Christoph R. Hörstel
Beobachter der Lage in Syrien, die nicht auf der Seite der US-geführten Aggression gegen das Land stehen, mögen sich in den letzten Wochen und Monaten mit Entsetzen und schwerster Besorgnis gefragt haben, warum die Unterstützerländer Russland, China und Iran nicht stärker auf Damaskus einwirken, nachhaltige Strategien zu entwickeln und umzusetzen, die kurzfristig in der Lage sind, den Niedergang Syriens aufzuhalten.
Tatsächlich nimmt Damaskus von niemandem irgendeinen Rat an. Russlands Außenminister Sergej Lawrow musste im vergangenen August über die Medien die Öffnung des Landes für ausländische Journalisten anmahnen, bevor Damaskus tatsächlich 300 Journalisten einlud – mit bekannt zweifelhaftem Ergebnis: Denn mehr als die Reiseformalitäten und ein bestenfalls ungeeignetes Programm für die Besucher konnte Damaskus nicht bieten, von erfolgreich fortgesetzter Zusammenarbeit nach Programm-Ende ganz zu schweigen.
Die Lage in Syrien ist ernst: Bis heute hat Damaskus keine Militärstrategie, keine innenpolitische Strategie, keine außenpolitische Strategie, keine PR-Strategie, keine Gesamtstrategie, kann den innenpolitischen Dialog kaum führen, weil die Betreuungsleistung für die notleidende Bevölkerung zu schwach ist, geht nicht genügend gegen die grassierende und tief verwurzelte Korruption vor und kommt so ganz grundsätzlich nicht aus der Defensive heraus. (http://www.politaia.org/terror/syrien-assad-schwachelt-%e2%80%93-aber-er-sturzt-nicht-christoph-r-horstel/)
Ganz offen hört man in und aus Damaskus, dass nur den Verbündeten zugehört wird, Russland, China, Iran, am ehesten noch: Russland. Da man in der Regierungsspitze fachlich offenbar Probleme hat, Ratschläge der Sache nach zu beurteilen, weil die Mitarbeiter-Stäbe keine brauchbaren Einschätzungen zuliefern können, wird bei Ratschlägen einfach nach Nationalität des Ratgebers entschieden. Das Problem ist: Diese genannten Unterstützer-Länder haben alle mehr oder wenige große Probleme zuhause, die, ebenso wie in Syrien, auch mit den Themen Korruption/soziale Gerechtigkeit und politische Partizipation der Zivilgesellschaft verknüpft sind. Außerdem haben alle diese Länder nur höchst unzureichende Strategien, was den Umgang mit den westlichen Zivilgesellschaften angeht. Die US-geführte Nato ist hier wesentlich weiter – und unterhält allein 1.000 Organisationen in Russland, die sich die Änderung der bestehenden Herrschaftsverhältnisse auf die Fahnen geschrieben haben. (http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=31961) Die tiefe Durchdringung der russischen Gesellschaft durch Washingtons Interessenförderer ist schon kaum noch zurückzudrehen – auch dafür hat Russland keine Gesamtstrategie. Schon gar nicht sind die genannten Länder irgendwie gesonnen oder auch nur ansatzweise in der Lage, in die westlichen Gesellschaften erfolgreich hineinzuwirken. Russland hat eine Taktik, sich den Rechtsradikalen zuzuwenden, eine kurzsichtige und nicht konkurrenzfähige Vorgehensweise, die außerdem buchstäblich veraltet ist. Es gibt kleinere Anstrengungen islamischer Länder, die jedoch ebenfalls an den linken und rechten politischen Rändern der westlichen Gesellschaften hängenbleiben – und damit keineswegs konstruktiv und noch weniger breitenwirksam erscheinen.
Eines erscheint sicher: So lässt sich kein innerwestliches Gegengewicht gegen die US-geführte Nato-Aggression aufbauen.
Damaskus selbst erscheint politisch nicht wirklich gesonnen, in irgendeiner erfolgreichen Form mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten in den westlichen Gegner-Ländern umzugehen. „Know your enemy“ ist offenbar kein großer Wert, weder in Syrien noch in der Troika – und auf dieser Grundlage die feste Informations-Lufthoheit der Nato herauszufordern offenbar auch nicht.
Zusammenfassung
Die erwähnte Troika der Unterstützerländer, die grundsätzlich Einblick hat und durchaus etwas bewegen könnte, hat hier in den letzten Jahren und Jahrzehnten erkennbar vor sich hingestümpert, positive Ausnahmen wie der Fernsehsender „Russia Today“ bestätigen diese niederschmetternde Regel. Russland und China setzen stark auf Wirtschaftsbeziehungen – doch diese bedeuten letztendlich keinen wirksamen Schutz an sich, sondern können im Notfall erfolgreich inoffizielle Kontaktwege offenhalten, wenn alle anderen schon verschlossen scheinen oder tatsächlich sind. Einen Ersatz für strategische PR-Aktivitäten, die allein geeignet wären, das strategisch entscheidend wichtige PR-Bein jeder Nato-Aggression zu schwächen, stellen diese Aktivitäten selbstverständlich nicht dar. Damit jedoch ist die Troika und ihr sterbender Mittelmeer-Stützpunkt dem Vorgehen der Nato im Prinzip nahezu wehrlos ausgeliefert – und stellt somit eine stehende Einladung an Washington dar, noch weitergehende aggressive Planungen umzusetzen.
Manche Beobachter mutmaßen nun und wenden ein, dass angesichts globaler Interessen der Finanzwelt und der Schlüsselindustrien die Nationalstaaten insgesamt ausgehöhlt und damit nebensächlich werden – doch so ganz stimmt diese Sicht nicht: Es geht stets auch um die Frage, wessen Banken, Investoren und Industrien das Rennen machen oder im internationalen Kräftespiel den Ton angeben. Bei den Bilderbergern ist es zwar noch der westliche Kulturkreis, der das Spiel bestimmt, doch wären schließlich auch eurasische Konkurrenzgruppen denkbar – und zeichnen sich allmählich ab. Am Ende jedoch bleibt weiterhin entscheidend, welche Firmengruppen auf das größte militärische Potenzial zurückgreifen können – und das haben immer noch die USA.
Schwache Gegenargumente
Syrische und Troika-Gesprächspartner halten bei PR-Fragen gern mit listigem Blick dagegen, dass ja der Westen jede Anstrengung Syriens oder der Troika durch Gegenmaßnahmen zu durchkreuzen versuchen werde. Unfassbar. Mit diesem Argument müssten alle genannten Länder ihre Armeen abschaffen, denn deren Anstrengungen wird die Nato ja auch versuchen zu durchkreuzen. Aber das Militär hat eben eine starke Lobby in den Regierungen, schlaue PR-Leute hingegen nicht. Auch sind PR-Manöver weit weniger spektakulär und nur für Fachleute zu durchschauen.
Die kriegsunwillige Nato-Bevölkerung: ein ungehobener Schatz
Es gibt nun einmal eine strategische Lücke in der Nato-Front: weit überwiegende kriegsunwillige Bevölkerungsmehrheiten, die ohnehin zur Ausbeutung durch staatsbestimmende Konzerne freigegeben sind. Und es scheint so, als ob diese Lücke von den nationalstaatlichen Opfern der fortdauernden Nato-Aggression geflissentlich übersehen wird. Sollten diese Bevölkerungsmehrheiten den Eindruck gewinnen, dass die der Nato militärisch unterlegenen Aggressionsopfer dauerhaft nicht zur Zusammenarbeit bereit sind, auch nicht im Rahmen so genannter „öffentlicher Diplomatie“, könnte dies die zaghaften Drähte zwischen den Menschen und Institutionen beeinträchtigen, die auf verschiedenen Seiten der Nato-Außengrenzen wohnen. Ausgestreckte Hände brauchen andere, die sie ergreifen, sonst werden die Arme eines Tages müde.
Dies Bild kann jedoch nur ein Versuch sein, private, individuelle Motivationen im Nato-Gebiet darzustellen. Vom politischen Management her betrachtet bleibt das traurige Arbeits- und Strukturniveau derjenigen Nationalstaaten zu beklagen, die dem unausgewogenen und schädlichen kurzfristigen Vordringen der Nato balancierende Gegenkräfte als friedliche Bremsen zuführen wollen – oder aus der aktuellen Lage heraus: müssen.
Folgen gegenwärtiger Versäumnisse
Eines ist ganz klar: nicht möglich – dann verliert es seinen Mittelmeerstützpunkt und setzt sich damit baldigen Unterwanderungserfolgen der USA in Russland und gegen die Einheit Russlands wehrlos aus. Kritisch hinzugefügt: Wenn Russland seinen Mittelmeer-Stützpunkt Tartus noch lange ohne „zivile Begleitstrategie“ für den Nato-Raum betreibt, wird es ihn über kurz oder lang auch deshalb verlieren, weil dieser Stützpunkt vieles kann, nur nicht Russland vor fremdgesteuerter interner Zersetzung bewahren.
Außerdem stehen angebliche aggressive Pläne Israels im Raum, die darauf abzielen, das gesamte Ölgeschäft Syriens unter Israels Kontrolle zu bringen.
Wichtig bleibt: Solange Syrien und seine Unterstützer-Troika nicht aus dem Sessel kommen und beginnen, im Nato-Herrschaftsgebiet ihre Argumente erfolgreich zu vermitteln, ist im Krieg kein Erfolg denkbar, denn rein militärisch ist die Nato überlegen. Immerhin ist an der Informationsfront ein kleiner Fortschritt hier zu vermelden: Der Westen hat es zwar zunächst geschafft, den Internet-Zugang der syrischen Nachrichtenagentur SANA zu blockieren – doch über die IP-Adresse geht es noch: http://208.43.232.81/section.html?&req=sitemap&artid=189&page=1&newlang=eng
Das Zeitfenster für ein grundsätzliches strategisches Umsteuern in Damaskus, Moskau, Peking und Teheran ist eng: Wenn die unbewaffnete UN-Beobachtermission (UNSMIS) ausläuft, ist es für Syrien vermutlich zu spät. Bis jetzt läuft die erste UNSMIS-Verlängerung bis zum 20. August 2012. (http://www.un.org/en/peacekeeping/missions/unsmis/) Und es ist unwahrscheinlich, dass die USA sich in eine weitere Verlängerung hineinschieben lassen werden. Das heißt: Die Kämpfe werden härter, umfangreicher – und vor allem für Regierung und Zivilbevölkerung – aber auch für die Troika – verlustreicher. Für Washington ist dieser Krieg hingegen vergleichsweise besonders billig, weil er von preiswerten Söldnern ohne großen technischen Aufwand geführt wird. Für finanzkrisengebeutelte Hypermächte und ihre ebenso zittrigen europäischen Verbündeten eine feine Sache. Wie sagte der deutsche Volksdichter Wilhelm Busch so schön und treffend: Der größte Lump ist obenauf.
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Aufruf an das deutsche Volk zum WIDERSTAND !!!!!!!!!!!!!!!!
bitte weiterverbreiten an alle die Ihr kennt
http://terragermania.files.wordpress.com/2012/07/sofort-widerstand-nach-20-iv-gg.pdf
http://terragermania.wordpress.com/2012/07/28/bundeswahlgesetz-der-gesamte-bundestag-ist-sofort-aufzulosen/#more-12159
Erdogans kriegshetze
http://nachrichten.t-online.de/erdogan-droht-mit-militaereinsatz-gegen-pkk-in-syrien/id_58228032/index
Genau darum ging es Putin mit dem jüngst beschlossenen “Agenten-Gesetz” dem Treiben von George Sorros & Co. Einhalt zu gebieten. Der opponierende Schachweltmeister Kasparow mit mosaischen Wurzeln war ja auch nicht ohne Grund zur Bilderberger Tagung in Verginia geladen gewesen. Auch wenn, im Beitrag das mangelnde Demokratieverständnis Russlands zu recht bemängelt wird ist die russische Föderration noch immer geopolitisch mit China das Gegengewicht zur Nato sprich der US-Corp und seinen Satelliten, Deutschland als Protektorat der Allierten mit eingeschlossen. Das eigentliche strategische Ziel der “Freunde Syriens” ist klar, Syrien aufspalten mit Hilfe der Muslimbrüder als verlängerter Arm des Empire und MI6, so dass es als Co-Hegemonialmacht im Nahen Osten ausfällt und der Zionistenstaat seine “Grossisrael” Pläne mit Einmarsch in den Libanon ohne Gegenwehr der Hisbolah verwirklichen kann. Syrien war bislang Schutzmacht Beiruts. Die rothschildschen Sponsoren der Aggressive, die Golfmagnaten rechnen hier aus taktischen Gründe und Opposition zu Iran hinzu, haben bislang nicht den militärischen Durchbruch erzielt, so dass das Assad Regime vollends wankt trotz gegenteiliger Propaganda unserer Mainstream Medien. Zudem stehen in der US-Corporation erst noch die pseudo-Wahlen an und hier ist ein volles Entflammen eines Syrienkrieges mit Luftattacken wie in Lybien eher unwahrscheinlich. Obama hat genügend Baustellen mit Afghanistan, der Schuldenobergrenze des Budgets und seine Krankenversicherung durchzuboxen. Auch wenn der militärisch industrielle Komplex mit den Säbeln rasselt und Zion-Israel gerne an die Erdgasfelder möchte, um den Alliierten der iranischen Mullahs auszuschalten, so ist die Zeit im Moment noch nicht reif! Der Herbst wird es bringen, wobei die US-Wahl erst im November stattfindet. Zunächst sind mit London Olympia Brot&Spiele angesagt. Erst dann wird es Ernst! Also Leute geniesst den Sommer, es kommt schon übel genug mit ESM-Entscheid des BVerfG am 12.Sept. dem Austritt Griechenlandes aus dem Euro und eines möglichen neuen Krieges im Nahen Osten. Hoffe für Euch liebe Mit-Leser, dass ihr eure Lebensmittelvorräte aufgefüllt, genügend Wasser und Spagetti samt Tomatensosse und für den Notfall Norwegische Kronen, Schweizer Franken und Goldmünzen gebunkert habt.
In diese Krisenzeiten weiss man es ja nie, was noch kommt! Deshalb geniesst die Sonne, allenfalls am 12. August kann es ungemütlich werden wenn die Globalisten mit einem False-Flag-Attack à la 9/11 in London die Bombe zünden, wo laut Rockefeller Foundation 13.000 Menschen den Tod finden sollen. Das werden eh Illuminaten-Festspiele mit all den okulten Symbolen, darum bin ich lieber Baden oder Grillen. Stell Dir vor es ist Olympia und keine sieht zu
Wenn du mit traceroute und whois etwas weiter forschst, dann gelangst du über arin.net nach chantilly, Virginia.
ist gleich um die ecke von langley, dem CIA Hauptquartier.
Vorsicht mit sana.
Der Chemiewaffenfake baut sich auf jetzt. da kommt sicher was:
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/07/23/International/Syrien-droht-mit-Chemiewaffen-Einsatz
gibt immer mehr Artikel darüber jetzt und das ist oft so, wenn was passiert, daß genau das Thema in den Meinstreams vorher besonders intensiv “bearbeitet” wird.
Der Chemie-fake rückt immer näher, befürchte ich:
http://www.tt.com/Nachrichten/5138463-2/syriens-regime-droht-mit-chemie-waffen-eu-versch%C3%A4rft-sanktionen.csp
Darf man noch vor Kriegen ”warnen”, wenn diese bereits begonnen haben, oder müssen wir neuste Informationen schon als Kriegsberichterstattung titulieren?
zu Syrien: http://www.gegenfrage.com/syrien-vor-dem-zusammenbruch-alles-propaganda/
Wie dem auch sei, die letzten Insider(WIR) scheinen doch eher zur Passivität verdammt.
1. , weil sich die Räder der “Falschen”- Maschinerie äußerst geplant, unaufhaltbar drehen
2. ein “weitsichtiger” Mensch allein nicht viel bewirken kann.
Nur in ,und mit einer Masse lässt sich wirklich etwas verändern, und wenn es die Aufklärung der Wahrheit ist.
Interessant wäre demnach ein Bündnis der Parteien ” BüSo” (selber Mitglied), Neue Mitte ”NM” (Christoph Hörstel), Partei der Vernunft ”PDV” (Oliver Janich).
Nur !!! wirkliche !!! Recherche ist der Weg zur Wahrheit.
georg Dieling
Korrektur: explodierender
Nachträgliche Anmerkung: Herr Hörstel hat sich natürlich über die Überlegenheit westlicher PR geäußert. Mit “nicht angesprochen” meine ich den möglichen Einflussfaktor aufgeklärter (nicht gehirngewaschener) Vertreter bzw. Interessengruppen des Volkes auf die Exzesse der Hurenmedien.
Danke für die treffliche Analyse, Herr Hörstel. Sie haben es wieder mal auf den Punkt gebracht.
Ein weiteres, in diesem Zusammenhang nicht angesprochenens Problem, sehe ich in der unrühmlichen Rolle der Mainstream-Medien in der westlichen Welt – insbesondere hier in Deutschland, wo wir ja unmittelbar davon betroffen sind. Der künstlich geschaffene Begriff “Presstituierte” kommt ja nicht von ungefähr. Die Frage ist nur: Wie können wir wirksamen Einfluss auf die Angestellten (nicht auf die Lenker und Erfüllungsgehilfen in den Chefetagen, denn das halte ich für aussichtslos) nehmen? Wurde diese Frage hier schon ernsthaft diskutiert? Jeder einigermaßen klar denkende Journalist, Berichterstatter und Redakteur muss sich doch dessen bewusst sein, dass er im Endeffekt als Kanonenfutter der Globalisten, denen er – aus welchen Gründen auch immer – zu Munde redet, angedacht ist. Die Gammastrahlung exprodierender Nuklearbomben wird um ihn und seinen Angehörigen keinen Bogen machen. Warum kapieren diese Leute das nicht?
Mag sein, ABER :
Salehi: Situation in Damascus Normal and Calm
Jul 22, 2012
TEHRAN, (SANA) – Iran’s Foreign Minister Ali Akbar Salehi on Sunday described the situation in Damascus as calm and normal.
He added that the Iranian nationals in Syria are face no problems to worry about and there is no need for any procedures in this regard.
Der Link Link angeblich zur syrischen Nachrichtenagentur SANA zeigt aber auf einen Server in Dallas, USA!