Die Bundeswehr hat am Dienstag mit der Verlegung von Patriot-Flugabwehrraketen in das türkisch-syrische Grenzgebiet begonnen.
Zusammen mit 30 niederländischen Soldaten flogen 20 Bundeswehrsoldaten vom holländischen Militärstützpunkt Eindhoven in die Türkei ab und landeten am Nachmittag auf der Militärbasis Incirlik. Sie sollen die Stationierung der Waffensysteme vorbereiten. Parallel begann in Travemünde die Verladung von Raketen, Abschußrampen und Radaranlagen.
Sie werden am 21. Januar im türkischen Mittelmeerhafen Iskenderun erwartet. Von dort sollen sie an ihren Bestimmungsort bei Kahramanmaras transportiert werden. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. 27 US-Soldaten waren bereits am 3. Januar in Gaziantep eingetroffen. Die niederländischen Raketen sollen bei Adana stationiert werden. Insgesamt werden etwa 1000 NATO-Soldaten im Rahmen des Einsatzes in die Region verlegt. Kommandiert wird der Einsatz von der integrierten Luftverteidigung der NATO im Militärstützpunkt Ramstein. Das Mandat ist zunächst bis Februar 2014 befristet.
Der Politikprofessor und Vorsitzende der Syrischen Gesellschaft für die Vereinten Nationen in Damaskus, George Jabbour, bezeichnete die Lage im Gespräch mit jW als »sehr gefährlich«. Anstelle alle Kräfte für eine »vernünftige politische Lösung und einen Waffenstillstand« zu bündeln, sehe es danach aus, als sei »die Berliner Mauer nach Syrien verschoben« worden, sagte Jabbour. »Wir sehen Patriot-Raketen der NATO im türkisch-syrischen Grenzgebiet und russische Kriegsschiffe in Tartus.« In dem syrischen Mittelmeerhafen ist eine relativ große Gruppierung der russischen Marine stationiert. Am 2. Januar hatte das Verteidigungsministerium in Moskau umfangreiche Manöver im Mittelmeer und im Schwarzen Meer unter Teilnahme von Verbänden der gesamten russischen Flotte für Ende des Monats angekündigt.
Der Bundeswehreinsatz in der Türkei sei Ausdruck einer »tumben Politik der Militarisierung«, kritisierte am Dienstag Sevim Dagdelen, Mitglied im Auswärtigen Ausschuß des Bundestages und Sprecherin der Fraktion Die Linke für Internationale Politik. Sie warf der Bundesregierung vor, »keine Initiative für eine friedliche Beilegung des Konflikts« in Syrien unternommen zu haben. Statt dessen habe sie »mit ihren Verbündeten Schritt um Schritt die Lage weiter eskaliert«. Vernünftige Außenpolitik sehe anders aus.
Quelle: jW
http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/215656-raketen-ins-pulverfa%C3%9F




So wie die, übrigens türkischstämmige, Sevim Dagdelen sehen das sehr viele Türken.
Sogar AKP Anhänger sind gegen die Stationierung der Patriots, weil jedem klar ist, wozu das dienen soll.
Von wegen “Verteidigung”. Die bereiten definitiv einen Schlag gegen Syrien vor, und dazu brauchen sie diese Teile.
Das sind Abwehrraketen für Angriffe aus der Luft auf z.B. Panzer, zum Beispiel für den Fall, daß die Türkei Syrien angreift bzw. eine Invasion beginnt, um angeblich eine “Flugverbotszone” zu errichten.
Hier die Meinung der einzigen echten “Patrioten” in der Türkei, bzw. der Auslandstürken mit Anstand, was die Stationierung der “Patriots” angeht:
http://www.youtube.com/watch?v=M_PPrQ5FY-Q
http://www.youtube.com/watch?v=FTcdjQy8HCQ
In den Videos bringen die Menschen ihren Unmut über die Stationierung dieser Patriots zum Ausdruck, im zweiten Video insbesondere die Frauen aus der betroffenen Gegend (Hatay)
Um es auf den Punkt zu bringen: DAS IST DAS LETZTE! Es ist dass Letzte, daß die Türkei in einen Krieg mit Syrien getrieben wird und das Allerletzte, daß sich Erdogan (das “Herr” erspare ich mir und uns) dafür hergibt, so wie es sich hier scheinbar anzubahnen beginnt!
Jeder, der diesen Krieg befürwortet, der macht sich schuldig am Tod von vielen vielen vielen Menschen!
Definitiv. Und die dort lebenden Türken, die diese Scheiss-Raketen und den Krieg nicht wollen, werden selbst zur Zielscheibe von Iskander-Raketen, “Kollateralschaden”, wie man im Fachjargon so zynisch sagt…
Und von wegen Verteidigung…als wenn die Syrer so dämlich wären, die Türkei anzugreifen…
Hallo Schronzi
Glaube ich auch nicht, daß die Syrer die Türkei angreifen wollen.
Grund genug hätten sie zwar, weil per “Air Kaida” die Terroristen zigweise nach Hatay geflogen werden, um dann dort über die Grenze ins Land zu kommen.
Ich bewundere die Geduld und politische Weitsicht Asads, daß der das nicht schon lange als Casus Belli gewertet hat!
Noch was:
Es ist den Leuten im Grenzgebiet klar, vom wem diese “Kollateral”geschneke kommen.
Das stammt von den tollen “Rebellen”, die partout die Türkei dazu bringen wollen, in Syrien einzumarschieren und die deshalb provozieren, was geht. Und selbst wenn sich eine Rakete Asads dahin verirren sollte, dann ist es keine Absicht Asads, der Türkei oder den Menschen im Grenzgebiet zu schaden. Viele Syrer und Türken in dem Gebiet haben jeweils auf der anderen Seite des Zaunes ihre Verwandten sitzen und die Leute da sind durch die Bank keine islamistischen Fanatiker, wie das aus Katar, Pakistan, Libyen etc. importierte ak Kaidazeugs, das gerade den terror in syrien verbreitet.
Die islamistischen Hardliner, mit denen wäöre Asad schon längst fertig, wenn nicht imemr der ausländische Nachschub nachrücken würde. Laut Aussage eines Mannes, mit dem wir gesprochen haben (Syrer), sind ca. 95% der “Oppositionellen” Rebellen keine Syrer sondern ferngesteuerte Proxies und zum Großteil sogenannte “Takfiristen” (das sind Islamisten, die sich zur Aufgabe gemacht haben, alles, was nicht so extremistisch denkt wie sie selber, zu bekämpfen).
Ich denke, über kurz oder lang wird die ganze Sache dort unten eine Eigendynamik entwickeln, die so noch nicht einmal von den Oligarchen gewünscht sein wird.
Und dann gehts erst recht zur Sache dort.
Man wird sich noch an die Geschichte mit dem Zauberlehrling erinnern. Nur der alte Hexenmeister, wer ist in der Lage, den dann zu mimen?
Das läuft sogar “denen” dann aus dem Ruder, befürchte ich. Und das hat mit Schwarzsehen wenig zu tun, sondern das ist schlichtwegs Überlegung. Denn einerseits werden die ihr eigenes Süppchen kochen wollen, aber die Säkularisten in der Region werden das nicht mitmachen.
Klaro.