Todesstrafe für Klimaleugner

Kommentar: Der Artikel ist im Kern nicht schlecht, aber was mir auf den Geist geht, ist die politisch korrekte Anbetung […]

Die Karl-Franzens-"University" in Graz

Kommentar: Der Artikel ist im Kern nicht schlecht, aber was mir auf den Geist geht, ist die politisch korrekte Anbetung des Holocaust-Götzen: “Wiedereinmal kommt der Vorschlag aus Österreich, wiedereinmal hat er eine Endlösung zum Ziel….”. Was soll das?  Warum muss man solche und ähnliche Ergüsse immer wieder bis zum Erbrechen lesen? Hier ein kleiner Ausflug in die Historie.

[Kommentar Ende]

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Wiedereinmal kommt der Vorschlag aus Österreich, wiedereinmal hat er eine Endlösung zum Ziel, die zum besten aller Menschen ist. Professor Richard Parncutt lehrt an der Karl-Franzens-Universität Graz Systematische Musikwissenschaft, hat sich aber zu Weihnachten etwas ganz besonders Tolles ausgedacht, um über die reinen Akkorde hinaus etwas Gutes zu tun. Der Professor, gebürtiger Australier, hat sich Gedanken um den Klimawandler gemacht – und dabei bemerkt, dass es die Klimawandelleugner sind, die im Grunde genommen heute schon hunderte Millionen Menschenleben auf dem Gewissen haben.

Sie morden durch Widerspruch, sie halten die Wissenschaft davon ab, endlich weltweit mit einer Stimme zu sprechen. Sie sind skeptisch Zahlen gegenüber und sie geben den Politikern einen Grund, die Welt nicht sofort zu retten, wie sie es mit Europa seit Jahren so erfolgreich tut.

Richard Parncutt hat nun öffentlich darüber nachgedacht, was man als guter Klimabürger dagegen tun kann. Und dann hat er die Todesstrafe für Klimaleugner gefordert. Das ist dem Professor nicht leicht gefallen. Natürlich sei er immer gegen die Todesstrafe gewesen, schreibt Parncutt, der seit 14 Jahren Mitglied bei Amnesty International ist. Die Todesstrafe sei “barbarisch, rassistisch, teuer und sie werde “oft fälschlicherweise angewendet” begründet er, warum er selbst den norwegischen Massenmörder Anders Brevik lieber im Gefängnis als auf dem elektrischen Stuhl sieht. “Sein Tod erweckt die Toten nicht wieder zum Leben.”

Anders sieht es bei der Klimarettung aus. “Global-Warming-Leugner fallen in eine ganz andere Kategorie”, argumentiert der Musikwissenschaftler auf dem Weg zur Endlösung der Klimaprobleme des Planeten. Denn hier stehen Hunderte von Millionen von zukünftigen Menschenleben auf dem Spiel – auch wenn die meisten von ihnen noch nicht geboren sind, ändert das nach Parncutts Meinung alles. “Ich glaube, dass die Todesstrafe für einflussreiche GW-Leugner angemessen ist.”

Konkret schlage er vor, die Todesstrafe auf die Menschen zu begrenzen, “deren Handlungen mit hoher Wahrscheinlichkeit Ursache von Millionen künftiger Todesfälle” werde, knirscht der Professor Richtung Konjunktiv. Werden werde? Werden könnte? Werden würde?

Die “Trennline” (Parncutt) zwischen Tod und Lebenlassen könne bei etwa einer Millionen Toten gezogen werde. Wer so viel geleugnet habe, dass daran irgendwann in der Zukunft eine Millionen Menschen sterbe, werde hingerichtet. Wer darunter bleibe, dürfe weiterleben. Das Leugnen höre dann auch irgendwie von selbst auf. “Bitte beachten Sie”, schreibt der mordlüsterne Lebensschützer, “dass es um die Verhütung künftiger Todesfälle geht – nicht um Strafe oder Rache”.

Aber gerecht geht es zu. Neben den Klimaleugner trifft das Parncutt-Gesetzt auch den Papst, der nach Parncutts Ansicht wegen der katholischen Haltung zur Empfängnisverhütung als Massenmörder hingerichtet werden muss. Nicht betroffen wären dagegen Holocausleugner, für die die “Todesstrafe einfach zu viel” wäre, weil “Holocaust-Leugner den Tod von anderen Menschen nicht direkt verursachen”.

Zur Einführung eines Gesetzes gegen die Klimaleugnung schlägt Parncutt die Aufnahme der “Rechte künftiger Generationen” in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und alle nationalen Verfassungen vor. Enthalten wäre auch ein Passus, nachdem die Meinungsfreiheit sich nur auf Tatsachen beschränke, die nicht von 90 Prozent aller Wissenschaftler bestritten werden. “Die vorgeschlagenen Gesetzesänderungen würden angekündigt”, schreibt Parncutt, “während dieser Zeit würde Klimaskeptiker die Chance bekommen, ihre Gewohnheiten zu ändern und mit dem Leugnen Schluss zu machen”.

Wer sich nicht daran halte, werde zur Verantwortung gezogen. “Die Polizei wird beginnen, die einflussreichsten GW-Leugner, die nicht an die geänderte Rechtslage reagiert haben, zu identifizieren. Diese Personen würden dann angeklagt und verurteilt.”

Seinen ursprünglichen Beitrag hat Richard Parncutt inzwischen überarbeitet, gekürzt und entschärft.

http://www.politplatschquatsch.com/2012/12/todesstrafe-fur-klimaleugner.html

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