Albtraum Organfabriken: Züchtung „vermenschlichter Tiere“ in Japan

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Der Mensch benötigt Ersatzorgane, heißt es allenthalben auch in Deutschland. Zwangsspende-Maßnahmen, wie sie die Politik immer wieder plant oder verlangt, belegen den Mangel. In Japan nun genehmigten die Behörden Tierversuche, die bei der Züchtung menschlicher Organe helfen sollen. Die menschlichen Organe werden Mäusen, Ratten oder Schweinen zugeordnet. Noch sind erst die entsprechenden Grundlagenversuche eingeleitet worden. Die Sache scheint jedoch Fahrt aufzunehmen.

„Schimären“ – das neue „Wunder“

Solche Züchtungen werden als „Schimären“ bezeichnet, sogenannte „Tier-Mensch-Hybride“. Diese sollen nach einem Bericht der „Nature“ in den Körpern von Ammentieren, also Trägern, heranwachsen, um dann auf die Welt gebracht zu werden. Dann sei es möglich oder zumindest das Ziel, dass beispielsweise „Schweine“ menschliche Organe spenden könnten.

Nach einem Bericht der „FAZ“ sind solche Experimente bei uns in Deutschland gleichfalls nicht grundsätzlich verboten. Vor etwa acht Jahren publizierte der „Deutsche Ethikrat“ seinen mehrheitlich gefassten Beschluss, wonach Tierexperimente mit „vermenschlichten Tieren“ befürwortet werden könnten. Zweck solcher Experimente sei es, Organe in Tieren zu züchten und auf den Menschen zu übertragen. Voraussetzung dafür sei es, die bestehenden Bestimmungen zum Embryonenschutz und zum Tierschutz einzuhalten.

In Japan allerdings werden die gegebenenfalls zu erzeugenden Schimären noch nicht ausgetragen. Diese sollen im „Körper des Ammentieres wachsen“, bis „alle Organe ausgebildet“ seien. Die Föten sollten dann entnommen sowie „getötet werden“.

Diese Form der Züchtung scheint wegen der möglichen wirtschaftlichen Nutzung und Optimierung des Menschenmaterials Kritikern als regelrechter Albtraum. So weit der wirtschaftliche Wettbewerb als Entscheidungskriterium herangezogen wird, gilt es als wahrscheinlich, dass auch in Deutschland der Beschluss des Ethikrates eines Tages umgesetzt wird und ein Einfallstor für die kommenden Züchtungsexperimente darstellt. Der deutsche Ethikrat warnt derweil davor, „die japanischen Versuche vorschnell zu verurteilen“, wie die „FAZ“ meldet. Es gehe nicht um Horrormonster, sondern um „ein hohes und berechtigtes Ziel“. Fraglich erscheint allerdings, wer in welchen Interessen diese Ziele formulieren darf, fragt sich die Redaktion – lesen Sie hier mehr zu solchen Fragen.

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