Danke grimoire für den Link.
Hochgeladen am 29.07.2011
Sorina lebt mit ihren 6 Kindern in einem Slum in Manila. Die Cholera haben sie nur knapp überlebt. Das verschmutzte Leitungswasser hatte sie infiziert. Mineralwasser in Flaschen kann sich Sorina nicht leisten.
Manila, die Metropole der Philippinen, hat die staatliche Wasserversorgung privatisiert und internationale Konzerne übernahmen das Wassergeschäft. Sie versprachen sauberes, billiges Wasser und neue Anschlüsse — doch stattdessen explodierten die Preise und die Qualität sank.
Nach UNO-Angaben mangelt es weltweit mehr als 1,1 Milliarden Menschen an sauberem Wasser, was zu mehr als drei Millionen Todesfällen im Jahr führt. Dieses Wasserchaos droht in Deutschland nicht. Aber auch hier verkaufen immer mehr Kommunen ihr Wasser an große private Wasserversorger. Zum Beispiel Berlin, das sich für 1,7 Milliarden Euro die Hälfte seiner Wasserversorgung von den “global player” RWE und Veolia abkaufen ließ. Seit 2004 müssen die Berliner 15 Prozent mehr Gebühren zahlen, in diesem Jahr kommen noch mal 5,4 Prozent dazu, denn RWE/Veolia wurde für 29 Jahre eine Rendite von 8 Prozent pro Jahr garantiert.
Auch in Buenos Aires hat die Privatisierung zu exorbitant steigenden Preisen geführt, genauso wie in Teilen Uruguays. Zwar ist dort in der Verfassung festgeschrieben, dass Trink- und Abwassersysteme ausschließlich öffentlich betrieben werden dürfen, doch Präsident Tabaré Vázquez sieht keinen Anlass, den europäischen Wasserkonsortien Aguas de la Costa ( = Suez aus Frankreich) zu kündigen. Seitdem die Wasserversorgung des Küstenstreifens nördlich von der Touristenhochburg Punta del Este privatisiert wurde, stieg der Preis auf das 7 bis 16-fache des uruguayischen Durchschnitts und kostenlose Wasserstellen wurden abgeschafft.
Dass vor allem die Franzosen eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der privaten Wasserversorgung innehaben, ist kein Zufall: Acht von zehn Franzosen beziehen ihr Wasser von einem privaten Anbieter. Auch in Frankreich ist das nicht unumstritten, denn nur drei Konzerne machen den größten Teil des Geschäftes. Ihr Vorgehen ist oft dubios: mangelnde Transparenz der Vertragsinhalte, saftige Preiserhöhungen und Monopolpraktiken. Die Gemeinden sind nicht in der Lage, die von den Privatunternehmen erstellten Rechnungen auf sachliche Richtigkeit zu prüfen.
Solche Missstände, die seit Jahren durch öffentliche Untersuchungen aufgedeckt wurden, zeigen zweifellos eine Form der strukturellen Korruption. Deswegen wächst in vielen Städten der Widerstand gegen den Ausverkauf des guten Wassers. Wasser ist zum Top-Thema der Globalisierungsdiskussion geworden. Trinkwasser muss in öffentlicher Kontrolle bleiben, fordern die Privatisierungsgegner. Wasserleitungen sind immer nur Einmal vorhanden, echte Marktwirtschaft könne es nicht geben, so die Kritiker. Deswegen sei hier die Monopolisierung vorprogrammiert. “Wasser ist Lebensgrundlage und nicht fürs Globalisierungmonopoly”.
Doch Multis wie Nestlé oder Danone haben es längst geschafft, Europäer und Amerikaner “an die Flasche” zu bringen. Mineralwasser ist ein Boomprodukt. Statt billigeres Wasser aus dem Hahn trinken wir Deutschen allein mehr als 120 Liter Evian, Vittel oder etwa Gerolsteiner pro Jahr und bezahlen gerne das Hundertfache dafür. Flaschenwasser verspricht Jugend, Fitness und ist ein Produkt mit lukrativer Gewinnspanne, vor allem in den Schwellenländern, wo die Wasserversorgung den Menschen kein trinkbares Wasser zu liefern vermag.
Die Dokumentation beleuchtet das Wasser-Geschäft, fragt nach den Akteuren, den Interessen und den Folgen für die Kunden. Wenn es nach der Welthandelsorganisation ginge, dann würde der Wassermarkt komplett liberalisiert und Wasser wäre eine Ware, vermarktet wie Computer oder Schokoriegel. Ein Film von Tilman Achtnich.



Mich würde mal brennend interessieren was mit dem gigantischen Wasservorkommen in Lybien wird. Das war meiner Meinung nach der
Hauptkriegsgrund. Wasser wird in nächster Zukunft so wertvoll wie Öl. Ich denke westliche Konzerne werden das unter sich aufteilen, das lybische Volk wird in die Röhre kucken und der Rest von Afrika kann witer hungern, weil sie kein Wasser zum Anbau haben.
Gemäß dem Codex alimentarius wird auch das Wasser zum Mittel der Bevölkerungskontrolle und -ausbeutung durch den militärisch-industriellen Komplexes der psychopathischen “Eliten”. Schmutziges und verseuchtes Wasser zu einem hohen Preis… Dann noch Impfprogramme gegen Cholera… Grausames “Spiel”.
Geheimoperation Wasser – EU fördert Wasserprivatisierung
http://www.antizensur.de/geheimoperation-wasser-eu-fordert-wasserprivatisierung/
Auszug:…Passend zum Thema: der global operierende PPP-Konzern Veolia versucht grade gerichtlich gegen den sehenswerten Dokumentarfilm “Water Makes Money” vorzugehen, der Prozess beginnt am 14.02.2013 um 13:30 Uhr im Pariser Justizpalast:…
Water Makes Money – Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=dLaVwYjfejw
Laufzeit: 1.31 Stunden
Ja, Veolia versuchte von Anfang an die Veröffentlichung von “Water Makes Money” zu verhindern. Die sehenswerte Doku ist auf jeden Fall den Download wert, solange das noch möglich ist.