Warnung an Saudi-Arabien, Frankreich, Israel, GB und die Türkei

Syrien-Vereinbarung zwischen Washington und Moskau Der gespannt erwarteten Tagung in München der Internationalen Unterstützungsgruppe für Syrien (bekannt als “Wiener Gruppe“) […]

Syrien-Vereinbarung zwischen Washington und Moskau

Der gespannt erwarteten Tagung in München der Internationalen Unterstützungsgruppe für Syrien (bekannt als “Wiener Gruppe“) am 11. und 12. Februar 2016 ging eine verbale Eskalation zwischen Moskau und Washington voraus, als der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew vor einer Haltung warnte, die zu einem dritten Weltkrieg führen könnte.

Jedoch entwickelten sich die Dinge so, wie Thierry Meyssan sie vor zwei Wochen angekündigt hatte: Die beiden Großmächte stellten ihre Partner vor vollendete Tatsachen.

Staffan De Mistura

Staffan De Mistura

1.) Die Genf-2-Verhandlungen werden fortgesetzt, aber von jetzt ab wird der Vertreter der Vereinten Nationen, Staffan De Mistura, unter direkte Kontrolle der US- und Russischen Außenministerien gestellt. Mit anderen Worten, Jeffrey Feltman – das Faktotum von Hillary Clinton und der Neokonservativen – bleibt als stellvertretender Generalsekretär der UN im Amt, aber er hat in Syrien nichts mehr zu sagen.

 Jeffrey Feltman

Jeffrey Feltman, die 5. Kolonne der Neocon-Zionisten in der UNO

2.) Dem Waffenstillstand in einer Woche wird die Einstellung der Feindseligkeiten vorausgehen. In anderen Worten: Russland hat sich verpflichtet, nur jene terroristische Organisationen zu bombardieren, die durch die UN als solche eingestuft sind, d.h. al-Kaida, ISIS und die mit ihnen verbundene Terroristen. In der Praxis sollte das also nicht viel ändern.

3.) Die zwei Großmächte beziehen sich nun wieder auf ein Abkommen zwischen der Arabischen Republik Syrien und allen ihren Oppositionsparteien mit dem Grundsatz eines “gegenseitigen Einvernehmens”, was den Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Assad ausschließt. In gleicher Weise haben sie ihre “Partner” an ihre Verpflichtung zur Achtung der Resolutionen des Sicherheitsrats erinnert, was eine Warnung an Saudi-Arabien, Frankreich, Israel, Katar, Großbritannien und die Türkei darstellt.

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Die Frage bleibt, ob die janusköpfige US-Regierung ihren Plan aufgegeben hat:

Der Yinon-Plan ist ein israelischer Strategieplan zur Garantie der israelischen Überlegenheit und stellt insofern eine Fortsetzung der britischen strategischen Zielplanung dar. Er fordert und drängt darauf, dass Israel seine geopolitische Umgebung über eine Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Staaten in kleinere und schwächere staatliche Gebilde umgestalten müsse. Israelische Strategieexperten sahen den Irak als die größte strategische Herausforderung seitens eines arabischen Staates an. Aus diesem Grunde stand der Irak im Zentrum der Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Welt. Auf der Grundlage der Konzepte des Yinon-Plans haben israelische Strategen die Aufteilung des Irak in einen kurdischen Staat und zwei arabische – einen schiitischen und einen sunnitischen – Staaten gefordert. Den ersten Schritt zur Umsetzung dieser Pläne bildete der Krieg zwischen dem Irak und dem Iran, der schon im Yinon-Plan [dieses Strategiepapier wurde nach seinem Verfasser Oded Yinon, einem hochrangigen Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums, der es 1982 veröffentlichte, benannt] erörtert worden war. Die Zeitschrift The Atlantic und das amerikanische Armed Forces Journal veröffentlichten beide 2006 weitverbreitete Karten, die sich an den Konzepten des Yinon-Plans orientierten. Neben einem dreigeteilten Irak, den auch der sogenannte »Biden-Plan« des heutigen amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden vorsah, setzte sich der Yinon-Plan auch für eine Aufteilung des Libanon, Ägyptens und Syriens ein. Auch die Zersplitterung des Iran, der Türkei, Somalias und Pakistans passt in das Konzept dieser Politik. Darüber hinaus befürwortet der Yinon-Plan eine Auflösung [der existierenden staatlichen Strukturen] Nordafrikas, die, so prognostiziert er, von Ägypten ausgehen und dann auf den Sudan, Libyen und den Rest der Region übergreifen werde.

Der Yinon-Plan ist ein israelischer Strategieplan zur Garantie der israelischen Überlegenheit und stellt insofern eine Fortsetzung der britischen strategischen Zielplanung dar. Er fordert und drängt darauf, dass Israel seine geopolitische Umgebung über eine Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Staaten in kleinere und schwächere staatliche Gebilde umgestalten müsse. Israelische Strategieexperten sahen den Irak als die größte strategische Herausforderung seitens eines arabischen Staates an. Aus diesem Grunde stand der Irak im Zentrum der Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Welt. Auf der Grundlage der Konzepte des Yinon-Plans haben israelische Strategen die Aufteilung des Irak in einen kurdischen Staat und zwei arabische – einen schiitischen und einen sunnitischen – Staaten gefordert. Den ersten Schritt zur Umsetzung dieser Pläne bildete der Krieg zwischen dem Irak und dem Iran, der schon im Yinon-Plan [dieses Strategiepapier wurde nach seinem Verfasser Oded Yinon, einem hochrangigen Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums, der es 1982 veröffentlichte, benannt] erörtert worden war. Die Zeitschrift The Atlantic und das amerikanische Armed Forces Journal veröffentlichten beide 2006 weitverbreitete Karten, die sich an den Konzepten des Yinon-Plans orientierten. Neben einem dreigeteilten Irak, den auch der sogenannte »Biden-Plan« des heutigen amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden vorsah, setzte sich der Yinon-Plan auch für eine Aufteilung des Libanon, Ägyptens und Syriens ein. Auch die Zersplitterung des Iran, der Türkei, Somalias und Pakistans passt in das Konzept dieser Politik. Darüber hinaus befürwortet der Yinon-Plan eine Auflösung [der existierenden staatlichen Strukturen] Nordafrikas, die, so prognostiziert er, von Ägypten ausgehen und dann auf den Sudan, Libyen und den Rest der Region übergreifen werde.

Übersetzung: politaia.org

Quelle: http://www.voltairenet.org/article190233.html

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