AKK sagte Bilderbergertreffen kurzfristig ab – Was steckt dahinter?

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Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, deren erstmalige Teilnahme beim diesjährigen Bilderbergertreffen in Montreux, das dieses Wochenende stattfindet, als gesichert galt, hat am Donnerstag kurzfristig abgesagt. Ein Sprecher der CDU bestätigte, dass AKK, die bis einen Tag vor dem Treffen noch auf der öffentlichen Gästeliste verzeichnet war, nun doch nicht teilnehmen wird.

Was steckt dahinter? Am Mittwoch machten Gerüchte direkt aus dem Machtzentrum in Berlin die Runde, dass Bundeskanzlerin Merkel ihren bis dato als ihre Nachfolgerin gehandelten Zögling, Annegret Kramp-Karrenbauer, nicht mehr als Kanzlerin geeignet halten soll. Dies berichtete „Bloomberg“ unter Berufung auf zwei nicht näher genannte Quellen aus Merkels Umfeld.

Die Gründe für Merkels Zweifel an AKKs Fähigkeiten als Kanzlerin soll die sinkende Popularität der CDU seit der Amtsübernahme AKKs als CDU-Chefin sein sowie das schlechte Abschneiden der Partei bei den EU-Wahlen. Die Nachricht sorgte für Aufruhr in Berlin: Distanziert sich AKK von Merkel? Doch wer wird dann ihr neuer Schützling? Bloomberg zufolge soll AKK laut Merkel dem Job einer Bundeskanzlerin mit dem damit verbundenen Druck nicht gewachsen sein. Deshalb wolle Merkel auf jeden Fall bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleiben – „dies habe sie auch den Menschen versprochen“.

Seit Monaten wird darüber spekuliert, ob Merkel nach den EU-Wahlen von ihrem Amt als Kanzlerin abgelöst wird. Merkel war im Dezember 2018 vorzeitig als CDU-Chefin zurückgetreten. Vermutlich aus reinem Kalkül, denn jetzt, so wie es scheint, kann Frau Merkel den weiter sinkenden Stern der CDU und den endgültigen Absturz der Partei, der unweigerlich kommen muss, dann genüsslich Frau Kramp-Karrenbauer in die Schuhe schieben. Sie hat ja dann mit der Partei-Politik nichts mehr zu tun gehabt, werden ihre Worte lauten.

Zwar dementierte Frau Merkel die Gerüchte noch am Mittwoch. Doch die Absage von AKKs Teilnahme am Bilderberger-Treffen könnte tatsächlich ein stichhaltiger Hinweis dafür sein, dass Frau Kramp-Karrenbauer von Frau Merkel und deren Befehlshabern im Hintergrund nicht mehr als Kanzlerkandidatin gefördert werden könnte. Die Ereignisse der kommenden Wochen und Monate werden Aufschluss darüber geben.

Die tatsächlichen Gründe für AKKs Rückzug wurden nicht angegeben. Als offizieller Grund aus dem Konrad-Adenauer-Haus wurde lediglich mitgeteilt, dass am Sonntag die zweitägige, außerordentliche CDU-Klausur beginne und AKK deshalb nicht nach Montreux reisen könne. Die Bilderberger-Konferenz begann jedoch bereits am Donnerstag – der Sonntag ist nur der Schlusstag des Treffens.

Spekulationen zufolge könnte auch das Topthema der Konferenz, „Soziale Medien als Waffe“ ein Grund für AKKs Absage sein. Denn nach der EU-Wahl und dem kurz zuvor veröffentlichten „Rezo-Video“ äußerte sich AKK kritisch: „Es müsse darüber nachgedacht werden, ob und welche Regeln es für den digitalen Beriech im Vergleich zu klassischen Medien geben müsse.“

Das Thema Soziale Medien ist für AKK also derzeit höchst heikel, sollen doch – geht es nach den Bilderbergern -genau solche Videos künftig regelmäßig als „Waffe“ eingesetzt werden. Eine „Waffe“, die AKK durch Zensur vor Wahlen möglicherweise verhindern wollte.

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