A321- nur eine Hypothese verbleibt

Die erste A320 wurde 1988 ausgeliefert und war das erste zivile Flugzeug mit digitaler Fly-by-wire-Steuerung.

Valentin Vasilescu zeigt hier die Unmöglichkeit der Theorie einer Bombe auf, die sich im Flugzeug befunden haben soll. Nachdem weitere Hypothesen untersucht wurden, verbleibt nur mehr eine: Die eines Softwarefehlers im Autopiloten. Wir dürfen daraus schließen, dass die Beschuldigungen Großbritanniens und der USA Propaganda sind – ebenso wie die Übernahme der Verantwortung durch den ISIS. Der Absturz war keine Terroranschlag [zumindest keiner mit Sprengstoffen, Anm. d. Ü.]. Das Problem im System des Autopiloten ist entweder ein zufälliger Störfall oder die Auswirkung einer Sabotageaktion durch einen extrem spezialisierten Geheimdienst.

Russische Ermittler brachten einen komplexen Apparat mit nach Ägypten, den man konstruiert hatte, um die Wrackteile in und außerhalb der Maschine zu testen. Der Apparat erlaubt das Aufspüren von Aerosol-basierenden Sprengstoffen bis zu einem Sensibilitätsniveau von 20 Nanogramm. Wenn in der Testlösung Spuren von braun-violetter Färbung auftreten, so beweist das die Anwesenheit von TNT. Wenn sich ein oranger Niederschlag findet, handelt es sich um einen Tetryl-Sprengstoff oder einen anderen Sprengstoff aus der Gruppe A (TNB, DNT, 2,4,6-Trinitrophenol, etc.). Das Gerät der Russen ermöglicht eine Reihe von separaten Tests für Sprengstoffe der Gruppe B. Wenn sich in der Testlösung eine rosa Farbe zeigt, deutet dies auf die Verwendung von Dynamit, Nitroglyzerin, RDX, PETN, SEMTEX oder Nitrozellulose hin. Zeigen die chemischen Reaktionen keine Sprengstoffe der Gruppe A und B an, so prüft das Analysegerät automatisch, ob Komponenten vorhanden sind, die anorganische Nitrate enthalten….(ANFO).A321_2

Die ägyptische Tageszeitung Almasry Alyoum veröffentlichte ein Erklärung des Ermittlungsteams, das den Unfall der russischen A321 auf dem Sinai bearbeitet – das Team bestätigte, dass keine Spuren von Sprengstoff an den Wrackteilen des Flugzeugs aufgespürt wurden, auch nicht an den Kleidern oder Gewebeteilen, die von den Passagieren gefunden wurden. Insofern ist die Hypothese – welche von britischen Geheimdienstleuten aufgrund eines angeblich “abgehörten Gespräches” zwischen Führern des ISIS kolportiert wurde – dass nämlich der Absturz durch eine Bombe an Bord verursacht wurde, erwiesenermaßen falsch. Die Hypothese eines Angriffs mittels eine Boden-Luft-Rakete oder eine Luft-Luft-Rakete fällt ebenso in sich zusammen, da eine Raketenkopf TNT enthält, eine Substanz, die nicht aufgespürt werden konnte. Die Hypothese einer Explosion in einem der Motoren kann ebenfalls nicht aufrechtgehalten werden, da die Turbinenschaufeln unbeschädigt aufgefunden wurden.A321_3

Dasselbe gilt für die Theorie einer Explosion in einem der Treibstofftanks: Diese sind in den Tragflächen eingebaut und eine Explosion links oder rechts hätte die entsprechende Tragfläche vom Rumpf abgerissen. Die Tragflächen fielen aber intakt zu Boden, ein paar Meter vom Vorderteil des Rumpfes entfernt, bevor sie Feuer fingen. Diese Tatsache weist darauf hin, dass sie (die Tragflächen) nicht vom Rumpf abgerissen wurden und kein Feuer ausbrach, bevor die Tanks auf dem Boden aufschlugen.A321_4

Soweit also erweist sich der Mythos, der von der US-Fernsehanstalt NBC gestrickt wurde, als eine Lüge: Das Pentagon soll angeblich erklärt haben, dass ein US-Militärsatellit in dem Gebiet und im Augenblick der Tragödie ein Hitze- und Lichtsignal entdeckt hätte. Zu guter Letzt ist der ISIS oder jede andere Terrororganisation von jeglicher Verantwortung für den Absturz des russischen Airbus A321 auf dem Sinai freizusprechen; was aber offensichtlich den Regierungen der USA und Großbritanniens nicht passt. Warum?

Der Druckabfall in dem Flugzeug bleibt eine der aktiven Hypothesen, allerdings nur aufgrund der chaotischen Manöver der Maschine selbst und nicht als Ursache eo ipso.Wie ich in einem früheren Artikel beschrieben habe [1], sind die wiederholten Kippbewegungen im negativen und positiven Überlastungsbereich – und zwar jenseits allem, was für ein Passagierflugzeug normal wäre – die Ursache, welche zur Trennung der äußeren Baugruppen, dem Verdrehen und der Verschiebung gewisser Elemente in der Basiskonstruktion der Maschine und dem Bruch der Hydraulikzylinder und der Leitungen führte, die an der äußeren Hülle befestigt waren. Ohne dem Hydraulikdruck kann die Mannschaft weder die Flugrichtung noch die Flughöhe bestimmen. Der abnormale Lärm, der bei der Analyse der Blackbox festgestellt wurde, deutet wahrscheinlich auf den Druckabfall hin, gefolgt von der Verschiebung von Teilen des Flugzeuges in einer Höhe von 5000 bis 6000 Metern. Dies wird bestätigt durch den Aufschlag großer Flugzeugteile über eine Strecke mehr als zwei Kilometer in Flugrichtung.A321_5

Kehren wir zurück zum Zeitpunkt 06:12:59 und versuchen anhand des Fortschritts der Katastrophe jede Fluktuation in den Flugparametern zu dekodieren. Es ist essentiell, dass die Maschine zu diesem Zeitpunkt durch den Autopilot gesteuert wurde. Zuallererst fällt ein 3 Sekunden langer Sturzflug mit einem Höhenverlust von 150 Metern auf, was zu einer negativen Überlastung von 2 G führt. Dieses Manöver ist zu abrupt……..als dass es durch die Mannschaft veranlasst hätte werden können.A321_6

Das zweite Steuerungssignal verursachte eine Steigflugbewegung mit einem Höhenunterschied von 800 Metern in 2 – 3 Sekunden und einer positiven Überlastung von 5 – 6 G. Das sind Werte für Kampfjets in Nähkampfsituationen; sie führen zum Verlust der Sehfähigkeit, was im Fachjargon der ” black veil” genannt wird. Aus meiner Sicht ist es unmöglich, dass dieses Kommando von der Flugmannschaft kommen konnte – nur ein defekter Autopilot kann einen solchen Steigflug verursachen…………………….

Das dritte Steuerungssignal bestand darin, von einem 40° – 50°-Steigflug in einem 20° – 30°-Sturzflug zu wechseln, mit einer negativen Überlastung von 4 G. Das kann unmöglich durch die Crew einer Passagiermaschine ausgelöst werden, weil jedermann das Bewusstsein verlieren würde ….In normalen Situationen würde die aerodynamische  Steuereinheit des Autopiloten Überlastungen verhindern, welche in die Nähe der Materialzerstörung führen würden; dabei ist es egal, was der Pilot manuell an Steuerbefehlen absetzt. Der Grund für diese chaotischen Manöver kann deshalb nur in einer Fehlfunktion des Autopiloten liegen.

…….. In einem früheren Artikel habe ich bereits dargelegt, dass es möglich ist, die Kontrolle über den A321 von außen zu übernehmen, indem man in die Software des Autopiloten eingreift. Das kann durch vorher installierte Programme geschehen oder durch bodengestützte Datenübertragung. Wie es der “Zufall” so will, hörten mit Beginn der chaotischen Flugmanöver sowohl der Transponder als auch der Bordfunk auf, Daten zu senden. Über die Transponderdaten wären die Flugparameter an die Flugsicherung gelangt und über den Bordfunk hätte die Crew die Notfallsituation und das oben beschriebene Verhalten des Flugzeugs melden können.

Was jedoch zur Fehlfunktion des Autopiloten zu diesem genauen zeitpunkt führte, kann nur das Untersuchungskomitee feststellen.

Quelle: http://www.voltairenet.org/article189255.html

[1] « Les causes possibles de l’accident de l’Airbus russe dans le Sinaï », par Valentin Vasilescu, Traduction Avic, Réseau Voltaire, 10 novembre 2015.

 

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