London schickt Zerstörer zu den Falklands

Großbritannien will den neuen Großzerstörer Dauntless (der Furchtlose) in den Südatlantik zu den Falklandinseln schicken, was dem britischen Verteidigungsministerium zufolge […]

HMS Dauntless

Großbritannien will den neuen Großzerstörer Dauntless (der Furchtlose) in den Südatlantik zu den Falklandinseln schicken, was dem britischen Verteidigungsministerium zufolge in keinem Zusammenhang mit den zunehmenden Spannungen zwischen London und Buenos Aires wegen des Status des umstrittenen Territoriums steht.

Die Dauntless, die jetzt in Portsmuth in Südengland stationiert ist, soll als erster Großzerstörer der neuen Generation mit Kurs auf die Falklandinseln auslaufen. Der Termin ist noch nicht bekannt.

Das britische Verteidigungsministerium hebt in seiner Mitteilung besonders hervor, dass die Dauntless eine vor der Falkland-Küste eingesetzte Fregatte ablösen soll. Dass der Großzerstörer in diese Region geschickt werde, bedeute keineswegs eine Herausforderung an Argentinien, heißt es.
Vor knapp 30 Jahren, im April 1982, brach der so genannte Falkland-Krieg aus, als ein Militärkontingent Argentiniens auf der Inselgruppe gelandet war und den dort stationierten britischen Marineinfanterie-Verband zur Übergabe gezwungen hatte. Zwei Monate später konnte eine britische Seestreitmacht das Territorium für Großbritannien zurück erobern. Eine Kapitulationsurkunde wurde am 14. Juni 1982 unterzeichnet.
Seitdem sind die Falklandinseln ein umstrittenes Territorium. Mit dem Heranrücken des 30. Jahrestages des Kriegsbeginns geben Großbritannien und Argentinien lautstarke Erklärungen zum Status und zur möglichen Zukunft des Archipels ab.

Die argentinische Regierung hat in letzter Zeit wiederholt Anspruch auf das genannte Territorium geltend gemacht – zum Teil wegen des geplanten sechswöchigen Einsatzes von Prinz William auf den Falklandsinseln. Der Enkel der Queen soll im Februar und März dieses Jahres als Pilot eines Rettungshubschraubers auf den Inseln dienen. Dies könnte die britisch-argentinischen Beziehungen noch weiter verschlechtern.

Briten wollen Öl fördern

Der Streit um die Inselgruppe dürfte angesichts der bevorstehenden 30. Jahrestag des Falklandkrieges im April dieses Jahres wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Die Argentinier bestehen darauf, dass das britische Überseegebiet, das sie seit 1833 für sich beanspruchen, endlich die argentinische Flagge schmückt. Die neue politischen Offensive dürfte einen handfesten Grund haben: Das britische Öl-Unternehmen Rockhopper Exploration gab Mitte September bekannt, ihre Experten hätten ein Potential von 350 Millionen Barrel in der Region ausfindig gemacht. Ab 2016 wollen die Briten mit der Förderung beginnen. Beim Falklandkrieg vor 20 Jahren fanden über 1000 Menschen den Tod.

http://www.politaia.org/sonstige-nachrichten/streit-um-die-falklands-verscharft-sich/

http://de.rian.ru/politics/20120131/262583513.html

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