Rüsten Frankreich und Deutschland die Griechen gegen die Türkei auf?

griechen tuerken Rüsten Frankreich und Deutschland die Griechen gegen die Türkei auf?

Die griechische Regierung hatte im vergangenen Jahr ein monströses Sparpaket erlassen, welches ihr die Unterstützung Europas und die Rettung vor der Staatspleite bringen sollte. Mit Knüppeln und Tränengas wurden Gesetze sprichwörtlich auf den Straßen durchgeprügelt, Sozialleistungen und Löhne drastisch gekürzt, Steuern erhöht.

Bei der Rüstungspolitik des Landes hört sich aber offenbar der “Spar- Spaß” auf. Im Grunde bezahlt der deutsche Scheinstaat die griechischen Rüstungen und die Gewinner sind – wie immer – die Oligarchen, denen die Rüstungsindustrie gehört. Die Plünderung der europäischen Völker hat schon längst unerträgliche Dimensionen erreicht.

“Reelle Chance” auf neues Kriegsgerät

Selbst der Armee- Insider, der nun die unglaublichen Rüstungspläne ausplauderte – neben den 60 Kampfflugzeugen für knapp vier Milliarden Euro ist etwa noch von Fregatten, Hubschraubern und U- Booten um etliche weitere Milliarden die Rede – hält die Vorhaben aktuell für “schwer vermittelbar”. Sollte allerdings die nächste Hilfstranche aus Europa an Griechenland überwiesen werden, gebe es eine “reelle Chance” auf neue Rüstungsverträge, erklärte der Informant.

“Hauptprofiteur” diverser Kaufverträge sollen laut “Zeit” übrigens Europas “Sparmeister” Deutschland und Frankreich sein. In internationalen Medien kursieren sogar Gerüchte, wonach “Merkozy” am Rande eines Gipfeltreffens Druck auf die griechische Regierung ausgeübt hätten.

http://www.krone.at/Welt/Insider_Pleite-Griechen_wollen_60_Eurofighter_kaufen-Reelle_Chance-Story-307624

Griechenlands früherer Ministerpräsident Konstantinos Simitis hat sich indirekt für eine deutliche Abrüstung der Armee des Landes ausgesprochen. “Sollte ein Krieg mit der Türkei ausbrechen, wären die griechischen Waffen von keinem Nutzen. Solch ein Krieg würde gerade einmal zwei bis drei Stunden dauern,” sagte er nach Angaben der Zeitung “Zaman” auf einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung.

Athen sollte nicht Geld für Rüstungsgüter ausgeben, sondern seine Probleme im Rahmen der Europäischen Union lösen. “Die EU sollte Griechenland externe Sicherheit garantieren.” Zugleich habe Simitis Ankara vorgeworfen, ein Wettrüsten mit Griechenland zu veranstalten und Konflikte anzuheizen. [Hier geht es offensichtlich um die Ölvorkommem in der Ägäis]

Eine Auffassung, mit der Simitis nicht alleine steht. Der Generalsekretär der Beamtengewerkschaft ADEDY, Ilias Iliopoulos, kritisierte bereits 2010 die Militärpolitik seines Landes, “Wir kaufen U-Boote, die nutzlos sind, die brauchen wir nicht! Wir müssen keinen Krieg führen. Kriegsszenarien sind eine Erfindung. Den Schutz der europäischen Außengrenzen sollte die EU übernehmen,” zitierte ihn seinerzeit die ARD. Kurz zuvor hatte Griechenland demnach das erste von vier bestellten deutschen U-Booten erhalten. Die Türkei soll die gleiche Anzahl bestellt haben.

Der frühere griechische Außenminister Dimitris Droutsas verteidigt daher die Ausgaben. Griechenland sehe sich verstärkten Aktivitäten der türkischen Marine in der Agäis ausgesetzt. Außerdem ist das Land Strömen illegaler Einwanderer ausgesetzt. “Als Außenminister erhielt ich am Nachmittag immer eine Nachricht des Verteidigungsministeriums mit der Auflistung der türkischen Verletzungen unseres Luftraums. … Ob wir wollen oder nicht, Griechenland ist gezwungen, über ein starkes Militär zu verfügen”, zitiert die “Zeit” den Politiker.

Die Athener Regierung verfügt über eines der größten Militärbudgets Europas und nach Angaben des Rüstungsexportberichts 2010 nach Portugal der zweitgrößte Kunden deutscher Rüstungsgüter. Auch die derzeitige Schuldenkrise macht um die Wünsche der Militärs anscheinen einen weiten Bogen. Von 60 Eurofighter für rund 5  Milliarden Euro, Fregatten für den gleichen Preis, US-Hubschraubern und deutschen U-Booten für Milliarden Euro auf dem Wunschzettel der Armee berichtete jüngst die Zeit. Um lediglich 500 Millionen Euro wurden die Rüstungsausgaben im vergangenen Jahr gekürzt. Bereits zwischen 2005 und 2010 hatte Griechenland für die Neuanschaffung von Rüstungsgüter 52 Milliarden Euro eingeplant. 2010 lag das Militärbudget bei 7,6 Milliarden Euro und entsprachen damit nach unterschiedlichen Berechnungen 3 bis 4,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Der Verteidigungshaushalt Deutschlands beläuft sich im Vergleich auf 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung.

http://www.berlinerumschau.com/news.php?id=42593&title=Griechischer+Ex-Premier%3A+Armee+h%E4lt+Krieg+mit+T%FCrkei+h%F6chstens+3+Stunden+durch&storyid=1001327659747

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