Iraker entdecken Chemiewaffen-Lager des ISIS

Irakische Soldaten sind in der Provinz Anbar auf ein Chemiewaffen-Lager gestoßen, das der Terrororganisation Daesh (auch „Islamischer Staat“, ISIS) gehören […]

Irakische Soldaten sind in der Provinz Anbar auf ein Chemiewaffen-Lager gestoßen, das der Terrororganisation Daesh (auch „Islamischer Staat“, ISIS) gehören soll. Vermutlich hatten die Terroristen diese Kampfstoffe vor zwei Wochen im nordirakischen Sindschar eingesetzt. Sputnik veröffentlicht exklusive Bilder der tödlichen Arsenale.

Das Chemiewaffen-Lager wurde im Westen von Ramadi entdeckt. Die 110 Kilometer westlich von Bagdad liegende Stadt hatte zuvor unter Kontrolle des ISIS gestanden. Die Soldaten mussten das Gelände drum herum von Minen räumen, bevor sie hineinkonnten. Im Innenraum befanden sich etliche Behälter mit Vinyltrichlorsilan (UN-Bezeichnung Corrosive UN 1305), einer giftigen Substanz, die schwere Verätzungen der Haut und beim Einatmen auch der Atemwege und des Verdauungssystems verursacht.

Mit diesem Giftstoff hatten ISIS-Terroristen am 11. Februar Angehörige der Kurdenmiliz Peschmerga und jesidische Kämpfer angegriffen. 23 Menschen waren damals mit Erstickungsanfällen und Verätzungen in ein Krankenhaus in Dohuk gebracht worden.

„Die ISIS-Terroristen beladen mit diesem chemischen Stoff ihre Minen und Raketen, mit denen sie um dann die Zivilisten und die Sicherheitskräfte beschießen“, sagt auf dem Video ein irakischer Offizier und weist auf mehrere leere Behälter. Auch in den Säcken daneben werden giftige Substanzen vermutet. „Ich kann sie nicht aufmachen, denn ich habe weder Schutzmaske noch Handschuhe“, so der Offizier weiter.

Insgesamt 40 vollgefüllte versiegelte Behälter hat die irakische Armee sichergestellt. Ein Militärsprecher teilte Sputnik mit, der gefährliche Fund sei „an einen sicheren Ort“ gebracht worden.

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