Dies und Das – Tresor 7 und das nicht erwähnte Offensichtliche

 von Russophilus – 9. März 2017 – vineyardsaker.de Es schmerzt mich fast ein bisschen, die Fursow-Serie (kurz) zu unterbrechen, die […]

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Es schmerzt mich fast ein bisschen, die Fursow-Serie (kurz) zu unterbrechen, die unser Dorfbewohner Artur dankenswerterweise übersetzt hat, aber ich würde meine Aufgabe ignorant und schlecht erfüllen, wenn ich das Folgende nicht wenigstens kurz anrisse.

Es gibt ja eine Menge Lärm wegen Tresor 7 („vault 7“), allerdings fallen zwei Dinge auf: Zum einen scheinen „unsere“ „Medien“ recht wenig Interesse daran zu haben und zum anderen bleiben sie alle, auch bei den Amis, an der Oberfläche.

Die meisten glauben ja an das (wohl nicht zufällig gestreute) Märchen, da sei eben wieder mal ein Abtrünniger, der das Herz noch am rechten Fleck hat, aktiv geworden. Ich glaube das nicht; aus allerlei Gründen, allen voran dem, dass die Dienste so nicht funktionieren.

Die Realität, die ich sehe, ist weitaus weniger romantisch, komplexer, aber auch erfreulicher.

Ein Trump kommt nicht mal so eben an die Macht, weil die Bürger ihn halt wollten und dass Tresor 7 justamente jetzt „explodiert“ ist sicher auch kein Zufall. Gehen wir also mal zurück an den uns erkennbaren Anfang, zu Snowden.

Ich erinnere mich noch gut an die Situation und an die Gespräche und Vermutungen damals, auch in Fachkreisen. Fast alle glaubten an das Robin Hood-artige Märchen des netten Snowden, den sein Gewissen getrieben hatte. In gewisser Weise zynisch mag das sogar so gewesen sein, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Und ich erinnere mich noch gut an meine These damals, der nämlich, dass Snowden eben wegen seiner Persönlichkeit, die übrigens mehr durch Versagen denn durch Heldenhaftigkeit gekennzeichnet war, ausgewählt und in seiner Karriere gesteuert wurde, um ihm genau den Zugang zu verschaffen, der sich später als so nützlich erweisen würde.

Es gibt so einige Hinweise darauf, dass Snowden ideal war; intelligent genug, getrieben genug durch die Divergenz zwischen seinen Schwächen und seinen Idealen und auch ganz persönlichen Bedürfnissen, griff irgendwann jemand zu und steuerte so einiges dezent aus dem Hintergrund. Übrigens war es auch nahezu sicher dieser Jemand, der Snowden am Tag X das Alarmsignal gab und ihn zur Flucht und zum Auspacken veranlasste.

Bis heute habe ich kaum je bei irgendjemandem die entscheidende Frage gehört, die nämlich, wer, nicht in Sinne eines Namens sondern im Sinne einer Spielerkontur dieser Jemand war und warum er tat, was er tat.

Und nun Tresor 7 – und wieder stellt niemand die wirklich relevanten Fragen, obwohl Tresor 7 im Grunde eine Neuauflage von Snowden ist, nur in einer anderen Farbe und den anderen großen Geheimdienst betreffend.

Und wieder gilt, dass jemand die nötigen Zugänge nicht mal so eben hatte, sondern dass da jemand über einen längeren Zeitraum agierte und zum nach seinen Maßstäben passenden Tag X die Tresortür nicht nur aufmachte, sondern den Inhalt irreversibel verstreute.

Jeder mit auch nur dem bisschen Ahnung, wie Dienste funktionieren, das man bekommt, wenn man mal eine arte Doku über Dienste gesehen und darüber nachgedacht hat, müsste blind sein, um angesichts der doch ziemlich deutlichen Hinweise noch ans Märchen zu glauben.

Schon dass Trump gewinnen konnte, war erstaunlich. Er war noch nicht mal im Amt, da begann schon eine ganze Reihe von in der Regel bösartigen und verlogenen Aktionen gegen ihn. Eine Kombination von Elementen tauchte dabei ziemlich zuverlässig auf: Die Angreifer wussten Dinge, die sie normalerweise kaum wissen konnten und die Medien griffen jeden Dreck sofort überaus willig auf und bliesen ihn gewaltig auf.

Anders ausgedrückt: Es ist offensichtlich, dass es eine unheilige und hässliche Zusammenarbeit zwischen den Diensten und den Medien gab. Übrigens nicht mal irgendwie aufwendig verkleidet; erst unlängst z.B. erreichte das hässliche Spielchen einen Höhepunkt, als der Clinton-Kumpel Senator Schumer Präsident Trump unverhohlen und öffentlich damit bedrohte, von der CIA liquidiert zu werden.

Die Überschrift, die Leitlinie bei den Angriffen war meist die, das böse, böse Russland habe gespitzelt, Trump und allerlei seiner Leute ferngesteuert und die Wahlen zugunsten von Trump manipuliert.

Und die Schäden waren beträchtlich. General Flynn, ein fähiger und integerer Mann musste gehen, die Ernennung von Justiminister Sessions wurde erheblich verzögert und kaum war er endlich im Amt, wurde er durch einen weiteren Anschlag gleich weitgehend vom Spielfeld genommen, usw.

Und nahezu immer dienten als Grundlage Informationen, die zweifellos von den Diensten kamen.

Dann drehte Trump dieser Tage den Spieß um und erklärte auch den Diensten nach den Medien offen den Krieg, indem auch er aufgrund einer Information, die nur den Diensten zugänglich war – und auch da wohl nur recht wenigen – öffentlich und zur Anklage machte, nämlich dass die Obama-Regierung sowohl den Präsidentschaftskandidaten Trump wie auch den bereits zum Präsidenten gewählten Trump illegal abhörte und bespitzelte.

Wenige Tage später explodiert Tresor 7 und einer der Hauptpunkte ist das Program „umbrage“, bei dem die CIA Cyber-Angriffe durchführt und sie gezielt anderen (den Russen) unterschiebt, indem sie bestimmte falsche Spuren erzeugt, wohlwissend, dass das FBI nicht genauer prüfen wird…

Die Quelle, die dafür genutzt wird, ist eine hoch angesehene und als verlässlich etablierte, Wikileaks. Dass auch Snowden auftaucht und seinen Segen gibt und sagt, das alles sei ganz offensichtlich authentisch und wirklich von der cia, ist fast schon unnötiger aber hilfreicher Luxus, ein Sahnehäubchen.

Wie praktisch. Und wie nett und hilfsbereit der Zufall das timing doch gestaltet hat. Wer das Märchen von den wikileaks und Snowden-Robin Hoods noch glauben will, für den habe ich ein sehr attraktives Angebot: Ich verkaufe diese Woche den Original Eiffelturm zum Schnäppchenpreis von nur 500.000 €; und, besser noch: Wer zwei nimmt, bekommt einen dritten gratis dazu!

Dass Horst und Gabi Mustermann das nicht durchschauen, ist nur normal. Dass aber selbst Medien und Fachleute eifrig übers Märchen diskutieren, statt das Offensichtliche und eigentlich Wichtige mal näher zu beleuchten, übrigens auch in den usppa, erstaunt dann doch etwas.

Was ist das Offensichtliche? Oh, da gäbe es so einiges. Beispiele:

– Das, was da veröffentlicht wurde, ist offensichtlich bereits vorgefiltert. Entweder von Wikileaks (wenig wahrscheinlich) oder von Leuten in den Diensten.
– Der Zeitpunkt. Da hat jemand (mit reichlich Fachkenntnis) genau gewusst, wie das Spielchen laufen würde, welche Waffen eingesetzt und aus welcher Richtung und wo angegriffen würde und er hat sehr gut vorbereitet einen präzisen und verheerenden Gegenschlag geführt – und zwar mit einer erkennbaren Choreographie.
– Der wirkliche Verlauf. Irgendein Snowden kommt nicht einfach so innerhalb weniger Jahre an all das Material und auch das Wikileaks-Material ist kein Leak, sondern Wikileaks ist ganz offensichtlich einfach nur ein Werkzeug; vielleicht eines, dass das weiss, vielleicht auch ein ahnungsloses (wenig wahrscheinlich)
– Jemand beschützt Wikileaks. Und zwar *sehr aufwendig*. Wir erinnern uns: Die CIA selbst sagt in ihren internen Papieren, dass ssl auf deutsch für den Arsch ist – zugleich aber ist ssl angeblich der wesentliche und womöglich sogar der einzige Kanal, über den „leaker“ Material an Wikileaks geben. Es sollte nicht nur Fachleuten erkennbar sein, dass Wikileaks nur eine Front ist und dass dahinter noch etwas ganz anderes und sehr professionelles steckt, das garantiert nicht auf „leaks“ von Robin Hoods angewiesen ist.

Es gäbe noch einiges mehr, aber ich belasse es dabei, auch weil das zwar wichtig ist zum Verständnis, aber keineswegs der Kern.

Wollen wir zur Abwechslung mal ein *realistisches* Szenario zeichnen?

Der Gegner ist ein Konglomerat, das man in etwa mit Ziocons, Globalisten, Öligarchen, Deep State, Medien umschreiben könnte. Und das ist wohlgemerkt ein gewaltiger Gegner, dem nicht grundlos ganze Gruppen von Staaten artig aufs Wort gehorchen.

Wer ist der Gegenspieler, die (relativ) Guten? Das ist erst mal unwichtig. Wichtig ist, was die können und welche Konturen die haben. Und da wissen wir so einiges, z.B. dass die es immerhin geschafft haben, ihren Mann Trump – gegen sehr viel Widerstand – ins Weisse Hause zu bringen.

Und wir wissen noch etwas – und es ist äusserst erstaunlich, dass das kaum irgendwo zu lesen ist: Die haben Leute in den Diensten und zwar höhere Chargen und keine Snowdens. Dorthin gibt es genau einen brauchbaren Weg, denn mal so eben Nobodies hin und her zu schieben, würde Aufmerksamkeit erregen und alles zunichte machen. Der eine funktionierende Weg ist Zeit. Und Unauffälligkeit. Wenn ich hier von Zeit spreche, dann meine ich mindestens eine Dekade und realistisch eher zwei.

Die Leute, von denen ich spreche, sind, mal ins militärische System übertragen, Majore und Obristen, vielleicht auch ein paar vereinzelte (nicht mal beabsichtigte) ein-Sterner. Das sind also hochrangige Spezialisten, Abteilungsleiter, usw. Nicht ganz oben, das wäre zu auffällig und riskant. Es sind auch keine Karrieristen sondern unauffällige aber fähige und ausdauernde Treppensteiger, die auf einer Verdächtigenliste ganz unten stünden. Leute also, die klein und normal angefangen haben, die ihre Auslandsstationen durchlaufen haben und dabei weder negativ noch sonderlich positiv auffielen, die irgendwann mal kleine Gruppen oder unwichtige CIA-Stationen geleitet haben und die heute nach vielen Jahren als brave Chefs ihren Dienst in Büros verrichten.

Und es sind nicht einige wenige, sondern eine ganze Reihe, denn bei jedem Dienst schlagen Alarmglocken an, wenn größere Mengen an Material abgefragt werden. Was da abgezweigt wurde – und das waren erhebliche Mengen – musste im Alltagsbetrieb untergehen.

Und noch etwas ist wichtig: Es muss irgendwo eine sehr diskrete Zentrale geben, wo geplant, und koordiniert, alles zusammengetragen und ausgewertet und gegebenenfalls auch zu einem bestimmten Zeitpunkt – und eingebunden in eine Strategie – „geleakt“ wird.

Und es gibt noch einen Komplex, auf den ich gesondert hinweisen möchte, das nämlich, was derzeit unter der Überschrift „CIA- Spitzelzentrale Frankfurt“ läuft. Hierbei ist zu bedenken, dass, politisches blabla mal beiseite, Deutschland für die usppa eine völlig unwichtige Kolonie ist. Unsere Bedeutung ist bestenfalls die einer Mischung aus Schweiz und der Basis Guam im pazifischen Ozean. Bisher.

Nun nicht mehr. Und genau deshalb wird das Thema Frankfurt auch so hoch gespielt. Denn, wir haben das hier ja bereits beleuchtet, die Ziocons sind gerade dabei, eine zumindest einstweilige Trutzburg in Europa, genauer und insbesondere in Deutschland zu errichten.

Hier muss ich kurz ausholen, um den Kontext erkennbar zu machen. In Europa leben fast doppelt soviele Menschen wie in den usppa und Europa ist nach wie vor einer der Top-Märkte. Anders ausgedrückt: Europa, zumal ein zionistisch kontrolliertes und „geeinigtes“ Europa, kann für die „Patrioten“ ziemlich schnell lebensbedrohlich gefährlich werden. Es wäre sinnlos und dumm, wenn sie die usppa säubern und auf Vordermann bringen würden und Europa ignorierten. Denn dann würden sie, noch ehe sie mit ihrem Programm halbwegs durch sind, (neben Russland und China) einer Wieder-Weltmacht gegenüberstehen, die alles wieder zunichte macht.

Wenn die „Patrioten“ aufräumen wollen – und dass sie das wollen und verdammt ernst meinen, ist wohl kaum zu verkennen – dann werden sie notwendig auch verhindern müssen, dass die Ziocons in Europa eine Trutzburg errichten.

Was die usppa selbst angeht, um da nochmal drauf zurück zu kommen, so zeichnet sich das Potential einer Art Bürgerkrieg ab. Mein Eindruck ist der, dass beide Seiten das vermeiden wollen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen; allerdings haben es die Ziocons derart heftig getrieben und ihre Zombie-Armeen so aufgepeitscht, dass sehr viele in den usppa ziemlich kurz davor sind, Bürgerwehr-Gruppen auszubauen und voll zu aktivieren und mit Schusswaffen aufzuräumen, um sich des „liberalen“ Geschwürs zu entledigen.

Es gäbe noch einiges mehr dazu zu sagen, übrigens durchaus mit Anknüpfungspunkten zu Fursows Ausführungen, aber dazu vielleicht später mehr.

Quelle

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