Deutschlands neues Versailles — die Eurozone

Is Germany Actually Preparing To Leave The Euro ?- -theeconomiccollapseblog.com (Auszüge) Der Euro-Crash kommt von Michael Grandt Für eine lange […]

Is Germany Actually Preparing To Leave The Euro ?- -theeconomiccollapseblog.com (Auszüge)

Für eine lange Zeit glaubten Analysten, dass, wenn jemand die Eurozone verließe, es sich um einen Staat wie Griechenland oder Portugal handeln würde. Aber die Wahrheit ist, dass die finanziell angeschlagenen Staaten wie Portugal oder Griechenland die Eurozone gar nicht verlassen wollen. Die Führer dieser Staaten wissen, dass im Falle eines Ausscheidens ihr Volkswirtschaften sofort zusammenbrechen würden und dass dann niemand da wäre, der ihnen helfen würde. Außerdem gibt es keinen formalen Prozess, der den anderen Mitgliedern der Eurozone erlauben würde, Griechenland oder Portugal hinauszuwerfen. Es gibt aber eine andere Möglichkeit – und diese wird immer wahrscheinlicher – die Eurozone aufzubrechen.

Deutschland könnte die Währungsunion verlassen, denn es hat sehr grosse Probleme. Es sieht einer Zukunft entgegen, in der es gezwungen sein wird, die meisten der Mitglieder der Eurozone zu unterstzützen und diese Bailouts werden extrem teuer. Mittlerweile wächst die anti-deutsche Stimmung in Europa. Finanziell ruinierte Staaten wie Griechenland wollen Geld von Deutschland, aber wollen keine Vorgaben akzeptieren, welche die deutsche Regierung als Vorraussetzung für die Gelder fordert…

Letzten Endes muss Deutschland entscheiden, ob es weiterhin Milliarden um Milliarden in diese Staaten schaufelt, die ihrerseits keine Vereinbarungen einhalten wollen.

Auf dem Pateitag der CDU im November 2011 in Leipzig wurde diskutiert, dass Mitglieder der Eurozone freiwillig aus der Währungsunion austreten könnten.

Die CDU-Antragskommission zum Europa-Leitantrag entschied sich ausdrücklich gegen die Option, Euro-Staaten aus der Währungszone auszuschließen, wenn diese die Stabilitätsvorgaben nicht erfüllen, wie das Handelsblatt berichtet. Stattdessen wurde als Änderung zu dem Leitantrag für den Bundesparteitag ein Passus beschlossen, der Mitgliedern den freiwilligen Austritt ermöglichen soll. Ähnlich hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel schon vor einigen Tagen im Falle Griechenlands geäußert.

„Sollte ein Mitgliedstaat der Währungsunion dauerhaft nicht willens oder in der Lage sein, die mit der gemeinsamen Währung verbundenen Regeln einzuhalten, kann er freiwillig aus der Euro-Zone ausscheiden, ohne die Europäische Union zu verlassen“, heißt es in der dem Handelsblatt vorliegenden Passage der Antragskommission. Der Status dieser Länder werde dann den EU-Staaten ohne Euro gleichgestellt.

Viele dachten, dass die Resolution im Hinblick auf Länder wie Griechenland und Portugal beschlossen worden sei; aber macht das Sinn? Soll sie in Wahrheit die Voraussetzungen für den Austritt Deutschlands aus dem Euro liefern? Das ist die Frage.

Es ist klar, dass der status quo nicht mehr ewig dauern kann. Die Wähler in Deutschland sind definitiv nicht mehr willens, anderen Nationen in Europa noch mehr Geld hinterherzuwerfen; genau das wird aber passieren, wenn Deutschland in der Eurozone verbleibt.

In der Zwischenzeit verliert Deutschland immer mehr die Kontrolle über den Rest der Eurozone…

Was passiert, wenn der Rest der Euroländer den Deutschen sagt, sie könnten sich ihre Regelungen sonst wohin stecken?

Dann muss Deutschland eine sehr schwierige Entscheidung treffen und offensichtlich bereitet es sich darauf vor.

Beispielsweise hat Deutschland kürzlich den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung wieder aufgestockt. Das Geld wird verwendet, deutsche Banken im Falle eines Euro-Kollapses zu unterstützen. Nun zitieren wir aus einem kürzlich erschienenen Artikel von  Graham Summers….

Kurz zusammengefasst hat Deutschland dem SoFFIN folgende Ausstattung gegeben:

  1. €400 Milliarden als Garantien für deutsche Banken.
  2. €80 Millionen für die Rekapitalisierung von deutschen Banken.
  3. Gesetzesänderungen, die es deutschen Banken erlauben, bei Bedarf ihre Regierungsanlaihen aus der Eurozone abzustossen.

Sie haben richtig gelesen. Jede deutsche Bank kann, wenn sie das will, im Falle einer Krise ihre EU-Regierungsanleihen beim Soffin “entsorgen”. In einfachen Worten: Deutschland hat eine Schutzmauer von 480 Milliarden um seine Banken aufgebaut. Es kann sich jederzeit aus der Eurozone zurückziehen.

Deutschland hat die bei weitem stärkste Wirtschaft in der Eurozone, und wenn es sich zurückzieht, würde der Euro stark an Wert verlieren. Welche Währung Deutschland auch dann benutzt, sie wäre stark bewertet. Träte solch ein Fall ein, hätte dies für Deutschland extreme Vorteile.

Zur Zeit sind die Schulden Deutschlands in Euro ausgewiesen. Wenn Deutschland den Euro verlässt, fällt der Wert des Euro und Deutschland könnte mit seiner überbewerteten neuen Währung die Schulden schnell begleichen.

Wenn Deutschland aber in der Eurozone verbleibt, muss es sich auf Zahlungen an andere Staaten einstellen, soweit das Auge reicht. Was wird das kosten?

Das folgende stammt aus einem Artikel der  New York Times

Der Europa-Kritiker Bernard Connolly schätzt, dass Deutschland …… ungefähr 7% seines jährlichen Bruttosozialproduktes über viele Jahre aufwenden müsste, um die schuldengeplagten Länder der Eurozone inklusive Frankreich zu subventionieren ( das sind schlappe 175 Milliarden Euro pro Jahr, Anm. d. Ü.).

Dieser Betrag würde bei weitem die Reparationszahlungen aus dem 1. Weltkrieg  übersteigen……

http://theeconomiccollapseblog.com/archives/is-germany-actually-preparing-to-leave-the-euro

Franz-Ulrich Willeke

Deutschland, Zahlmeister der EU

Ein Land lässt sich ausplündern

Dieses Buch ist eine Abrechnung mit der ungerechten finanziellen Lastenverteilung innerhalb der EU seit der deutschen Wiedervereinigung. Von da an hat Deutschland täglich im Durchschnitt 54 Millionen Euro als Beitrag zum EU-Haushalt nach Brüssel transferiert – und es kann deshalb mit Recht den Titel »Zahlmeister der EU« für sich beanspruchen.

In seiner politisch engagierten und empirisch abgesicherten Darstellung beantwortet der Autor konkret folgende Fragen: Hat Deutschland als Zahlmeister der EU denn nicht wenigstens einen Vizezahlmeister gehabt? In welchem Umfang ist der Zahlmeister neben anderen Nettozahlern an der Finanzierung der Nettoempfänger beteiligt gewesen? Wie haben diese darauf reagiert? Wie viel ist dem Zahlmeister von dem aufgebürdet worden, was andere Nettozahler bei gerechter Lastenversteilung hätten tragen müssen? Und schließlich: Sind die Deutschen ausgeplündert worden?

Den Mitgliedern der EU wird im Rahmen der Lastenverteilung in hohem Maße Bereitschaft zur Solidarität abverlangt. Aber die aufgedeckten Ungerechtigkeiten lassen sich damit nicht rechtfertigen. Auch nicht, indem auf die deutschen Exporte auf dem Binnenmarkt hingewiesen wird. Doch für die Zukunft gibt es eine politische Lösung, mit der eine gerechte Lastenverteilung erreicht werden kann – und zwar nachhaltig.
Paperback, 158 Seiten

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