Ärzte-Chef: Virus-Panikmacher machen Gesellschaft krank

Der Hamburger Ärzte-Chef und Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, Walter Plassmann, ruft in der Corona-Debatte zu mehr Gelassenheit auf und warnt vor einer Dramatisierung, die die Gesellschaft krank mache. Vor allem kritisiert Plassmann den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Dem Nachrichtenmagazin „Focus“ sagte er, die „Corona-Panikmacher machen die Gesellschaft krank“.

Söder warnt und warnt…

Söder warnte noch vor einer Woche, dass es „immer den exponentiellen Sprung und die Unkontrollierbarkeit des Geschehens“ gebe. Söder prägte dabei den Begriff der „Corona-Schockwelle“. Diese Welle drohe, wenn das Virus mit einer Grippewelle zusammentreffe. Die Worte Söders blieben nicht ohne Wirkung. Doch Plassmann will diese nicht so stehen lassen. Der Chef der Ärztevereinigung kritisiert Söder, aber auch andere deutsche Meinungsmacher beim Thema Coronavirus wie den Virologen Christian Drosten oder den „Gesundheitsexperten“ der SPD, Karl Lauterbach.

Plassmann kritisiert, dass „Söder unter mehreren Möglichkeiten immer die dramatischste nehme“ und übertrieben auf ein mögliches Zusammentreffen der Grippe mit der „x-ten Corona-Welle“ reagiere. Plassmann ist jedoch der Ansicht, dass die große Grippewelle und ein „Aufeinandertreffen mit Corona“ ausbleiben werde, wenn man die “AHA-Regeln” (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) befolge.

Söder, so Plassmann, „verunglimpfe notwenige Relativierungen“ und „nehme immer das dramatischste Szenario“ als „probates politisches Mittel, solange die Bevölkerung dies mit guten Umfragewerten belohne“. Das habe Konsequenzen für die Gesellschaft, sagte Plassmann im „Hamburger Abendblatt“. Permanenter Stress, ununterbrochene Aufgeregtheit und Angst würden Körper und Seele eines Menschen schädigen. „Sie machen krank“, so der Ärztechef.

Wer die Gesellschaft mit negativen Hiobsbotschaften bombardiere, mache sie auf Dauer krank, sagte Plassmann im Hinblick auf Söder, Lauterbach und Drosten. Es sei bezeichnend, dass die Debatte um das Coronavirus von Medizinern bestimmt werde, die „nicht mit dem ganzheitlichen Menschen arbeiteten“. Virologen würden nur sehr kleine Teile des Menschen sehen, Epidemiologen nur Statistikmodelle und Anästhesisten sedierte Menschen, so Plassmann. Das wahre Leben komme in den Debatten Drostens, Lauterbachs und Söders jedoch nicht vor.

Ärzten sei „schon im April aufgefallen“, dass es eine Diskrepanz zwischen der politisch-medialen Aufgeregtheit und dem, was sie erleben, gebe, so Plassmann weiter. Es sei ja bezeichnend, dass unter denen, die zur Mäßigung aufriefen, viele Mediziner seien. Wir nennen weitere Beispiele…

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