Irak: Mehr als 20 Tote und Dutzende Verletzte bei vier Anschlägen in Bagdad
MOSKAU, 05. Januar (RIA Novosti).
Zwei neue Explosionen haben sich am Donnerstag in schiitischen Wohnvierteln der irakischen Hauptstadt Bagdad ereignet. Die Gesamtzahl der Toten bei den vier Explosionen beträgt nach den jüngsten Angaben 21. Weitere Dutzende Menschen erlitten Verletzungen, meldet AFP unter Hinweis auf die irakische Polizei und auf Mediziner.
Zuvor war von zwei Explosionen in Sadr-City, dem schiitischen Wohnviertel von Bagdad, berichtet worden. Dort explodierten ein vermintes Kraftrad und eine Sprengladung am Straßenrand.
Die Beziehungen zwischen der sunnitischen Mehrheit und den Schiiten haben sich nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein im Jahr 2003 stark zugespitzt. Unter Hussein bekleideten Sunniten führende Posten im Staat. Aber nach 2003 wurden sie von Schiiten verdrängt, die eine Reihe von wichtigen Ämtern besetzten. Das wichtigste davon ist das Amt des Premierministers.
Die Zuspitzung der Beziehungen zwischen den Sunniten und den Schiiten gestaltete sich zu regelmäßigen blutigen Terroranschlägen durch die beiden Seiten. Einer Reihe von Explosionen in Bagdad am 22. Dezember fielen mehr als 60 Menschen zum Opfer. Weitere etwa 200 erlitten Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades.
Wie politische Beobachter meinen, kann eine Fortsetzung der Eskalation der Spannungen zwischen den Sunniten und den Schiiten, die zeitlich mit dem Abzug der US-Truppen aus dem Irak zusammenfiel, zu Chaos, dem Beginn eines Bürgerkrieges und zur konfessionellen und ethnischen Spaltung des Landes führen.










