“Bastion”-System schützt Barent-See und Schwarzes Meer

Russlands Bastion-System und Onyx-Raketen blockieren die Barentsee und das Schwarze Meer prawda.ru 26.02.2016 – Übersetzung: politaia.org Die Nordmeerflotte der Russischen […]

Russlands Bastion-System und Onyx-Raketen blockieren die Barentsee und das Schwarze Meer

prawda.ru 26.02.2016 – Übersetzung: politaia.org

Die Nordmeerflotte der Russischen Föderation hat zwei Batterien modernster K-300P “Bastion“-Küstenraketensysteme mit überschallschnellen Marschflugkörpern p-800 “Onyx” auf der Kola-Halbinsel stationiert. Die Stationierung dieser Waffen stellt den Schutz einer 1500 km langen Küstenlinie Russlands vor möglichen Landeattacken sicher und errichtet eine 300 km “Todeszone” für NATO-Schiffe in der Barentsee.

Barents_sea_map_deBastion” (NATO-Bezeichnung SS-C-05 Stooge) ist eines der neuesten Entwicklungen der russischen Armee. Die Waffe wurde der Öffentlichkeit erstmals in dem Dokumentarfilm “Crimea. The Way Home” von Andrei  Kondrashov vorgestellt.

Als der Waffen-Komplex in dem Dokumentarfilm gezeigt wurde, kommentierte der russische Präsident Wladimir Putin dazu: “Niemand sonst hat solch ein Waffe”. Laut ihm war es das Bastion-System, welches die USA und die NATO daran hinderte, ihre Kriegsschiffe im Schwarzen Meer einzusetzen. Hinzu kommt, dass das Auftauchen des russischen Systems in der syrischen Armee eine mögliche Intervention der USA und der NATO im syrischen Krieg verhinderte. Das Pentagon und die EU riskierten wegen der Gefahr eines Angriffs nicht, ihre Schiffe an die syrische Küste zu entsenden, weil die Waffe alle modernen Abwehrsysteme überwinden kann, schrieb die Izvestia.

Eine Batterie eines Bastion-Komplexes besteht aus 12 Raketen-Startvorrichtungen auf der Basis des weißrussischen Zuggeräts MZKT-7930, dessen Rumpf zwei Transport-Container mit überschallschnellen “Onyx“-Marschflugkörper aufnimmt. Jede Rakete hat einen 290-Kilogramm-Sprengkopf. Der Sprengkopf wurde von Ingenieuren des Nuklearzentrums Sarov entwickelt. Obwohl es sich um einen konventionellen Sprengkopf handelt, genügen zwei bis drei Raketen, um eine Fregatte zu versenken. Fünf Onyx-Raketen genügen für einen Flugzeugträger. Wenn eine Batterie ihr Zielgebiet erreicht, kann der Komplex sofort eingesetzt werden und bleibt – anhängig vom Treibstoffvorrat – bis zu fünf Tage voll einsatzfähig.

Eine P-800Onyx” erreicht eine solch hohe Geschwindigkeit, dass sie für moderne Radaranlagen praktisch unsichtbar ist. Weiterhin vollführt die Rakete beim Zielanflug intensive Flugmanöver, weswegen es fast unmöglich ist, sie abzuschießen, selbst wenn sie bemerkt würde. Um all dem eine Krone aufzusetzen, fliegt die Rakete nur wenige Meter über dem Wasserspiegel, wenn sie sich auf das Ziel zubewegt. Die Raketen ändern dabei ihre Flugrichtungen, um feindliche Radarstationen zu verwirren. Das wichtigste aber ist, dass die Raketen “zusammenarbeiten”.

Sprecher der Ingenieursgesellschaft  in Reutow, wo die Raketen entwickelt worden sind, erklärten, dass die P-800 mit einer künstlichen Intelligenz ausgestattet seien, die ähnlich der menschlichen Intelligenz wäre. Die Raketen klassifizieren die Ziele und teilen sie unter sich auf; sie wählen die Taktiken und erstellen den Angriffsplan zur Zerstörung der Objekte.

Der Vizepräsident der russischen Akademie für geopolitische Problemstellungen Wladimir Anokhin sagte zu Prawda.ru, dass Russland das Bastion-System schon seit langer Zeit am Schwarzen Meer einsetzt.  Die Kapitäne der US-Marine wissen, dass sie mit dem Einfahren in das Schwarze Meer in die Zone der russischen Anti-Schiffs-Systeme geraten….

Wladimir Anokhin glaubt, Russland solle ähnliche Maßnahmen im Fernen Osten ergreifen. Seiner Ansicht nach würde dies die japanischen, koreanischen und amerikanischen Politiker nervös machen.

“Es gibt keinen Rüstungswettlauf “- so Anokhin. “Es gibt nur einen adäquate Antwort auf das, was in der Welt passiert”.

Read article on the Russian version of Pravda.Ru

Quelle: http://www.pravdareport.com/russia/politics/26-02-2016/133649-bastion_onyx-0/

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