Ischtschenko – Warum kam Biden nach Kiew?

vom Saker – Übersetzung eines Artikels von Rostislaw Ischtschenko (Quelle) Warum kam der Vizepräsident der USA nach Kiew? Am 20. […]

vom Saker – Übersetzung eines Artikels von Rostislaw Ischtschenko (Quelle)

Warum kam der Vizepräsident der USA nach Kiew?

Am 20. Januar war der Tag der Amtseinführung des gewählten Präsidenten Donald Trump.
Am 15. Januar hat der scheidende Präsident Barack Obama den scheidenden Vizepräsidenten Biden die Freiheitsmedaille des Präsidenten – die höchste zivile Auszeichnung der USA – überreicht.
Am 16. Januar ist der Politrentner Biden in Kiew.

Hunter Biden

Joe Biden, rechts sein verstorbener Sohn Hunter Biden

Ja, dieser Besuch war im Voraus geplant und auch angekündigt. Nichtsdestoweniger ist die Ukraine nicht das am ehesten in Frage kommende Land für einen Abschiedsbesuch des Vizepräsidenten der USA. Und das sowohl vom Gesichtspunkt seines geopolitischen Gewichts aus wie auch unter Berücksichtigung der mehr als bescheidenen Erfolge der amerikanischen Diplomatie unter Verantwortung von Joseph Biden ganz persönlich.

Wenn die zweite Person des Landes, das den Status des weltweiten Hegemonen beansprucht, fünf Tage vor Abschluss der Arbeitsfrist in einen Staat eilt, der dabei ist, sich aufzulösen, dann muß es dafür gute – von uns leider nur zu erahnende – Gründe geben.
– Die ukrainischen Politiker mit guten Worten unterstützen – das konnte er auch ein Paar Wochen früher gemacht haben.
– Ihnen mitteilen, dass Trump sich nicht sofort mit ihnen beschäftigen wird, das wäre auch telefonisch möglich gewesen.
– Den Beschluß, Kiew erneut materielle Hilfe zu erweisen, wird zuständigkeitshalber schon die nächste Verwaltung fassen müssen.
Was aber auch immer Joe Biden heute in Kiew vereinbart hat, wird sicher schon bald – spätestens in den nächsten Wochen – bekannt werden.

Auf den ersten Blick sieht der Besuch unnütz und unsinnig aus – wenn man vergisst, dass sich die Wahlverlierer (die Clintonglobalisten) nicht ergeben haben. Sie sind voller Entschlossenheit, in die große amerikanische Politik zurückzukehren. Außerdem sind sie davon überzeugt, dass sie Trump zwingen können, auf die Absicht zu verzichten, die Beziehungen mit Russland zu normalisieren. Sie müssen dazu nur die Plätze zerstören, auf denen Trump bereit ist, mit Russland zu kooperieren und so quasi die Basis für den Kompromiss zerstören.
Die Ukraine wird wohl am ehesten ganz vorn auf der Liste stehen, weil man davon ausgehen kann, dass sie am wahrscheinlichsten als Zugeständnis Trumps an Putin geeignet sein wird.ukraine_sprach

– Erstens haben in diesem Land die USA keine vitalen Interessen.
– Zweitens versucht die EU schon seit langem, aus dem ukrainischen Fangeisen herauszukommen. In der sinnlosen Konfrontation mit Russland verlieren die amerikanischen Verbündeten Milliarden und Abermilliarden und die aktuellen europäischen Eliten büßen ihre Autorität ein. Durch die ganze Europäische Union wird ein Seufzer der Erleichterung ertönen, wenn die USA die Ukraine an Russland losgeworden ist.
– Drittens, die europäischen nationalistischen Eliten, die von kompromittierten Globalisten zu Verbündeten Trumps werden, müssen dann natürlich auch gegen die Globalisten von objektiv nationalistischen Positionen aus auftreten, was nichts anderes heißt, als das sie auf die konstruktive Zusammenarbeit mit Russland eingestimmt sind – nicht auf freundschaftlicher Ebene, aber im Sinne des allgemeinen Business.

Damit wird der Wechsel an der Macht in der Europäischen Union von den Globalisten zu den Nationalisten auch Trump seinen Kampf mit den eigenen Globalisten erleichtern. Deshalb ist man in diesem einen Fall in Washington geneigt, die Wünsche der neuen europäischen Eliten zu berücksichtigen.

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