Achse Paris-Berlin-Moskau im Interesse Europas — Rossijskaja gaseta

Kommentar: Was die Rossijskaja gaseta zur Diskussion stellt, dürfte man in London und Washington gar nicht gerne hören. Auch nicht in den Baltenstaaten, der Tschechei und Polen.  Die City of London wird dieser Entwicklung sicherlich nicht tatenlos zusehen. Auf jeden Falle muss im Zuge einer solchen möglichen Entwicklung Deutschlands Souveränität vorher wieder hergestellt und der gegenwärtige Scheinstaat von Londons Gnaden von einem demokratischen Staatswesen abgelöst werden.

MOSKAU, 17. November (RIA Novosti).

Die jetzige Krise in Europa lässt die Politiker nach neuen Formen der europäischen Institute suchen, schreibt die Tageszeitung „Rossijskaja gaseta“ am Donnerstag. Immer aktueller wird dabei das Projekt einer Achse Paris-Berlin-Moskau.

Die Zeitung bringt dazu die Meinung des französischen Politologen und Historikers Marc Rousset. „Die Annäherung zwischen Moskau einerseits sowie Deutschland und Frankreich andererseits ist bereits seit langem im Gange. Dies geschieht in vieler Hinsicht auf Initiative Berlins, das sich um eine Verstärkung der Wirtschaftsbeziehungen mit Russland bemüht… In der jetzigen Zeit der Suche nach einem Ausweg aus der Schuldenkrise der Euro-Zone, die in einer nicht allzu weiten Perspektive zu einer Wirtschaftskrise führen könnte, kann sich dieser Prozess sogar beschleunigen. In Deutschland wie auch in Frankreich wird eingesehen, dass man die zunehmenden Schwierigkeiten nicht im Alleingang meistern kann.“

„Die von General de Gaulle geäußerte geniale Idee von einem großen Europa vom Atlantik bis zum Ural, real gesehen aber, bis zum Pazifik, könnte nach meiner Meinung Aussichten für eine Umsetzung bekommen“, so der Experte.

„Ich bin davon überzeugt, dass den Franzosen, den Deutschen und den Russen ein besonderer Platz auf unserem Kontinent gehört“, stellt Rousset fest. „Die Schaffung der Achse Paris – Berlin – Moskau entspricht sowohl den politischen, als auch den wirtschaftlichen Interessen Europas. Nicht von ungefähr betrachten viele die neueste Inbetriebnahme des Gaspipeline Nord Stream als ein geschäftliches Projekt mit einem politischen Hintergrund. Ich denke, dass die Zusammenarbeit mit Russland in der Energiewirtschaft, in der Berlin und Paris immer größere Rolle spielen, zu der Kraft werden kann, die die trilateralen Beziehungen auf ein neues Niveau bringen kann, wovon auch ganz Europa profitieren wird.“



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