Obama und der Abzug aus Afghanistan

Kommentar:

Was der Kongress beschließt oder nicht, dürfte dem amerikanischen Geheimdienstgesindel ziemlich egal sein. Die CIA und der Bush-Clan kontrollieren im Auftrage der City of London den internationalen Drogenhandel und Afghanistan - unter dem Drogenmafiosi Karzai-  ist ein wichtiger Eckpfeiler in diesem Geschäft. Die CIA ist sozusagen die Britische Ostindienkompanie im neuen Gewande. Da dürfte es auch keine Rolle spielen, welche Marionette gerade Präsident ist. Auch wenn offiziell die amerikanischen Truppen abgezogen werden, so werden die Globalisten ihre Beute nicht aus der Hand geben. Schließlich hat Afghanistan noch mehr zu bieten als Rauschgift. Seit 2004 läuft ein Projekt der Kartographiebehörde U.S. Geological Survey, das die Menge an Bodenschätzen in Afghanistan erforscht. Nach ersten Untersuchungen schätzen Experten des Pentagon und US-Geologen den Wert der Bodenschätze auf mindestens eine Billion Dollar. Bei entsprechender Ausbeutung soll sogar ein Ertrag von bis zu 4 Billionen Dollar möglich sein.

afghanistan bodenschätze Obama und der Abzug aus AfghanistanDas UScocom

Wie aus einer Studie des Washington Post hervorgeht, sind die Kräfte für Spezialoperationen (UScocom) heute in 75 Ländern anwesend, vor zwei Jahren waren es noch 60 . Es ist die Gemeinschaft der Nachrichtendienste, die aus der CIA und 16 anderen föderalen Organisationen besteht, welche die Operationen plant. In Afghanistan (laut Aussagen von Beamten des Pentagons, welche von der New York Times interviewt wurden) werden die konventionellen Kräfte im Jahre 2013 im Kampf reduziert. “Deren Verantwortung wird auf die Spezialkräfte übergehen », welche « im Land weit über das Datum des für 2014 geplanten Endes der NATO-Mission bleiben werden ».

Ihre Aufgabe wird sein « die Chefs der Aufständischen zu jagen, sie festzunehmen oder zu töten und lokale Truppen zu trainieren ». Ein “ad hoc“-Kommando für Spezialoperationen wird gebildet, dessen Einheiten in einer neuen « Angriffsmacht in Afghanistan » zusammengefasst werden.

Im Rahmen des « nicht konventionellen Krieges », benützt das UScocom auch private Militärfirmen, wie Xe Services (Ex- Blackwater, bekannt für seine Aktionen im Irak), welches auch in verschiedenen Spezialoperationen selbst im Iran engagiert ist. Der Einsatz dieser Kräfte bietet den Vorteil, dass keine Bewilligung vom Kongress benötigt wird und geheim bleiben kann, ohne Reaktionen in der öffentlichen Meinung zu erregen. Die Kommandos der Spezialoperationen tragen im Allgemeinen keine Uniform, und tarnen sich mit lokalem Gewand. Die Morde und Folteraktionen, die sie begehen, bleiben daher anonym.

Vor diesem Hintergrund berichtete die englische Zeitung The Independent über einen “Sonderplan” Englands zur Aufteilung von Afghanistan: Ein Abgeordneter aus der konservativen Partei legte einen entsprechenden Plan vor, wonach die Taliban die Kontrolle über einige Gebiete übernehmen werden.

afghanistan regions Obama und der Abzug aus AfghanistanLaut diesem Plan wird Afghanistan in acht Sektoren aufgeteilt, von denen einige von den Taliban kontrolliert werden sollen. Jeder Sektor soll durch einen Rat bestehend aus Vertreter oppositioneller Gruppen in Afghanistan regiert und von ein oder zwei Ländern beaufsichtigt werden.
Der Plan, genannt Plan C, sieht eine Zukunft für das Land vor, in dem Hamed Karsai weiter an der Macht ist, aber sozusagen nur als Grüßaugust ohne Macht.

Währenddessen könne die “Aufsichtsmächte” jeweils ihren Teil des Landes plündern. Und wer steuert die Taliban und Al-Kaida? Na, wer schon…

[Kommentar Ende]
21. September 2012 • Büso

Ist der Stern des Kriegspräsidenten Obama bereits im Sinken begriffen?

Angesichts der katastrophalen Situation in Afghanistan werden die Stimmen in Kreisen des amerikanischen Kongresses gegen den Krieg und für einen sofortigen Abzug aller Truppen lauter. Besonders machen die vermehrten Angriffe afghanischer Soldaten und Polizisten auf ihre “ausländischen Kollegen” den Truppen schwer zu schaffen. Bei einer Pressekonferenz des „Out of Afghanistan“-Ausschusses vertraten am Donnerstag (20.9.) die Abgeordneten Walter Jones und Ron Paul von den Republikanern und Jim McGovern, Lynn Woolsey und Dennis Kucinich von den Demokraten einmütig den Standpunkt, daß ein sofortiger Abzug aller US- und NATO-Streitkräfte unabdingbar sei.

Am gleichen Tag machte der republikanische Senator John McCain aus Arizona, bisher einer der vehementesten Verfechter des Krieges in Afghanistan, eine Kehrtwende und vertrat in der Zeitung The Hill die Ansicht, es sei an der Zeit, die ganze Afghanistan-Strategie zu überdenken und möglicherweise sei ein sofortiger Abzug die beste Lösung. Die falsche Handhabung der Lage durch die Obama-Administration habe zu einer gefährlichen und chaotischen Situation geführt. „Ich glaube, alle Optionen müssen jetzt bedacht werden, auch die, früher [als geplant] abzuziehen und ein Blutvergießen zu beenden, das zu keinem Erfolg führen kann. … Jeder rationale Beobachter, der ein wenig von Militärfragen versteht, weiß, daß das ganze Programm überdacht werden muß, weil der Prozeß, der zum Abzug führen sollte, komplett gescheitert ist.“

Zwei Tage zuvor hatte bereits sein Parteikollege, der Abgeordnete Bill Young aus Florida (Vorsitzender des Bewilligungsausschuß für Verteidigung) der Tampa Bay Times gesagt, man solle so schnell als möglich aus Afghanistan abziehen. „Wir schicken dort junge Menschen unnötigerweise in den Tod.“

Und für heute hat der Abgeordnete Walter Jones eine weitere Pressekonferenz angekündigt, bei der es um die wichtige House Concurrent Resolution 107 (HCR 107) gehen wird, die inzwischen von 11 weiteren Abgeordneten unterzeichnet wurde. HCR 107 bestimmt, daß jeder Präsident, der einen Krieg beginnt, ohne vorher, verfassungsgemäß, die Zustimmung des Kongresses einzuholen, des Amtes zu entheben ist. Die Liste der Sprecher bei der Pressekonferenz enthält viele bekannte Persönlichkeiten: den Verfassungsrechtler Bruce Fein, Oberstleutnant (i.R.) Lawrence Wilkerson (Stabschef des ehemalige Außenministers Colin Powell) und Oberstleutnant (i.R.) Anthony Shaffer, der in der Vergangenheit Versäumnisse der Geheimdienste in Bezug auf 9/11 aufdeckte. Außerdem werde eine Unterstützungserklärung des ehemaligen Generalstabschefs Joseph P. Hoar verlesen.

http://www.bueso.de/node/6013

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