1000 und eine Nacht: Das Märchen vom Abzug in Afghanistan

Kommentar:

Die City of London kann auf das afghanische Drogengeschäft nicht verzichten. Man wird in Afghanistan bleiben, egal, was geplappert wird. Zur Not kann man die Besetzung “privat” abwickeln, so wie es die Britische Ostindienkompanie  vor 200 Jahren vorgemacht hat. Schon damals bereicherte sich die ehrenwerte britische Mafia im großen Opiumgeschäft und erzielte ungeheure Gewinne.

Wie aus einer Studie des Washington Post hervorgeht, sind die Kräfte für Spezialoperationen heute in 75 Ländern anwesend, vor zwei Jahren waren es noch 60 . Es ist die Gemeinschaft der Nachrichtendienste, die aus der CIA und 16 anderen föderalen Organisationen besteht, welche die Operationen plant. In Afghanistan (laut Aussagen von Beamten des Pentagons, welche von der New York Times interviewt wurden) werden die konventionellen Kräfte im Jahre 2013 im Kampf reduziert. “Deren Verantwortung wird auf die Spezialkräfte übergehen », welche « im Land weit über das Datum des für 2014 geplanten Endes der NATO-Mission bleiben werden ».

Ihre Aufgabe wird sein « die Chefs der Aufständischen zu jagen, sie festzunehmen oder zu töten und lokale Truppen zu trainieren ». Ein “ad hoc“-Kommando für Spezialoperationen wird gebildet, dessen Einheiten in einer neuen « Angriffsmacht in Afghanistan » zusammengefasst werden.

Im Rahmen des « nicht konventionellen Krieges », benützt das UScocom auch private Militärfirmen, wie Xe Services (Ex- Blackwater, bekannt für seine Aktionen im Irak), welches auch in verschiedenen Spezialoperationen selbst im Iran engagiert ist. Der Einsatz dieser Kräfte bietet den Vorteil, dass keine Bewilligung vom Kongress benötigt wird und geheim bleiben kann, ohne Reaktionen in der öffentlichen Meinung zu erregen. Die Kommandos der Spezialoperationen tragen im Allgemeinen keine Uniform, und tarnen sich mit lokalem Gewand. Die Morde und Folteraktionen, die sie begehen, bleiben daher anonym.

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[Kommentar Ende]

Die US-Regierung will ihre Soldaten noch mindestens zwölf weitere Jahre in Afghanistan lassen

Von Knut Mellenthin

Die USA und Afghanistan haben am Donnerstag ihre Verhandlungen über eine langfristige »strategische Partnerschaft« offiziell wieder aufgenommen.

Die USA/CIA beherrschen 85% des Weltdrogenmarktes

Ziel der Gespräche ist ein Abkommen, das die »militärische Präsenz« der USA über den vorgesehenen Abzugstermin Ende 2014 hinaus für mindestens zehn weitere Jahre sichern soll. Diese Vereinbarung soll gleichzeitig auch als Modell für ähnliche Abmachungen zwischen dem Kabuler Marionettenregime und anderen NATO-Staaten dienen. US-Präsident Barack Obama möchte das Abkommen möglichst noch vor dem NATO-Gipfel in Chicago am 20. und 21. Mai abschließen, um es dort bereits präsentieren und zur Grundlage von Beschlüssen machen zu können. Durch das Massaker, das von einem oder mehreren US-Soldaten am 11. März in zwei afghanischen Dörfern begangen wurde, war es zu einer kurzen Unterbrechung der Verhandlungen gekommen.
Drei als Kriegshetzer berüchtigte US-Senatoren haben sich am Mittwoch in einem Kommentar für die Washington Post zum Inhalt des angestrebten Langzeitabkommens geäußert. Die Republikaner John McCain und Lindsey Graham sowie der Unabhängige Joseph Lieberman – ein früherer Demokrat – treten schon seit einiger Zeit als unzertrennliches Trio in Erscheinung. Alle drei sind Mitglieder des einflussreichen Streitkräfteausschusses des Senats; McCain ist der ranghöchste Vertreter der Republikaner in diesem Gremium.
Die Senatoren fordern, dass zur langfristigen »militärischen Präsenz« der USA in Afghanistan auch eine »counterterrorism force«, also praktisch gesagt Kampftruppen, gehören müsse. Diese solle Kapazitäten für Luftangriffe, militärische »Aufklärung« und Spezialeinheiten einschließen. Praktisch würden diese Streitkräfte eine »Versicherungspolice« gegen einen aus Sicht der USA unerwünschten Machtwechsel sein, schreiben die drei Politiker. Sie plädieren außerdem dafür, nach dem für September geplanten Abzug von etwa 22000 US-Soldaten – es bleiben danach immer noch 68000 – zunächst einmal eine »Denkpause« einzulegen und die Truppenzahl bis mindestens zum Winter 2013 auf diesem Stand zu belassen.
Wie weit sich das wirklich von Obamas eigenen Absichten unterscheidet, also eines öffentlichen Appells in dieser Form bedarf, ist nicht ersichtlich. Eher ist es wohl ein Versuch, die eigenen Reihen auszurichten, denn viele Anhänger der Republikaner sind derzeit dafür, den nicht gewinnbaren Krieg in Afghanistan so schnell wie möglich zu beenden. Mit Newt Gingrich hat sich sogar einer der republikanischen Präsidentschaftsbewerber dafür ausgesprochen.
Dagegen plant das Pentagon, mindestens 5000 Soldaten, vielleicht sogar bis zu 30 000, über das Jahr 2014 hinaus in Afghanistan zu lassen. Das zunächst auf zehn Jahre befristete Abkommen soll unbegrenzt oft und lange verlängerbar sein und auch die Nutzung von Stützpunkten einschließen. Als Hauptproblem in den Verhandlungen gilt die afghanische Forderung nach einem Vetorecht gegen die überfallartigen nächtlichen »Razzien« der US-Truppen.
Das Kabuler Marionettenregime hat indessen kaum Mittel, sich mit solchen Wünschen durchzusetzen. Präsident Karsai hat am Donnerstag die Erwartung geäußert, dass der Westen die afghanischen Sicherheitskräfte in den nächsten zehn Jahren mit jeweils vier Milliarden Dollar subventionieren wird. Anders ist in der Tat nicht vorstellbar, dass Afghanistans maßlos aufgeblähter Militärapparat finanziert werden könnte. Das Land würde dadurch noch vor Israel (rund drei Milliarden Dollar jährlich) zum größten Empfänger direkter westlicher Militärhilfe.(Quelle: jw)

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