Nach EU-Gipfel nehmen antideutsche Stimmungen in Griechenland zu – „Nowyje Iswestija“

MOSKAU, 31. Oktober (RIA Nowosti). Der diesjährige griechische Nationalfeiertag am 28. Oktober, der dem Widerstand der Griechen gegen Deutschland und […]

MOSKAU, 31. Oktober (RIA Nowosti).

Der diesjährige griechische Nationalfeiertag am 28. Oktober, der dem Widerstand der Griechen gegen Deutschland und Italien während des Zweiten Weltkrieges gilt, hatte in diesem Jahr eine besondere antideutsche Schattierung, schreibt die Moskauer Tageszeitung „Nowyje Iswestija“ am Montag. Die Griechen äußern sich kategorisch gegen das am Mittwoch in Brüssel geschlossene Abkommen, weil sie darin eine Versklavung durch die EU sehen. Besonders resolut sind sie gegen Berlin eingestellt, das als der inoffizielle Führer der Euro-Zone und der EU gilt.

„In den Herzen vieler Griechen sind die Narben immer noch nicht endgültig verheilt, die die deutsche Besatzung hinterlassen hat“, schreibt die Zeitung. „Jetzt kommt die Unzufriedenheit mit den Deutschen dazu, die nach Ansicht vieler in Griechenland bestrebt sind, die schwere Lage ihres Landes auszunutzen und die Insel sowie kulturelle Schätze billig aufzukaufen… In Griechenland sind immer häufiger Aufrufe zu einem Boykott deutscher Waren zu hören. In der griechischen Presse sind Karikaturen populär, auf denen Vertreter  der EU, der Europäischen Zentralbank und des IWF in der Wehrmacht-Uniform und Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos in einer Hitlergruß-Pose dargestellt werden.“

„Wenn man die Demagogie und den Populismus beiseite legt, lässt sich in der Tat schwer in der neuesten Geschichte Europas ein Beispiel finden, wo eines der Länder auf so viel von seiner Souveränität verzichtet, um vom Bankrott gerettet zu werden“, schreibt das Blatt.

http://de.rian.ru/world/20111031/261212836.html

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