Berliner Ärztekammer: Wegschauen und zuschlagen! – Bitte lesen und weiterverbreiten

von Wolfgang Conzelmann – Präambel: Es geht hier um den Fall der versuchten Psychiatrisierung eines Arztes, durch die Berliner Ärztekammer, […]

von Wolfgang Conzelmann –

Präambel:

Es geht hier um den Fall der versuchten Psychiatrisierung eines Arztes, durch die Berliner Ärztekammer, auf Grund seines politischen Engagements.

Zu meiner Person.

Ich bin niedergelassener Hausarzt in Berlin-Wedding, am Leopold-Platz. Leben und Gesundheit betrachte ich als ärztliches Anliegen, nicht nur als Phrase. Der Beruf des Arztes, ist für mich, in gesellschaftliche Verantwortung eingebunden. Die Gefährdung des Lebens und der Gesundheit, ist sowohl durch Krankheiten, als auch durch Verletzungen gegeben.

Die Aufgabe des Arztes ist, zu heilen, aber auch prophylaktisch, also vorbeugend, zu wirken. Dies ernst nehmend heißt, sich auch für Gewaltfreiheit einzusetzen. In die politische Kategorie übersetzt: Ärztliche Verantwortung bedeutet aktiv sich gegen Krieg und Gewalt auszusprechen. Dies ist meine Sicht als Arzt und Bürger mit demokratischer Gesinnung.

Den Beruf als Arzt und Mensch ernst zu nehmen heißt, aktiv ärztliche Fortbildung wahr zu nehmen, aber auch aktuell die Ereignisse, nicht nur in Deutschland, zu registrieren und kritisch zu hinterfragen.

Aus dieser meiner ärztlichen und menschlichen Ethik heraus, habe ich, unter anderem, die sogenannten Aufstände in arabischen Staaten analysiert. Dort wurde und wird das Völkerrecht brutal gebrochen. Es steht mir nicht zu, diese Staaten zu bewerten ob sie „demokratisch“ (was immer dies sein soll!) oder diktatorisch sind. Es kann auch nicht sein dass „unser Modell der Demokratie“ das Maß für alle Staaten sein soll.

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist das höhere Rechtsgut.

Einige Worte zu Libyen.

Libyen war ein wohlhabender Staat mit vielen sozialen Privilegien.
(Quelle: Wikipedia)

Vor dem Putsch Gaddafis gegen den König, war Libyen das ärmste Land in Afrika. Bei der Betrachtung der „Ereignisse“, geht es nicht um die Person von Gaddafi (den die Nato vom Mob lynchen lies), sondern zu verstehen, was da insgesamt passierte.

Fakt ist, dass es eine massive Einmischung der Nato gab. Unter dem Vorwand einer Flugverbotszone, wurde ein brutaler Luftkrieg gegen das kleine Libyen geführt. Unvorstellbare Zerstörungen und cirka 80 000 Tote, teils durch Natogewalt, aber auch durch rassistische islamistische Fanatiker.

Libyen ist bis heute ohne Frieden. Menschen verachtende Al-Kaida Terroristen – finanziert von Regimes wie Saudi-Arabien etc. – treiben dort ihr Unwesen als bewaffnete Banden.

Nun zu Syrien.

Nach der Zerstörung von Libyen, war Syrien das nächste Land, welches in den Fokus von islamistischen Fanatikern und Nato-Strategen geriet. Diese sogenannten Demokraten und Aktivisten sind die Manövriermasse westlicher Geheimdienste.

Zur systematischen Zerstörung von Zielländern dient die Organisation „Otpor“, gegründet in Belgrad.

Sogenannte „friedliche Revolutionen“, sollen Regimewechsel bewirken. An dem Charakter des „friedlichen Protestes“ ändert sich auch nichts, selbst wenn diese „Aktivisten“ militärisch bewaffnet agieren, oder als Mob ihre Gegner lynchen.

Zu Syrien gibt es beispielsweise ein Video, wo ein Soldat, der regulären syrischen Armee, von diesen „Aktivisten“ an ein Auto gebunden wird und solange durch die Strassen geschleppt wird, bis er tot ist.

Nun ja, das sind die Menschenrechte der Nato. Diese sogenannten Demokraten werden über die Türkei mit Waffen versorgt. Geld kommt aus Saudi-Arabien, Katar etc. Mit 74,9 Millionen für die nächsten drei Monate wollen sie die „sunnitische Opposition“ bewaffnen. Was diese Opposition macht hier ein Beispiel:

Fides: Salafisten wollen Religionskrieg: Kirche in Qusair besetzt und zu salafistischer Basis umfunktioniert!

Die griechisch-katholische Kirche St. Elias in Qusair, in der Nähe der Stadt Homs, wurde von einer bewaffneten Gruppe der syrischen Opposition besetzt, die dort eine Basis errichtet. Wie Fides von Augenzeugen berichtet wurde, stürmten am 13. Juli Männer, vermutlich radikale Islamisten, in die Kirche, zerstörten die Tür, läuteten die Glocken und zeigten eine Missachtung, die unter den lokalen christlichen Führern zu erheblichen Bedenken führte. Statt das Gebäude zu verlassen, nistete sich die Gruppe in den liturgischen Räumen ein und führt jetzt dauerhaft von dort aus alle Aktivitäten durch. Die örtlichen Kirchenvertreter verurteilten den Vorfall und erklärten das Verhalten „inaktzeptabel und respektlos gegenüber einem heiligen Ort“, wie ein Mitglied der Diozöse Homs dem Nachrichtendienst Fides erzählte. Sie haben außerdem einen Appell gestartet, den aktuellen Konflikt „nicht in die Schändung von Tempeln und heiligen Plätzen“ ausarten zu lassen. Fides Quellen bestätigen – wie viele Beobachter seit Wochen argumentieren -, dass es in der Stadt Qusair, südlich von Homs, radikale islamisch-salafistische Gruppen gibt, die „einen Religionskrieg kämpfen wollen“. In der Zwischenzeit sind die wenigen Christen, die geblieben sind – vor allem ältere Menschen, die ihre Häuser nicht verlassen wollten – aus Qusair geflüchtet. Mindestens 1.000 Gläubige sind in den letzten Tagen, nach einem Ultimatum einer bewaffneten Gruppe, aus der Stadt geflohen.

Soweit das Zitat von Fides – Fides ist ein kirchliche Quelle aus Syrien.

Die hiesigen Medien dagegen betreiben Desinformation oder einfach gesagt: Sie verbreiten Lügen, wie die vom Schlächter Assad und Massakern der Syrischen Armee.

Dazu zitiere ich Jürgen Todenhöfer Nahost-Experte von der CSU:

An die syrische Opposition gerichtet schreibt er weiter: „Die radikalisierten Gruppen der Rebellen kritisiere ich, weil sie gezielt Zivilisten töten und diese anschließend als Opfer der Regierung ausgeben. Diese ´Massaker-Marketing-Strategie´ gehört zum Widerlichsten, was ich in kriegerischen Auseinandersetzungen jemals erlebt habe. Ich werfe den radikalen Gruppierungen der Rebellen vor, dass sie sich inzwischen mit El-Kaida-Kämpfern verbündet haben.“

Zusammengefasst:

Es ist für den Bürger schwer, sich in all diesen Konflikten Informationen zu besorgen, die nicht manipuliert sind.

Es geht auch nicht darum, meine Schilderung, als verbindlich für alle, zu betrachten. Aber sie ist Resultat einer intensiven Internet-Recherche.

Da wo die öffentlichen Medien ihre Aufgabe, neutral zu informieren, nicht mehr wahrnehmen, ist der einzelne Bürger gezwungen auf andere Quellen zurückzugreifen. Es ist logisch, dann auch diese Informationen, die mühsam gewonnen wurden, zu verbreiten.

Gewollt ist, dass durch kritisches Denken, jeder sich seine eigene Meinung bilden kann und dieser gemäß auch handelt.

Nun zum Thema Berliner Ärztekammer.

Sie ist eine Berufskammer, die meint eine bestimmte Ethik und Moral zu haben.

Zitat aus dem Berliner Kammerblatt: Wiesing, seit 2002 Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Uni Tübingen, meint: “Wir wollen Menschen helfen. Moral ist also der Beginn von Medizin.” Gleichzeitig wies er auf die legitimierende und vor allem die limitierende Funktion der Moral ein: “Ärzte müssen in vorgegebenen Grenzen handeln.” Jonitz bedankte sich für diesen ausgezeichneten Vortrag zum “inneren Kompass des Arztes”, wie er es nannte. Na soweit das Zitat.

Da sollte man doch meinen, dass Funktionären in dieser Ärztekammer, auch zumutbar ist, sich mit der konkreten gesellschaftlichen Realität auseinander zu setzen, gemeint ist Gewalt und Krieg wo auch immer.

Erstens gibt es tatsächlich Menschen, die Anteilnahme am Leben anderer empfinden. Sie leiden unter diesen mörderischen Auseinandersetzungen. Auch gibt es in Deutschland Menschen aus Syrien, die Angehörige dort haben. Auch hier gilt unsere Anteilnahme.

Dieses Leid zu verhindern ist nicht daran gebunden, ob die Ärztekammer ein politisches Mandat hat, also offiziell legitimiert ist Statements abzugeben.

Unabhängig davon betrachte ich die Kammer und deren Mitglieder als Multiplikatoren.

Die Mitglieder der Ärztekammer hatten durch die E-Mails die Möglichkeit sich ein konkretes Bild zu machen, von dem mörderischen Geschehen im Nahen Osten.

Jeder einzelne von Ihnen, wäre in der Lage, als Multiplikator zu fungieren, also in seinem Lebens- und Wirkensfeld aktiv zu werden. Sowohl privat ansprechend, z.B. nach dem Ende einer Konferenz oder Besprechung, welcher Art auch immer.

Davon unabhängig, kann die Kammer eine Erklärung abgeben und diese veröffentlichen, sei es im Kammerblatt oder in anderen Medien.

Wir nannten dies früher: Regelverstoß, will meinen, wenn eine Sache wirklich wichtig ist, dann spielen formale Zuständigkeiten keine Rolle, vielmehr geht es darum Aufmerksamkeit zu erregen, wie auch immer.

Es geht nicht darum, dass die Ärztekammer die obigen Einschätzungen teilt, sondern darum, sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen und Menschenleben zu retten.

Was aber macht die Kammer?

Sie ignoriert sämtliche E-Mails von mir. Es kommt Null Reaktion auf all die Infos, weder Zustimmung noch Ablehnung einfach nichts.

Diese E-Mails sind Infos von unterschiedlichen Quellen, die allerdings im Widerspruch stehen, zu der hier von den Staatsmedien verbreiteten Irreführung.

Diese E-Mails wurden im Zeitraum März 2012 versandt. Der Inhalt war informativ, Texte, Bilder und Videos.

Inzwischen sind viele der damaligen Desinformationen, als Lügen entlarvt. Und jetzt hat die Ärztekammer tatsächlich reagiert allerdings wie!!

Wie reagiert die Kammer?

Nach drei Monaten des Schweigens, dringen, am Freitag den 6 Juli 2012, in den Morgenstunden, mitten in der vollen Sprechstunde, zwei Mitarbeiter des Gesundheitsamtes in meine Praxis ein, ohne sich namentlich oder in ihrer konkreten Funktion vorzustellen!!

Sie verlangen kategorisch mich zu sprechen. Ich war mitten bei einer Blutentnahme. Da sie diese Situation wohl selber unangebracht fanden, warteten sie, bis ich mit dem Patienten fertig war. Das Wartezimmer war voll.

Im Arztzimmer wurde mir eröffnet, ich hätte doch E-Mails an die Kammer geschickt, so als ob gleich der dritte Weltkrieg ausbrechen würde, warum ich dies getan hätte und es wäre doch sinnvoller gewesen diese E-Mails an das Außenministerium zu schicken.

Die Kammer wäre doch gar nicht zuständig.

Aha – das also ist der Zustand in diesem Lande – dass man solcherart Besuch bekommt. Dann erzählte mir einer von den beiden, dass er selber in Syrien gewesen wäre und dies wäre ein diktatorisches Regime. Aha Experte. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass dieser Besuch in Syrien vor zehn Jahren statt fand.

Danach Themawechsel: Jetzt wurde ich gefragt, wo ich denn die Spritzen entsorgen würde und womit ich denn die Liege desinfizieren würde.

Also da hat die Kammer diese Leute geschickt, um mir am Zeug zu flicken!

Nachdem diese „handfesten Dinge“ beantwortet waren, meinte dann die Ärztin vom sozialpsychiatrischen Dienst, ob es hier nicht irgendwie nach Cannabis riechen würde. Ist doch bemerkenswert, was manche Menschen so riechen. Selbstverständlich ist auch diese Wahrnehmung von der Qualität, die das gesamte Unternehmen kennzeichnet.

Immerhin wurde mir ehrlich geantwortet: Auch sie, die beiden vom Gesundheitsamt, hätten keine einzige E-Mail gelesen, kamen aber als geschickte Lakaien mich auf meinen Geisteszustand zu untersuchen. So ist das in diesem unserem Lande.

Nun kündige ich an, ein Protokoll zu schreiben und mir die Personalien der beiden zu erfragen.

Ich erlaubte mir auch auf die Situation der wartenden Patienten hinzuweisen, was dann immerhin zu der Einsicht führte, wir könnten ja einen Folgetermin im Gesundheitsamt vereinbaren.

Beim Gehen dann noch die Frage: Ob ich mich in den 70iger Jahren politisch auch schon so verhalten hätte. Ich bestätige, dass ich nicht Joschka Fischer wäre, klar, was damit gemeint ist.

Resümee

Es geht nicht um die Richtigkeit meiner Meinung zu Syrien etc. Es geht auch nicht darum zu beurteilen, ob dort eine Demokratie oder Diktatur besteht.

Es geht allerdings darum, die dortige Gefahrensituation zu erkennen, für die Bevölkerung und auch für die Entwicklung, hin zu noch mehr Gewalt und Krieg.

Es dient auch nicht dem Frieden, wenn westliche oder andere arabische Staaten den Konflikt schüren, indem sie Waffen liefern, Soldaten ausbilden und indem hier bei uns eine Desinformationskampagne geführt wird.

Es ist legitim und berechtigt hier Öffentlichkeit zu schaffen. Das Verhalten der Berliner Ärztekammer entlarvt sich, durch deren Reaktion, als nicht dem Frieden verpflichtet, auch nicht der kollegialen Diskussion verpflichtet, sondern im Gegenteil, durch Ignoranz des Inhaltes der E-Mails und letztendlich durch aggressives und feindliches Verhalten ohne Rechtsgrundlage.

Es ist insgesamt hinterhältig, weil eben wie gesagt, ein Gespräch in keinster Weise, weder abklärend noch lernend stattfand. Es wurde stattdessen eine andere staatliche Stelle beauftragt, hier der sozialpsychiatrische Dienst, sowie die Hygiene! Abteilung des Gesundheitsamtes.

Dies kann nur als offen feindseliges Verhalten verstanden werden.

Dafür spricht auch das unangemeldete Auftauchen in der vollen Sprechstunde, nach einer Latenzzeit von cirka 2 Monaten. Ein solches behördliches Verhalten, kann ja bestenfalls, mit Gefahr im Verzuge erklärt werden. Aber welche Gefahr denn bitte schön??

Offensichtlich ist die engagierte ärztliche und demokratische Haltung eines Arztes, der Ärztekammer suspekt.

Die menschenverachtende und kriminelle Kriegstreiberei auch des deutschen Außenministeriums (http://www.stern.de/politik/ausland/angriff-auf-tremseh-galt-wohl-vor-allem-rebellen-1857901.html ) wird durch Schweigen gedeckt, jeder Widerstand dagegen ist für diese Kammer, nicht Ausdruck von Meinungsfreiheit, sondern wird als psychopathologisch diffamiert.

Die Repression der Kammer zielte auch auf wirtschaftlichen Schaden ab. 5 Patienten waren nicht bereit, so lange zu warten und sind dann gegangen.

Nach alledem stellt sich die Frage, nach der Existenzberechtigung einer solchen Kammer, die sich durch Zwangsmitgliedschaft finanziert. Weitere Schlussfolgerungen überlassen wir dem politisch gebildeten Leser.

Solidarität ist gefragt. Bitte weiter verbreiten, bitte Kontakt aufnehmen.

Ich/ wir verurteilen das Vorgehen der Berliner Ärztekammer!

Unterschrift:

Name                      Vorname           Anschrift                      Kontakt

Wolfgang Conzelmann,
Luxemburger Str. 33,
13353 Berlin,
Telefon: 030/4617923

E-Mail: Conzelmann-Arzt@gmx.de

Spenden bitte auf dieses Konto:
Berliner Volksbank, BLZ 100 900 00
Konto Nr.: 2004158000 Stichwort: Frieden

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