Russland kehrt ins Mittelmeer zurück – ein unbeabsichtigte Konsequenz

nach einem Artikel von Jim W. Dean, erschienen am 19.05.2013 auf PressTV (Deutsche Fassung von politaia.org) Letzte Woche gab es […]

Russian sailors march near their Navy vessel in the bay of the Ukrainian city of Sevastopol, which is the main base of the Russian Black Sea Fleet.

nach einem Artikel von Jim W. Dean, erschienen am 19.05.2013 auf PressTV (Deutsche Fassung von politaia.org)

Letzte Woche gab es eine Menge Ablenkungsmanöver in den Medien, vor allem durch die Attacken auf Obama, die eine bedeutende Entwicklung im Nahen Osten vertuschen sollten… die erstmalige Rückkehr der Russischen Flotte in das Mittelmeer seit 1992.

Zuerst einmal ist wichtig, dass die Rückkehr “permanent” ist. Die gleichgeschalteten Medien ignorieren die strategischen Konsequenzen dieser Entscheidung und der Westen mag seine aggressiven militärischen Aktionen in Richtung Regimewechsel bald bedauern, trotz des extensiven Einsatzes von gedungenen Söldnern.

Die jüngsten israelischen Angriffe auf Syrien, vor allem der Einsatz eines buklearen Bunkerbrechers, waren für die Russen ein Geschenk des Himmels; so konnten sie einen defensiven Schritt unternehmen, ihren langjährigen Alliierten Syrien zu schützen. Die Russen sind nun zurück im Mittelmeer und dies könnte eine passende Lektion für die törichte Salamitaktik des Westens sein, die militärische Aggressivität Schritt für Schritt auszuweiten.

Der russische Marinekommandeur Admiral Viktor Chirkov hat angekündigt, dass eine permanente Präsenz der Marine aufgebaut werde, die zukünftig auch nukleare Unterseeboote  einschließe. In einem Gespräch mit RIA Nowosti sagte er:

“Insgesamt planen wir schon für dieses Jahr die Präsenz von 5 oder 6 Kriegsschiffen und Versorgungschiffen [im Mittelmeer], die auf einer rotierenden Basis von den Teilflotten – der baltischen Flotte, der Nordmeer-Flotte, der Schwarzmeer-Flotte und in manchen Fällen auch der Pazifik-Flotte – abgezogen werden. Abhängig davon, mit welchen Aufgaben sie betraut wird und abhängig von der Komplexität der Lage kann die Einsatzgruppe erweitert werden.”

Verteidigunsminister Sergei Shoigu ließ die Katze aus dem Sack, als er erklärte, dass eine permante Eingreiftruppe der Marine vonnöten wäre, um russische Interessen in der Region zu verteidigen. Die Welt konnte nun über zwei Jahre lang zusehen, wie zurückhaltend die Russen mit der zunehmenden Eskalation bei den dortigen Kämpfen reagierten, die von einer wachsenden Anzahl von Drittstaaten angeheizt wurden, welche im Endeffekt Syrien den Krieg erklärt hatten und meinten, dieser Schritt sei mit keinem großen Risiken verbunden.

Hier nun die Nachricht, die ihnen die gleichgeschalteten Medien nicht vermitteln: Die Doktrin des Präventivschlages der Israelis und Neocons wird herausgefordert. Netanjahu kann schwätzen, was er will, über “rote Linien, die einen präventiven “Verteidigungs”-Schlag rechtfertigen”. Aber er höchstpersönlich gibt damit seinen Gegnern die Rechtfertigung, diese Politik ebenfalls anzuwenden.

Quellen aus der US.Marine möggen über die “alten russischen Schiffe” die Nase rümpfen, aber das gibt es nichts altes, was die Ausrüstung anbelangt….modernste Raketen, welche in der russischen Verteidigungspolitik oberste Priorität haben, da sie die nächste Generation der Kriegsführung revolutionieren. Sie werden den Himmel von Flugzeugen und das Meer von Schiffen säubern. Die Luftstreitkräfte arbeiten nun am Einsatz von Roboterdrohnen, welche im Grunde Raketen sind, da sie deren Geschwindigkeiten und Aerodynamik aufweisen.

Teil der Medien-Desinformationskampagne war die lancierte Geschichte, dass S300-Raketen in der Region “eingeführt” werden sollten und diese Tatsache die Region destabilisiere. Jedermann kann in einer Kopie von Jane’s vom Jahrgang 1996 nachlesen, dass sie bereits zu dieser Zeit in Syrien stationiert waren. Natürlich kann darüber streiten, ob sie nun unter russischer Kontrolle stehen oder nicht. Tatsache ist jedoch, das sie schon da waren. Man könnte die Medien einmal fragen, was ihrer Meinung nach die türkischen F-16 zu Boden gebracht hat (hier und hier).

Und so sind die S300 die ganze Zeit dort gewesen und (noch) nicht auf Israel gefeuert worden. Aber das wird sich ändern. Israels Tage, an denen es ungezwungen über libanesischen Luftraum herumfliegen und Raketen abschießen konnte, ohne syrischen Luftraum zu verletzen, könnten bald vorbei sein. Zumindest, wenn die Russen sich dazu entscheiden.

Ihre Flotte – und zwar auch die älteren Schiffe – sind mit den modernsten Waffen ausgestattet, wie etwa die S400. Die russischen Patrouillenschiffe sind in der Lage, jedes israelische Flugzeug abzuschiessen, sogar in der Startphase.

Jeder Gegenschlag durch Israel würde eine Reaktion der Russen herausfordern, die Israels Basen und Kommandostrukturen einschließen könnte. Die modernisierten Iskander-Raketen sollen Mach 6 – 7 erreichen; unsere Quellen sprechen sogar von Mach 8. Um Luftabwehrraketen auszuweichen, können sie Kurven von 30facher Erdbeschleunigung schlagen. Die israelischen Kriegstreiber  mussten niemals gegen ein modernes Militär antreten, aber nun haben sie eine Chance dazu.

Das vorteilhafte an dem ganzen o. a. Szenario ist, dass es sich in einem rein defensiven Modus in Abwehr eines israelischen Angriffsabspielen kann. Nach einem ersten Vorfall könnten die Russen den Israelis erzählen, dass jedes israelische Kampfflugzeug, welches israelischen Luftraum verläßt, als Angriff angesehen werde und dass sowohl das Flugzeug als auch die zugehörige Luftwaffenbasis Ziel eines Gegenschlages sein werden.

Nicht zu vergessen ist dabei, dass die Zielfindung entweder über Satellit vor sich gehen kann oder direkt in die Raketen einprogarmmiert wird, so dass elektromagnatische Störversuche nicht wirken. Das sind keine Mörsergranaten aus einem Hinterhof des Gaza-Streifens, von denen Israel behauptet, sie wären eine solch tödliche Bedrohung, dass es wiederholt zur Abschreckung Strafaktionen gegen die Zivilbevölkerung durchführte. Die blinden Israelis haben nicht begriffen, dass sie die moralische Erlaubnis für etwas erteilten, was eines Tages auf sie selbst angewendet werden kann.

Veterans Today berichtete, dass das  US-Army Corps of Engineers das atombombensichere Kommandozentrum Israels errichtet. Weiteres Geld der amerikanischen Steuerzahler wird vernichtet, um Israel zu schützen, das über einen riesigen Bestand von  Massenvernichtungswaffen verfügt und damit jedermann bedroht. Unter den Prämissen der NeoconPolitik des Präventivschlages könnten die Russen genausogut diese potentiellen Bedrohungen ausschalten. Dasselbe gilt für die Patriot-Batterien.

Um es genauer zu sagen, die Iskander-Raketen können die Patriots am ersten Tag ausschalten. Und die Russen könnten den Internationalen Gerichtshof einschalten und argumentieren, dass ihre Reaktion nach internationalen Recht vollkommen legal gewesen sei. Wenn das noch nicht reicht, so könnten sie die Bush-Doktrin des Präventivschlages zu Verteidigungszwecken anführen… und zwar nicht, um eine zukünftige Bedrohung auszuschalten, sondern eine, die ihre feindliche Absicht bereits bekundet hat.

Wenn jemand meint, dieses Szeneario wäre an den Haaren herbeigezogen, der soll die Schlagzeilen der israelischen Zeitung Hayom vom 19. Mai lesen:

“Erwarten sie israelische Schläge gegen russische Waffenlieferungen nach Syrien-Hisbollah…….US-Beamte berichten dem Wall Street Journal, dass in naher Zukunft eine weitere Runde israelischer Luftschläge gegen eine russische Übergabe  moderner Yakhont-Antischiffsraketen geführt werden könnte.”

Hier wird die Basis gelegt für weitere Angriffe der Israelis zugunsten der syrischen “Rebellen”. Bemerkenswert an der Schlagzeile ist die automatische Verknüpfung von Syrien mit der Hisbollah in der Weise, als ob sie über gemeinsame Waffendepots verfügten oder so, als ob die Russen ihre Waffen an andere weitergeben ließen. Haben die Israelis grünes Licht von den USA? Obama hat gesagt, Israel habe das Recht auf Selbstverteidigung; das heißt aber auch, dass andere dasselbe Recht haben. Aber das Speil sieht etwas anders aus, wenn sich jemand im Mittelmeer befindet, der voll zurückschlagen kann und mit Nuklearwaffen ausgestattet ist.

Da ist noch etwas anzumerken über den nuklearen Bunkerbrecher, den Israel in Damaskus einsetzte. Auch die Russen haben solche Waffen für ihre neueren Raketen, um das Gewicht aus Gründen der Reichweite und Geschwindigkeit [gegenüber konventionellen Bunkerbrechern] niedrig zu halten. Außerdem soll eine Rakete für den Job ausreichen. Trotz Bibis Behauptungen, Israel sei für alle Eventualitäten gerüstet, ist es auf keine der Szenarien eingestellt. Und wenn die Russen auf einen israelischen Angriff reagieren, werden die USA nicht eingreifen.

Die USA haben genug Probelem damit, dass sie Region durch die extensive Bewaffnung der Israelis  in ein Pulverfass verwandelt haben. Weder hätte sich die israelische Bevölkerung eine solche Aufrüstung leisten können, noch wäre sie gewillt gewesen, sie zu finanzieren.

Wenn Israel nach einem aggressiven Angriff seinerseits einen substanziellen Gegenschlag erfährt, kann man sicher sein, dass der durchschnittliche Israeli sofort seine Begeisterung über das Schikanenspiel verliert, an das er sich beim Attackieren schwacher und wehrloser Gegner gewöhnt hat.

Langfristig gesehen haben mehr als nur ein paar Entitäten aus dem Umfeld der internationalen Zivil- und Militärgeheimdienste vermutet, dass dies der Weg sein könnte, um Israel als Bedrohung für jedermann auszuschalten: Sie würden die falschen Leute zur falschen Zeit angreifen.

Niemand im amerikanischen Militär wird für den Störenfried Israel freiwillig sterben wollen, außer vielleicht die christlichen Zionisten in der Luftwaffe. ……

Quelle:

http://www.presstv.ir/detail/2013/05/20/304416/russian-med-fleet-warning-to-israel/

Jim W. Dean comes from an old military family dating back to the American Revolution. His father was a WWII P-40 and later P-51 Mustang fighter pilot. Jim’s mother was a WWII widow at 16, her first husband killed with all 580 aboard when the SS Paul Hamilton, an ammunition ship with 7000 tons of explosives aboard, was torpedoed off the coast of Algiers. He has appeared on PBS most recently on the Looking for Lincoln documentary with Prof. Henry Lewis Gates and lectured at the Army Command and General Staff School at Fort Gordon. His current writing focus is on national security, intelligence, black and psyops, military/Intel history including personal video archives, and the current wars. Jim Dean is the managing editor of Veterans Today.

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