Rossi 10-KW-Energiekatalysator (für Haushalte): Bedeutsame Durchbrüche

15.01.2012 Andrea Rossi, der Erfinder des E-Cat (Energiekatalysators) gab Pure Energy Systems am 14. Januar 2012 ein ausführliches Interview über […]

15.01.2012

Andrea Rossi, der Erfinder des E-Cat (Energiekatalysators) gab Pure Energy Systems am 14. Januar 2012 ein ausführliches Interview über die Technik des 10-KW-Energiekatalysators zur Energieversorgung für Haushalte.

Das 1,5 Stunden dauernde Interview beantwortet viele Fragen. Einige Aspekte des Geräts konnten aus Vertraulichkeitsgründen nicht beantwortet werden, dennoch sind wesentliche Informationen nun bekannt geworden. Rossi machte auch interessante Ankündigungen über die Technologie.

Hier ein Zusammenfassung der wichtigen Aspekte der Technologie, welche sich wesentlich von der des 1-MW-E-Cat-Systems unterscheidet.

Wenn sie mit dem Thema Kalte Fusionm und der E-Cat-Technologie von Andrea Rossi nicht vertraut sind, so lesen Sie bitte zuerst die am Ende des Beitrags verlinkten Artikel!

Reaktorkern –Der Reaktorkern des Home-E-Cat hat etwa die Größe einer Zigarettenschachtel und produziert 10 KW Leistung. Die Größe der gesamten Einheit entspricht etwa der eines Desktop-Computers. Das Gerät ist also sehr klein und kompakt. Die Energiedichte des Reaktorkerns konnte in den letzten Monaten drastisch erhöht werden, so dass für den Home-E-Cat nur mehr ein Reaktorkern nötig ist, entgegen früherer Aussagen.

Einfaches “Nachtanken” — Der Home-E-Cat kann von Jedermann wieder aufgeladen werden; es sind keine Techniker nötig. Rossi sagt, der Austausch der Katalysator-Kartuschen funktioniere wie bei einem Tintenstrahldrucker. Wenn die Kartusche nach 180 Betriebstagen zur Neige geht, meldet sich das System. Man wechselt die Kartusche, die von der Firma Leonardo Corporation recycelt wird. Der Preis für eine Kartusche soll bei 10 Dollar liegen, anfangs könnte der Preis noch etwas höher liegen.

Der Nickel-Katalysator kann nicht zur Neige gehen und knapp werden. Selbst wenn die ganze Weltenergieproduktion mittels des E-Cat-Verfahren geschähe, bräuchte man nur ein Prozent der jährlichen Nickelproduktion.

Keine Wasserstoff-Flaschen nötig –Im Gegensatz zu den früheren E-Cat-Prototypen, welche zusätzlich Wasserstoff benötigten, verwendet man für die neuen E-Cats Materialien im Reaktor selbst, welche Wasserstoff absorbieren und wieder freigeben können. Deshalb sind keine extra Wasserstoff-Vorratsbehältnisse im System erforderlich. Man kann annehmen, dass die Absorption des Wasserstoffes bei niedrigenTemperaturen vor sich geht, und die Freigabe bei hohen Temperaturen. Obwohl 10 Gramm Wasserstoff im Reaktorkern an den Resorptionsmaterialien gebunden sind, werden in der nuklearen Reaktion nur Mengen im Picogrammbereich benötigt.

Der Verzicht auf die Wasserstoffbehältnisse macht den Zulassungsprozess für das System wesentlich einfacher und ist ein wesentlicher Schritt vorwärts.

Unschlagbar billige Energie — Die Kosten (Herstellungskosten?) des Home-E-Cats sollen zwischen 400 und 500 Dollar liegen. Dies erreicht man durch die bestmögliche Automatisierung der Produktionslinien. Ziel ist, die Technologie für jedermann erschwinglich zu machen.

Der E-Cat liefert seine eigene Prozessenergie – Die Home-E-cats sind so konstruiert, dass sie die eigene Prozessenergie erzeugen.. Nur für die Startzeit von etwa einer Stunde zieht der Reaktor eine Leistung von ca. 2,7 KW aus dem Stromnetz. Danach ist nur mehr wenig elektrische Leistung vonnöten, um die elektronische Steuerung zu versorgen. Demnach liefert der Home-E-Cat (vorerst) keine elektrische Energie, sondern in dieser Bauweise Hitze in Form von Dampf, ist also ein Äquivalent zu einem Heizkessel.

NATIONAL INSTRUMENTS National Instruments (NI) arbeitet mit Rossi zusammen, um ein neues Steuerungssystem für die E-Cats zu entwerfen. Mit diesem neuen Steuerungssystem werden die Stabilitätseigenschaften der E-Cats verbessert. Die Hauptaufgabe des neuen Kontrollsystems ist die Fähigkeit, den Reaktor funktionsfähig zu erhalten, wenn die Dampftemperaturen über 120°C erreichen. Im Interview sagte Rossi, dass große Fortschritte erzielt worden seien. Mittlerweile können Dampftemperaturen von 400° erreicht werden, was äußerst wichtig ist, wenn man eine Dampfturbine für eine effiziente Stromerzeugung ankoppeln will.

Militärkunden –Zusätzlich zur Unterstützung durch NI arbeitet der Ingenieuroberst, der den Versuchslauf des 1-MW-Reaktors am 28. Oktober überwachte, mit Rossi weiter, um das Steuerungssystem des Kraftwerks zu optimieren. Der Mann vom Militär ist ein Spezialist auf dem Gebiet der Thermodynamik.

UNDERWRITERS LABORATORIESRossi führte aus, dass sie bereits Prototypen an Underwriters Laboratories (UL, sowas wie bei uns der TÜV) gesendet hätten, um eine “UL-Zertifizierung” zu erhalten. Das ist ein wichtiger Punkt, der andeutet, dass die Entwicklung schon sehr weit gediehen ist. Soweit bekannt, ist dies die erste exotische Energietechnologie, welche einer UL-Prüfung unterzogen wird. Man reicht einen Prototypen erst ein, wenn man den finalen Stand für die Produktion erreicht hat. Andernfalls müsste man Änderungen wieder einreichen und prüfen lassen, was Monate dauert. Das heißt, der Produktionsbeginn des Home-E-Cat steht unmittelbar bevor.

Katalysatoren — Hinsichtlich einer Frage über die Bedeutung der Katalysatoren führte Rossi aus, dass das System nicht ohne diese funktioniert. Nach seinen Anhgaben war noch niemand in der Lage, ein funktionierendes Nickel-Wasserstoff-System auf dei Beine zu stellen, weil nicht die richtigen Katalysatoren vorhanden waren. Er schloss nicht aus, dass für die Funktionsfähigkeit des E-Cat neben Wasserstoff und Nickel auch weitere Elemente im Reaktorkern vorhanden sein müssen.

Radiofrequenzgeneratoren –Eine weitere Frage bezog sich auf auf die Katalysatoren und die Wirkung des Radiofrequenzgenerators im Reaktor. Rossi sagte, diese Information unterliege der Geheimhaltung, gab aber einige Hinweise.

Er sagte, dass die vom Radiofrequenzgenerator ausgestrahlten Wellen bewirken, dass die Kräfte, welche normalerweise abstoßend bei der Kernfusion wirken (Coulomb-Kräfte), so beeinflusst werden, dass die Kernfusion begünstigt werde.Die Theorie zu diesem Phänomen werde bald der Öffentlichkeit vorgestellt.

AnlaufzeitRossi erläutert, dass der E-Cat nicht einfach wie ein Gasherd eingeschaltet werden könne und sofort Energie liefere. Dennoch ist er perfekt geeignet, um ein Haus zu heizen. Es gibt keinen Grund, den E-Cat abzuschalten; man kann ihn immer laufen lassen; natürlich ist es möglich, ihn zu drosseln, aber die Reaktionszeit ist relativ lange. Wenn zuviel Energie erzeugt wird, kann man zur Not die Fenster öffen, schließlich ist die Energie spottbillig und wird ohne jegliche Umweltbelastung produziert.

Sicherheit –Der E-Cat ist absolut sicher und ungefährlich. Es werden keine radioaktiven Substanzen verwendet und es werden keine radioaktiven Abfallstoffe erzeugt. Es werden keinerlei Schadstoffe emittiert. Wichtig: Der Reaktorkern kann nicht “schmelzen” wie traditionelle Reaktorkerne in Atomkraftwerken. Wird der Reaktor zu heiß, schmilzt das Nickelpulver und die Nuklearreaktionen hören auf.

Gamma-Strahlung und Antimaterie –Die E-Cat-Technologie produziert niedrigenergetische Gammastrahlung, welche im Reaktor in Hitze umgewandelt wird. Die Signatur der Gammastrahlung, welche man gemessen hat, soll bei  einer Betriebstemperatur von 180°C bei 511 keV liegen. Man glaubt, dass diese Gammastrahlung erzeugt wird, wenn Elektronen und Positronen zusammenstoßen und sich gegenseitig vernichten. Aber dies ist laut Rossi nur ein Nebeneffekt, der Haupenergieanteil stamme aus der Kernfusion.

InvestmentsRossi ist für Investitionen aus Geschäftskreisen und Organisationen offen, die relativ niedrige Summen investieren wollenEr ist aber nicht interessiert an Geldern von Familien oder Einzelpersonen, weil er dies momentan für zu risikoreich hält. Obwohl die Technologie funktioniert, muss man sie erst erfolgreich auf den Markt bringen. Es müssen noch Zertifizierungen durchgeführt werden, eine Fabrik muss aufgebaut werden etc.

Sobald die Home-E-Cats auf dem Markt sind, wird die Firma an die Börse gehen und man kann investieren.

http://pesn.com/2012/01/14/9602012_Momentous_Breakthroughs_Announced_During_Anniversary_E-Cat_Interview/

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