Russen bombardieren Türken auf dem Vormarsch nach Manbidsch

Ein interessanter Vorfall auf der Strasse nach Manbidsch Von Ian Greenhalgh – 1. März 2017 – Veterans Today – Übersetzung: […]

Ein interessanter Vorfall auf der Strasse nach Manbidsch

Von Ian Greenhalgh – 1. März 2017 – Veterans Today – Übersetzung: politaia.org

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Al Bab, nun in türkischer Hand, ist nur 15 Meilen vom Flughafen von Aleppo entfernt

Erdogan hat angekündigt, dass weder die Türkei noch sein privater Lizenzbetrieb “Freie syrische Armee“, eine Armee, die noch von niemanden gesehen worden ist, den ISIS nicht weiter bekämpfen werden. Will man auf den Punkt herumreiten, so wird er [den ISIS] nicht nur nicht bekämpfen, er kann es gar nicht – und dafür gibt es einen Grund.

Schauen Sie, ErdogansSyrisch-Arabische Miliz“, die ISIS bekämpfen soll, ist in Wirklichkeit der ISIS.

Als der ISIS vor Jahren nach Rakka einmarschierte, sagte Erdogan zu sich selbst, warum die Saudis gute Geschäfte machen lassen, wenn ich selbst abkassieren kann? So ließ Erdogan ein Operationszentrum in Gaziantep einrichten und verlegte Truppen nach Syrien, die den ISIS spielten. Die Türkei begann damit, Nordsyrien zu plündern, anfangs ein paar Dutzend Fabriken, dann alle, buchstäblich hunderte von ihnen rund um Aleppo. Dann baute man ein Handelssystem auf, welches unter der Führung seines Sohnes Syrien bis aufs Blut aussaugte.

Seit Jahren stiehlt der türkische ISIS Weizen, treibt Steuern ein, raubt die Bewohner aus und handelt sowohl im eigenen Besatzungsbezirk mit Öl und Gas, als auch mit dem echten ISIS im Süden und Osten.syrien_al_bab_rakka

Als dann die von den USA unterstützten Kurden in den Konflikt eintraten und die Syrische Armee nach Norden vorrückte, kamen die meisten Öllieferungen des echten ISIS zum Erliegen und der Weizen kam unter kurdische Kontrolle. Da aber all dies sowieso über die Türkei abgewickelt werden musste, wo lag dann der Schaden [für Erdogan]?

Nun, da die Syrische Armee und die von den USA unterstützten Kurden jetzt verbündet sind und ökonomische Abkommen mit Damaskus geschlossen wurden, richtet sich das Geschehen nach Süden und Erdogan nimmt sich Damaskus vor; möglicherweise [aber] auch Washington und Moskau.

Nun zur Meldung:

Laut TASS beschuldigen die USA in Person des General Townsend Russland, Luftangriffe gegen die Türken ausgeführt zu haben, wohingegen die Washington Post behauptet, die Leidtragenden der russischen Bomben wären die syrischen Kurden gewesen, die eben ein weitreichendes Abkommen mit Damaskus geschlossen haben.

Vor einigen Tagen bombardierten die Türken mindestens dreimal die Syrische Armee, als diese nach Norden vorrückte, um mit den kurdischen Verbündeten Verbindung aufzunehmen; der offensichtliche Grund lag darin, die Vereinigung der syrischen und kurdischen Bodentruppen zu verhindern.

Alsdann rückten die türkischen Bodentruppen – also die Türkische Armee und die Freie Syrische Armee – auf der Strasse von Al Bab Richtung Manbidsch vor, ein Weg, der zu einer direkten Konfrontation mit den syrischen Kurden führen würde, die notabene Teil der US-Koalition sind.

Allerdings brachte die russische Luftwaffe den Vormarsch zum Erliegen, als sie die Türken bei der Bewältigung der engen Gebirgskorridore auf dem Wege nach Manbidsch bombardierte. Dies war eine Vergeltung für die türkischen Luftangriffe auf die Syrische Armee.

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Wohin das führen wird, ist nicht klar, aber ein offener Krieg zwischen der Türkei und Russland steht nicht ganz oben auf der Liste der Eventualitäten. Allerdings ist ein erklärter Krieg zwischen Syrien und der Türkei sehr wahrscheinlich, was sich zu einer üblen Situation für Erdogan auswachsen könnte. Denn Syrien könnte mit der Unterstützung des Iraks, des Irans und wahrscheinlich der Hisbollah und der syrischen Kurden rechnen.

Die Russen werden sich wahrscheinlich heraushalten, aber sie würden sicherlich mehr als erfreut sein, die Syrer und ihre Alliierten mit all den Waffen und militärischen Leckerbissen zu versorgen, die sie zu bieten haben. Nicht zuletzt wäre es eine Ankurbelung für die russische Wirtschaft und Putin wäre sicher froh, den umtriebigen Türken Erdogan und seine Träume von der Wiederaufstehung des Ottomanischen Imperiums auf Kosten der arabischen Nachbarn loszuwerden.

Quelle

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