird erzählt. Auf die Fragwürdigkeit der Datierungen von alten Bauwerken wird an vielen Beispielen eingegangen. Ausführlich findet auch die Quellenfrage an Beispielen wie Tacitus und Poggio Bracciolini Erwähnung. – Mit der Radiokarbon-Methode als Datierungswerkzeug wird abgerechnet.
Das zweite Kapitel widmet sich den astronomischen Datierungen, das dritte den Datierungen der Apokalypse, das vierte den astronomischen Aussagen im Alten Testament.

Im fünften Kapitel kommen mit vielen Tabellen die bereits von früher bekannten mathematisch-statistischen Methoden zum Nachweis der Parallelitäten der älteren Geschichtsbücher zum Zuge. Nahtlos finden diese Argumentationen im sechsten Buch durch die Skizzierung einer globalen chronologischen Übersicht eine Fortsetzung.

Das siebte Buch schließlich beschäftigt sich mit den sogenannten Dark Ages” in der mittelalterlichen Geschichte und bringt dazu wiederum zahlreiche kunstgeschichtliche Überlegungen.

Die Zeitstellungen werden als Konstrukt von Gelehrten des 16. und 17. Jahrhunderts erkannt. Himmelskundliche Argumente spielen eine große Rolle. Wiederum wird besonders auf den Almagest des Claudius Ptolemäus” und die Zodiak-Abbildungen an der Decke des Tempels von Dendera in Ägypten eingegangen. Sternerscheinungen wie der Stern von Bethlehem, die Himmelserscheinung von 1054″, die ekliptischen Erscheinungen bei der Kreuzigung Christi und diejenigen im Werk von Thukydides werden ausgiebig besprochen.

Vor allem wird weiter die Grundthese der Zerlegung des chronologischen Systems in vier kurze Chroniken (the decomposition of the global chronological map into the sum of four short chronicles) (358) ausgeführt. – Eine neue Chronologie, die in den folgenden Bänden geboten werden soll, müsse folglich alle duplizierten Geschichten nach vorwärts schieben und als Ereignisse des 11. bis 17. Jahrhunderts erkennen.
Das globale chronologische Diagramm, die Parallelitäten zwischen Herrschen und Reichen werden wieder aufgenommen und sind erfreulicherweise durch viele neue Beispiele und Graphiken erweitert (256 ff.).

[...]

Der Reichtum an Einzelbeobachtungen in Fomenkos Buch ist ebenso wertvoll wie seine allgemeinen Betrachtungen zur historischen Chronologie und zur alten Astronomie.
Fomenko erkennt etliche neue Duplizitäten zwischen antiken und Renaissance-Geistern: Sowohl Platon hat einen Idealstaat verfaßt wie sein neuzeitlicher Vetter Gemisthos Plethon. – In Plutarch verbirgt sich Petrarca: Beide verfaßten Lebensbeschreibungen berühmter Männer.
Bei allen diesen Parallelitäten wird klar, daß nur die Scaliger-Chronologie die zusammengehörigen Erscheinungen in unnatürlicher Weise auseinander gerissen hat. Tatsächlich gehören antikes und neuzeitliches Christentum zusammen.

Das Problem Pompeji wird von Fomenko wiederum erörtert. Und er wiederholt seine Erkenntnis:
‘Pompeii is a medieval town of the Renaissance epoch.’ (64).

Die absurd langen Bauzeiten der mittelalterlichen” Kathedralen werden von Fomenko am Beispiel von Köln hinterfragt. Es ergebe sich, daß diese Bauwerke viel jünger sind und nur durch eine falsche Chronologie eine so lange Geschichte bekommen haben.

Die ausführlichen und reich illustrierten Überlegungen zur Astronomie des Neuen Testamentes und zum Zodiak, die in der Offenbarung beschrieben werden, sollen hier übergangen werden.

Das alte Griechenland und besonders die Ruinen der Akropolis werden von Fomenko ausführlich besprochen. Hier wird die Erkenntnis bekräftigt, daß der moderne Purismus seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts auf dem Burgberg von Athen alle ottomanischen und christlichen Spuren getilgt hat und so das irreale Bild einer klassischen” perikleischen Anlage vor 2400″ Jahren suggeriert. In Tat und Wahrheit beginnt die Geschichte Griechenlands wohl eher am Ausgang des Mittelalters. – Und der Parthenon war vermutlich eher eine christliche Kathedrale in antiker Verkleidung.
Viel Platz widmet Fomenko den Parallelen zwischen dem Christentum und antiken Religionen. Heidnische Götter-Darstellungen aus dem keltischen, mesopotamischen und ägyptischen Kulturkreis zeigen oft verblüffende Ähnlichkeiten mit christlichen Darstellungen. Statuen von sitzenden Pharaonen sind auf der Rückseite mit Kreuzen verziert. Ebenso trägt ein assyrischer Herrscher das christliche Kreuz als Amulett.

Besonders augenfällig ist die Verwandtschaft zwischen dem Mithras-Kult und der Christus-Verehrung. Mithras trägt auf vielen Darstellungen den gleichen Strahlenkranz um das Haupt wie Jesus. Daraus folgt für Fomenko, dass die beiden Religionsformen identisch, also mittelalterlich sind und nur durch das Trugbild der Scaliger-Chronologie zeitlich auseinandergerissen wurden.”

YouTube – Mother of all history conspiracies?.

http://www.chronologia.org/

http://www.amazon.com/History-Fiction-Science-Chronology-No/dp/2913621058

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