Steht eine große russische Luftoffensive in Syrien an?

Russland fordert die Schließung der nordirakischen Flughäfen Die russische Regierung hat angekündigt, dass sie eine große Luftoffensive gegen ISIS in […]

Russland fordert die Schließung der nordirakischen Flughäfen

Die russische Regierung hat angekündigt, dass sie eine große Luftoffensive gegen ISIS in Syrien plane. Demzufolge hat sie die irakischen Behörden gebeten, alle Flüge zu und von den Flughäfen Erbil und Sulaimaniyah abzusagen, um gefährliche Vorfälle zu vermeiden.

Laut Angaben der russischen Nachrichtenagentur Itartas kündigte Russland eine massive Militäroperation unter dem Namen “allgegenwärtige Zerstörung” an, an der 69 Sukhoi-Kampfflugzeuge, einige Tupolew-160-Bomber sowie Unterseeboote und Kampfschiffe im Mittelmeer teilnehmen werden.

Russland hat bereits seit einiger Zeit Luftschläge durchgeführt und will jetzt seine tiefgreifenden Operationen verstärken. Wie schon geschehen, startet Russland seine Marschflugkörper vom Kaspischen Meer aus, wobei die Raketen zwingenderweise iranischen und nordirakischen Luftraum durchqueren müssen, um syrisches Gebiet erreichen zu können. Russland hat die beiden Staaten offiziell um Erlaubnis für für die Benutzung ihres Luftraums gebeten.

Eine Eskalation des Krieges in Syrien?

Angesichts des türkischen Eingreifens in Syrien – angeblich um den ISIS zu bekämpfen – sieht dies sehr nach Eskalation aus, vor allem vor diesem Hintergrund.

Die türkische Armee hatte Mittwochmorgen mit Unterstützung von Flugzeugen der internationalen Koalition(!) eine Militäroperation zur Befreiung von Dscharablus von der Terrorgruppierung Islamischer Staat gestartet. Türkische Kampfjets flogen Angriffe gegen ISIS-Objekte.

Wie türkische Medien zuvor unter Berufung auf militärische Quellen berichtet hatten, handelt es sich nicht um eine Bodenoperation in Syrien. Das Ziel der türkischen und der Koalitionskräfte sei es, einen Korridor für die Kräfte der gemäßigten Opposition einzurichten, damit diese Dscharablus von den Terroristen befreien könnten, hieß es. http://de.sputniknews.com/politik/20160824/312258545/damaskus-uno-tuerkische-aggression-syrien-stoppen.html

Da haben wir ihn also wieder: Den Korridor für die angeblichen gemäßigten Kräfte!

Doch was steckt dahinter?

Im Gegensatz zu den Aussagen gegenüber der Presse (und trotz des offensichtlich gefakten Putschversuchs) hat keine Partei seine Politik bezüglich dem ISIS geändert. Die Terrororganisation wird weiterhin durch diejenigen unterstützt, die sie gegründet haben (prominente US-Leute um David Petraeus und John Negroponte herum, die Regierungen von Saudi-Arabien, Katar und der Türkei). Nur die schiitischen Iraker, die libanesische Hisbollah, die syrische-arabische Armee und die Russische Föderation bekämpfen sie. Die Operationen der US-Koalition hatten sich niemals mehr zum Ziel gesetzt, als “den ISIS in Schranken zu halten”, niemals aber ihn auszurotten. Es geht darum, den Norden von Syrien zu “befreien”, um ihn sofort durch die Kurden aus dem Irak zu besetzen und den ISIS in den Irak zu drängen, wo für ihn ihm Al-Anbar-Provinz vorgesehen ist. Der einzige Unterschied seit der russischen Intervention ist der, dass es der Westen aufgegeben hat, die syrische Wüste durch den ISIS zu besetzen.

Wichtige Punkte:
- Frankreich und Großbritannien haben es geschafft, in der öffentlichen Meinung glaubhaft darzustellen, dass es die Resolution-2249 ihnen erlaubt, in Syrien gegen den ISIS einzugreifen. Auf dieser Grundlage haben sie von den Parlamenten die Erlaubnis bekommen, ohne Zustimmung von Syrien Bombenangriffe durchführen zu können.
- Auf dem Boden glauben sie, sich auf die turkmenischen Milizen (unterstützt durch die türkische Armee) und die kurdischen YPG (unterstützt durch die Kurdische Regionalregierung und Israel) verlassen zu können.
- Der Zweck dieser Eingriffe dient nicht der Beseitigung des ISIS, sondern seiner Verlegung in Richtung von Al-Anbar; weiterhin werden die ethnischen Säuberungen weitergeführt, diesmal im nördlichen Syrien, um dort ein Pseudo-Kurdistan zu erstellen.

Die Kurden sind ein Volk, das seit Jahrhunderten in einem Gebiet lebt, das heute zwischen der Türkei, dem Irak und dem Iran aufgeteilt ist. Bei der Volkszählung im Jahre 1962 gab es nur 169 000 Kurden in Syrien, d.h. ein infinitesimaler Teil der allgemeinen Bevölkerung. Aber während des türkischen Krieges der Jahre 1980-90, nahmen 2 Millionen türkische Kurden Zuflucht in Syrien. Die Idee von Frankreich, Israel und Großbritannien ist es, ihnen einen Staat zuzuschneiden, nicht bei ihnen zu Hause, in der Türkei, sondern indem man ein Land kolonisiert, das die Kurden großzügig aufgenommen hatte.

Von Kurden besiedelte Gebiete in der Türkei, in Syrien, im Irak und im Iran

Von Kurden besiedelte Gebiete in der Türkei, in Syrien, im Irak und im Iran

Darum geht es also nach wie vor: Israel will ein von der Barzani-Mafia gesteuertes Kurdistan, das auf Kosten Syriens, des Iraks und später des Irans entstehen soll. Die zionistischen Regime in den USA, GB, Frankreich und Deutschland stecken hinter dem syrischen Debakel im Auftrag der Internationalen Organisierten Kriminalität. Erdogan will die türkischen Kurden in diesem Pseudo-Staat vertreiben. Ob die Rechnung  Erdogans aufgeht? Oder wird er nur für die Drecksarbeit gebraucht?

Wenn es da nicht den Yinon-Plan gäbe:

Der Yinon-Plan ist ein israelischer Strategieplan zur Garantie der israelischen Überlegenheit und stellt insofern eine Fortsetzung der britischen strategischen Zielplanung dar. Er fordert und drängt darauf, dass Israel seine geopolitische Umgebung über eine Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Staaten in kleinere und schwächere staatliche Gebilde umgestalten müsse. Israelische Strategieexperten sahen den Irak als die größte strategische Herausforderung seitens eines arabischen Staates an. Aus diesem Grunde stand der Irak im Zentrum der Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Welt. Auf der Grundlage der Konzepte des Yinon-Plans haben israelische Strategen die Aufteilung des Irak in einen kurdischen Staat und zwei arabische – einen schiitischen und einen sunnitischen – Staaten gefordert. Den ersten Schritt zur Umsetzung dieser Pläne bildete der Krieg zwischen dem Irak und dem Iran, der schon im Yinon-Plan [dieses Strategiepapier wurde nach seinem Verfasser Oded Yinon, einem hochrangigen Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums, der es 1982 veröffentlichte, benannt] erörtert worden war. Die Zeitschrift The Atlantic und das amerikanische Armed Forces Journal veröffentlichten beide 2006 weitverbreitete Karten, die sich an den Konzepten des Yinon-Plans orientierten. Neben einem dreigeteilten Irak, den auch der sogenannte »Biden-Plan« des heutigen amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden vorsah, setzte sich der Yinon-Plan auch für eine Aufteilung des Libanon, Ägyptens und Syriens ein. Auch die Zersplitterung des Iran, der Türkei, Somalias und Pakistans passt in das Konzept dieser Politik. Darüber hinaus befürwortet der Yinon-Plan eine Auflösung [der existierenden staatlichen Strukturen] Nordafrikas, die, so prognostiziert er, von Ägypten ausgehen und dann auf den Sudan, Libyen und den Rest der Region übergreifen werde.

Der Yinon-Plan ist ein israelischer Strategieplan zur Garantie der israelischen Überlegenheit und stellt insofern eine Fortsetzung der britischen strategischen Zielplanung dar. Er fordert und drängt darauf, dass Israel seine geopolitische Umgebung über eine Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Staaten in kleinere und schwächere staatliche Gebilde umgestalten müsse. Israelische Strategieexperten sahen den Irak als die größte strategische Herausforderung seitens eines arabischen Staates an. Aus diesem Grunde stand der Irak im Zentrum der Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Welt. Auf der Grundlage der Konzepte des Yinon-Plans haben israelische Strategen die Aufteilung des Irak in einen kurdischen Staat und zwei arabische – einen schiitischen und einen sunnitischen – Staaten gefordert. Den ersten Schritt zur Umsetzung dieser Pläne bildete der Krieg zwischen dem Irak und dem Iran, der schon im Yinon-Plan [dieses Strategiepapier wurde nach seinem Verfasser Oded Yinon, einem hochrangigen Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums, der es 1982 veröffentlichte, benannt] erörtert worden war. Die Zeitschrift The Atlantic und das amerikanische Armed Forces Journal veröffentlichten beide 2006 weitverbreitete Karten, die sich an den Konzepten des Yinon-Plans orientierten. Neben einem dreigeteilten Irak, den auch der sogenannte »Biden-Plan« des heutigen amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden vorsah, setzte sich der Yinon-Plan auch für eine Aufteilung des Libanon, Ägyptens und Syriens ein. Auch die Zersplitterung des Iran, der Türkei, Somalias und Pakistans passt in das Konzept dieser Politik. Darüber hinaus befürwortet der Yinon-Plan eine Auflösung [der existierenden staatlichen Strukturen] Nordafrikas, die, so prognostiziert er, von Ägypten ausgehen und dann auf den Sudan, Libyen und den Rest der Region übergreifen werde.

Wieso eigentlich dann die neuerliche Versöhnung von Putins Russland mit Erdogans Türkei???

Wissen Sie was? Die ganze Mischpoke steckt unter einer Decke.

Quellen:

http://www.veteranstoday.com/2016/08/24/russia-calls-for-airport-closure-in-northern-iraq-fierce-operation-in-syria-draws-near/

Die Invasion des Nordirak – Gordon Duff

Das hinterhältige Projekt für den Kunststaat Kurdistan

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