Wüstenkrieg: Deutschlands Beteiligung am Krieg in Mali

Kommentar:  Der Beitrag unterstellt, dass Berlin eine eigene Politik betreiben kann. Das ist wohl mehr Gehirnwäsche für das Volk als […]

Kommentar:  Der Beitrag unterstellt, dass Berlin eine eigene Politik betreiben kann. Das ist wohl mehr Gehirnwäsche für das Volk als Realität. Die Kriegstreiber und Neokolonialisten gehen ihren Weg stur weiter, ohne jegliche Rücksicht auf Völker der Welt. Die Grünen sind wieder an vorderster Front.
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BERLIN/PARIS/BAMAKO
(German Foreign Policy) – Der deutsche Außenminister bestätigt die Berliner Bereitschaft zur Beteiligung am Krieg in Mali. Am gestrigen Montag hat Guido Westerwelle dem Außenminister Frankreichs, Laurent Fabius, angeboten, Deutschland könne die Intervention in der früheren französischen Kolonie “politisch, logistisch, medizinisch und humanitär” unterstützen. Es seien zuvor allerdings noch Bedingungen zu erfüllen, teilt Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière mit: Erst wenn “die Voraussetzungen dafür geklärt und gegeben” seien, könne Berlin sich an einem Militäreinsatz beteiligen. Die Äußerungen aus der Bundesregierung lassen eine doppelte Strategie erkennen: Einerseits pocht Berlin auf Bedingungen, um seine Stellung im von Frankreich dominierten Westafrika aufzuwerten; andererseits soll eine deutsche Beteiligung einen französisch-britischen Alleingang à la Libyen verhindern. Ein solcher Alleingang gilt in Berlin als Gefahr, weil Paris und London ihre Militärkooperation seit einigen Jahren stark ausbauen, was in der deutschen Hauptstadt – nicht zu Unrecht – als Versuch gesehen wird, der deutschen Vorherrschaft über die EU zumindest auf militärpolitischem Gebiet zu entkommen. Unterdessen spitzt sich der Krieg in Mali bereits nach wenigen Tagen zu.
Auftakt zum Krieg
Französischen Truppen war es am Wochenende zunächst gelungen, die aufständischen Islamisten zurückzuschlagen, die im vergangenen Jahr den Norden Malis sowie die wichtigsten Städte dort – Timbuktu, Gao und Kidal – besetzt hatten. Paris hat den Anspruch, in seinen ehemaligen Kolonien, der Frankophonie, als Ordnungsmacht aufzutreten; zudem verfolgt es wirtschaftliche Interessen in der Sahara – im an Mali grenzenden Niger fördert der französische Areva-Konzern große Mengen Uran. Am gestrigen Montag ist den islamistischen Milizen ein erster Gegenschlag im Nordwesten Malis gelungen: Sie konnten die Stadt Diabali gut 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bamako erobern. Während es in Paris heißt, man rechne mit einem Krieg von allenfalls einigen Wochen, äußern Kritiker begründet Zweifel: Die Aufständischen sind hochgerüstet und äußerst erfahren im Wüstenkrieg; zudem sind sie zumindest teilweise fest in der Bevölkerung verwurzelt. Unklar ist schließlich auch, wie die westafrikanischen Truppen, die Nord-Mali freikämpfen sollen, binnen weniger Wochen zum Einsatz zu befähigen sein sollen. Ob der Krieg tatsächlich rasch beendet werden kann, muss als zumindest höchst zweifelhaft gelten…….
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