Mali im Fadenkreuz der Globalisten

Nun tauchen sie auch in Mali auf: Die “Rebellen”. “Islamistische Rebellen” im Norden Malis haben mehrere zum Weltkulturerbe zählende Heiligengräber […]

Nun tauchen sie auch in Mali auf: Die “Rebellen”. “Islamistische Rebellen” im Norden Malis haben mehrere zum Weltkulturerbe zählende Heiligengräber zerstört. Die Chefanklägerin des Rothschildischen Internationalen Strafgerichtshofs spricht von „Kriegsverbrechen“.

Ob man da nicht die neue UNO-Doktrin von der “responsibility to protect” anwenden kann? Wer hat die Doktrin erfunden? Nein, nicht die Schweizer, sondern CIA-Kofferträger Kofi Annan.

Der damalige UNO-Generalsekretär stellte in seiner Rede vor der Generalversammlung am 20. September 1999 die sogennante “Annan-Doktrin“ vor. Unter Berufung auf seine eigene Ohnmacht in Ruanda und Bosnien, wo 800.000 Menschen dahingeschlachtet wurden, sagt er, dass in diesen Fällen die Mitgliedstaaten ihrer Pflicht, die Bürger zu schützen, nicht nachgekommen seien. Er kam zu dem Schluss, dass die Souveränität der Staaten, das Kardinal-Prinzip der Charta der Vereinten Nationen, ein Hindernis für die “Menschenrechte” sei. Diese “Vision”, die wohl von den Rockefellers stammt, wird unter der Bezeichnung “Verantwortung zum Schutz” (R2P) flugs von der Afrikanischen Union übernommen und von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 auf dem Weltgipfel angenommen. Die Annan-Doktrin ist nichts anderes als das Interventionsrecht, welches die Briten im Krieg gegen das Osmanische Reich erfunden hatten. Das überarbeitete Konzept wird explizit zum ersten Mal im Jahr 2011 benützt, um die koloniale Operation in Libyen zu legalisieren und wird aktuell in Syrien angewendet.

Soll eine neue Empörung der “Internationalen Gemeinschaft” inszeniert werden, wie bei dem “Kony”-Hype in Uganda?

Ob in Libyen, in Syrien, im Sudan, in Nigeria, in Uganda, in der Sahelzone oder in ganz Zentralafrika, die gedungenen Mörderbandes des Großkapitals sickern in die Staaten ein und drehen alles durch den Fleichwolf, was nicht niet- und nagelfest ist.

Die führenden Organisationen in dieser Tragödie sind das Pentagon, welches mit seinem Ableger AFRICOM gerade Brückenköpfe für die totale Zerstörung der staatlichen Strukturen in Afrika aufbaut und der IWF, der seine Opfer in die Schuldenfalle lockt und den Weg für den ungebremsten Raubzug der Globalisten freimacht. Die CIA liefert die notwendigen Terroristen oder “islamistischen Rebellen”, welche aus aller Welt zusammengekarrt werden.

Eines ihrer Kunststücke lieferte IWF-Chefin Lagarde (gegen die in Frankreich ein Verfahren läuft) auf ihrer jüngsten Reise durch Westafrika. Dort befahl Lagarde - selbst gelernte Rechtsanwältin – den Regierungen von Nigeria, Guinea, Kamerun, Ghana und Tschad, die lebenswichtigen Subsidien für Treibstoff aufzuheben. Zum großen Kummer dieser Länder sind die Preise für Treibstoff und Transport über Nacht ohne Vorwarnung um das Dreifache gestiegen, was allenthalben in den Straßen von Nigerias Hauptstadt Abuja und dem ökonomischen Zentrum Lagos zu Gewalt führte. Genau wie die von dem IWF verursachten Krawalle in Indonesien 1997 während der asiatischen Finanzkrise wird die Unzufriedenheit in Nigeria gegen die inkompetente und selbstsüchtige einheimische Elite gelenkt, was im Interesse der betrügerischen ausländischen Institutionen liegt.

Aber zurück zu Mali.

Mali ist mit einer Fläche von 1,24 Mio. km² fast viermal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Das Land reicht von der Oberguineaschwelle im Süden über das Nigerbecken und die Sahelzone im Zentrum des Landes bis in die Sahara, die ca. 60 % der Landesfläche einnimmt.

Mali leidet an einer anhaltenden Landflucht. Sie ist ein Beweis dafür, dass in der Realität die neoliberalen Kreditauflagen und Entschuldungsprogramme des Internationalen Währungsfonds (IWF), gekoppelt mit einer seit Jahrzehnten praktizierten aggressiven Freihandelspolitik, längst die Herrschaft übernommen haben und von einer eigenständigen staatlichen Wirtschafts- und Sozialpolitik nicht mehr die Rede sein kann. Hinzu kommen zahlreiche bilaterale Wirtschaftsabkommen mit den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die die betroffenen afrikanischen Länder zwingen, die Rahmenbedingungen für Investitionen zu liberalisieren, und europäischen Unternehmen den Zugang zu den lokalen Märkten zu eröffnen.

Im Gefolge der Finanzkrise haben sich die Getreideimporte nach Angaben der Food and Agriculture Organization (FAO) in den letzten Jahren um bis zu 50 Prozent verteuert.
Die Gründe für diese Nahrungsmittelkrise liegen in einer von den USA und der EU jahrzehntelang durchgesetzten Politik, in der internationale Institutionen wie Weltbank und IWF die afrikanischen Länder zwangen, die staatlichen Subventionen für die Landwirtschaft zu streichen und die lokale Agrikultur in die globale Wirtschaft zu integrieren. Als Resultat wird Getreide exportiert, die regionalen Märkte zerfallen, die Landflucht verstärkt. Die eklatante Umweltverseuchung durch den Uran- und Goldbergbau ausländischer Konzerne verschärft die Problematik.

Seit Mitte Januar eskalieren gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen rebellierenden Tuareg und den Streitkräften Malis. Unmittelbarer Auslöser des Konflikts ist die Rückkehr tausender Tuareg aus Libyen; dort standen sie seit Jahren in den Diensten der Armee, kämpften zuletzt auf Seiten Muammar al Gaddafis und mussten nach dem Ende des Bürgerkrieges in ihre Heimatregionen in der Sahelzone zurückkehren, in denen prekärste Lebensbedingungen herrschen. Insbesondere im Norden Malis kam es daraufhin zu massiven sozialen Unruhen; der seit 2009 notdürftig befriedete Konflikt zwischen der Regierung und den um größere Eigenständigkeit kämpfenden Tuareg flammte wieder auf. Im Norden Malis hat er mittlerweile das Ausmaß eines Bürgerkrieges angenommen. Aufgrund der Eskalation des Konflikts befinden sich Angaben der UNO zufolge inzwischen mehr als 170.000 Menschen auf der Flucht. Betroffen sind neben Mali vor allem Niger und Mauretanien.

Westliche Presse schreit Zeter und Mordio

Nachdem so der Boden für die Pläne der Globalisten vorbereitet wurde, treten nun die “radikalen Islamisten” auf den Plan und zerstören ausgerechnet ein UNESCO-Kulturerbe. Sogleich wird allenthalben der Ruf nach einer Intervention der “Internationalen Gemeinschaft” laut. Und zufällig ist die Gruppe, welche die Zerstörungen in Timbuktu anrichtete mit dem CIA-Terrornetzwerk Al-Kaida verbandelt. Was für ein Zufall.

“Islamistische Extremisten setzten nach Augenzeugenberichten auch am Montag ihr Zerstörungswerk am Weltkulturerbe in den malischen Städten Timbuktu und Gao fort. Die bewaffneten Angreifer seien dabei, weitere Mausoleen und Denkmäler zu zerschlagen, berichtete Hamsatou Mohamed aus Timbuktu der Nachrichtenagentur dpa telefonisch. Internationale Organisationen und Regierungen äußerten sich bestürzt über die Zerstörungen. Bereits am Wochenende seien 7 der 16 Mausoleen Timbuktus zerstört worden, berichtete die Angestellte. Die Wächter seien aus Furcht vor den Islamisten geflohen. „Sie wollen einfach alles, was uns wichtig ist, zerstören und sind nicht zu stoppen.“ Die Regierung von Mali beklagte, die Zerstörungen seien „so schrecklich wie Kriegsverbrechen“. Die Regierung will die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft um Hilfe bitten, um die Gewalttaten zu beenden……..” (http://www.focus.de/politik/ausland/konflikte-weitere-zerstoerungen-in-timbuktu_aid_776036.html)

“Die Welterbestätten der Stadt sind zumeist aus fragilem Lehm, und es sind eine ganze Reihe solcher Trupps, die in ihrer Zerstörungswut durch die Stadt ziehen – Angehörige der Rebellengruppe Ansar Dine (Verteidiger des Islam), der Verbindungen zum Terrornetzwerk AL-Kaida nachgesagt werden. Ansar Dine hält seit mehreren Monaten die Macht über die Stadt mit gut 50.000 Einwohnern, …….” (http://www.welt.de/kultur/history/article107621987/Welterbe-von-Timbuktu-im-Fokus-der-Islamisten.html).

Ach ja, Mali hat große Vorkommen an Gold und Uran.

Wird Mali zum neuen Afghanistan?

Der UN-Sicherheitsrat plant die Lage in Mali zu erörtern. Die Regierung des Landes hat um Militärhilfe gebeten, um die Terroristen im Norden des Landes zu bekämpfen.Die Islamisten haben die größten Städte besetzt, führen da das islamische Scharia-Recht ein und veranstalten öffentliche Hinrichtungen. Die Experten haben schon längst über die Gefahr der Destabilisierung der Lage in der Region gesprochen, die eine Folge der Operation der Nato in Libyen ist. Nun könnet Mali zu neuen „ Afghanistan“ werden.

Siedlungsgebiete der Tuareg

Nach dem Putsch in Mali haben die Tuaregs die Situation genutzt und die Unabhängigkeit der Region AYAWAD erklärt. Der Kampf um die Selbstbestimmung ist einen religiösen Konflikt übergegangen. Die Tuaregs haben den radikalen Islamisten den Krieg erklärt und diesen Kampf verloren.

Es steht schon fest, dass es keine Alternative für die militärische Einmischung gibt, sagt der amtierende Botschafter Russlands in Mali Alexej Dumjan.

Es gibt zahlreiche Wiedersprüche. Eine sagen das eine, andere das andere. Der Präsident sagt, dass seine Priorität die Verhandlungen sind. Und in einigen Tagen sagt der Premier, mit den Verhandlungen klappe es nicht, deswegen bleibe nur die militärische Lösung des Problems. Am Freitag gab es eine Demonstration der Anhänger, der Junta die gegen das Eintreffen der ECOWAS-Truppe protestiert haben. Der Großteil der Öffentlichkeit trete für die baldige Lösung des Problems auf.

Tuareg-Staat Azawad

Unerwartet war die Erklärung der Tuareg-Bewegung für die Befreiung von AZAWAD. Die Bewegung ist bereit, gegen die Terroristen zu kämpfen, sagte in einem Exklusivinterview für die „Stimme RusslandsMoussa Ag Achratoumane, Vertreter der Bewegung in Europa.

Wir sind der Meinung, sich unsere Bewegung dem militärischen Kontingent anschließen und den Kampf gegen die Gotteskrieger im Norden des Landes beginnen kann. Wir sind aber der Auffassung, dass allein die militärischen Handlungen nicht alle Probleme lösen und die Nachbarstaaten betreffen werden. Wir sind bereit, gegen die Terrorgruppierungen im Norden von Mali zu kämpfen. Doch wenn die die Weltgemeinschaft in uns die Extremisten sieht werden davon in erster Linie die Tuaregs betroffen.”  Es scheint, dass der zermürbende Militärkonflikt in Afrika unvermeidbar ist.

Quellen:

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