Zum US-Botschafter-Mord in Bengasi — von Christoph R. Hörstel

OBAMA TRICKST TEILE SEINES SICHERHEITS- UND POLITIKAPPARATS AUS Ein Untersuchungsbericht zum Mord an US-Botschafter Stevens in Bengasi deutet jetzt auf […]

OBAMA TRICKST TEILE SEINES SICHERHEITS- UND POLITIKAPPARATS AUS


Ein Untersuchungsbericht zum Mord an US-Botschafter Stevens in Bengasi deutet jetzt auf gewaltige Schlamperei in Sicherheitsfragen hin. Es gibt auch noch andere Überlungen.
Gleich zu Beginn seiner ersten Amtszeit, 2009, erhöhte Obama die US-Truppenstärke in Afghanistan um 20.000 Mann. Dann schickte er die übelsten Hardliner und skrupellosesten “Al-Qaeda“-Terrormanager gleich im Trio auf alle wichtigen Posten dort:
Irak-Killer und BlackOps-Chef General Stanley McChrystal wurde Oberkommandierender ISAF und US-Truppen; General Karl W. Eikenberry, der den Taliban in Pakistan ein Refugium gebastelt hatte (Nordwaziristan-Abkommen 2006), wurde BOTSCHAFTER (!) in Kabul; Richard (“the bulldozer”) CA Holbrooke, der “Al-Qaeda” samt Osama bin Laden und der damaligen Nr. 2, Ayman al-Zawahiri, auf den Balkan hatte bringen helfen, wurde Sonderberichterstatter für AfPak. Dann wurden sie fertiggemacht (gute, jedoch blutige Arbeit!): McChrystal schmiss gleich seine ganze Karriere hin, weil ihm BlackOps ständig Striche durch die Rechnung machten.
http://www.hoerstel.ch/hoerstel/News/Eintrage/2010/8/1_WikiLeaks_zu_Afghanistan_4_Ungereimtheiten_und_Beschonigungen.html
Eikenberry blieb völlig farb- und erfolglos, wurde sang- und klanglos ersetzt, Holbrooke erlag einer Herzattacke, sicher nicht wegen übergroßer Jobzufriedenheit.
Als Obama Anfang Dezember 2009 die Aufstockung der ISAF-Truppe, mit 30.000 Mann US-Truppenanteil, um 39.000 auf über 140.000 Mann beschloss, hatte zuvor im November das Eindringen Unbefugter ins Weiße Haus dem Präsidenten unmissverständlich klar gemacht, dass weder er noch seine Familie im Amtssitz sicher seien, wenn die US-Geheimdienste nicht mitspielen:
Ein von Obamas Leuten eingesetzter CIA-Posten in Grenznähe zu Pakistan wurde Opfer einer Al-Qaeda-Attacke:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-cia-attentaeter-war-doppelagent-fuer-al-qaida-a-670105.html
Jetzt also: Das Konsulat in Bengasi war lächerlich schlecht gesichert. Wer schon einmal das Konsulat in Peschawar/Pakistan besucht hat, weiß, was eine effiziente Sicherung ist: ein 200-Meter-Rundum-Gürtel von Straßensperren, mit Betonhürden, Schusspositionen für Verteidiger, Häuser mit US-Personal drumherum. Aber die AfPak-Operation ist ja auch schon bald 40 Jahre alt, da hat man Zeit, solche Strukturen aufzubauen.
Fazit für Bengasi: MAN WOLLTE NICHT ABSICHERN.
Opfer dieser Politik ist zumeist solches Personal, das unter Bush eine kriminelle Karriere hinlegte.
Fiel der getötete Botschafter Stevens in dieses Raster? Oder ist es wirklich nur typische Schlamperei?
Sicher ist nur: Eines Tages weiß man Bescheid.
Bin ich jetzt traurig, wenn US-Massenmörder und Helfershelfer durch US-interne Intrigen ums Leben kommen? Nein – ich möchte nur WISSEN WAS PASSIERT – UND ANGEMESSEN ENTSCHEIDEN/HANDELN.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/bengasi-attacke-kommission-wirft-us-aussenministerium-fehler-vor-a-873742.html

Christoph R. Hörstel

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