Chef der “Armee Freies Syrien” fordert Luftschläge

Riad al-Asad in einem Flüchtlingslager im Südosten der Türkei. Bild: reuters

APF am Donnerstag berichtet, dass die Free Syria Army (FSA) Luftschläge gegen strategische Ziele in Syrien fordert.

“Wir unterstützen keine Intervention ausländischer Truppen wie das im Irak der Fall war, aber wir möchten, dass die Internationale Gemeinschaft und logistisch unterstützt,” sagte der Chef der FSA Riyadh al-Asaad, der  sich jenseits der Grenze auf türkischem Territorium befindet. “Außerdem wünschen wir internationalen Schutz, die Errichtung einer Flugverbotszone und einer Pufferzone, sowie Luftschläge gegen bestimmte strategische Ziele, welche vom Regime als besonders wichtig eingeschätzt werden,” sagte er weiter.

Oberst Riad al-Asad, operiert von einem Stützpunkt in der türkischen Provinz Hatay aus. Er sagt, dass er ein Heer von 15.000 Deserteuren befehligt. Das dürfte jedoch stark übertrieben sein.

In diesem Monat hat die FSA das Regime mit einer ganzen Serie von Anschlägen herausgefordert. Erst am Sonntag haben Unbekannte das Hauptquartier der regierenden Baath-Partei in Damaskus mit Panzerfäusten beschossen. Die FSA hat die Verantwortung für den Anschlag zunächst übernommen und dann wieder zurückgewiesen. Die Abstände zwischen den Angriffen werden immer kürzer. Nur wenige Tage zuvor hatte sich die FSA zu einem Anschlag auf eine Basis des Luftwaffengeheimdienstes in einem Damaszener Vorort bekannt.

Anfang der Woche hatte der französische Kolonialminister Alain Juppe eine Intervention in Syrien in Aussicht gestellt. Nach einem Treffen mit Burhan Ghalioun vom syrischen Nationalrat ( Syrian national council) meinte Juppe,  “humanitäre Korridore und humanitäre Zonen” sollten eingerichtet werden, um die Bevölkerung vor den angeblichen Übergriffen des Assad-Regimes zu schützen. Orwellsches Neusprech kommt immer mehr in Mode.

Der FSA Zuflucht auf ihren Boden zu gewähren, ist Teil der türkischen Bemühungen, Assad zu stürzen. Artak Shakaryan, ein armenischer Turkologe, erläuterte der PanArmenian am 10. Oktober, dass die Türkei Aktionen zur Destabilisierung des syrischen Regimes unterstützt, aber ohne NATO-Unterstützung keine direkten militärischen Operationen unternehmen wird. “Den Iran aus der Region zu vertreiben und den eigenen Einfluss in Syrien nach dem Sturz Assads zu erweitern, sind unter anderem die Ziele der Türkei,” sagte er Ende Oktober der New York Times.

http://www.infowars.com/free-syria-army-boss-calls-for-airstrikes/

http://www.taz.de/!82364/

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