Alexa: Datenloch bewiesen

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Die Spracherkennung „Alexa“ war und ist von Anfang an unsicher. Die Aufzeichnungen sind jetzt nach einem Bericht von „Heise Online“ in die Hände „eines Unbefugten“ geraten. Genau dies hatten Kritiker befürchtet. „Alexa“ und Co könnten als Datenaufzeichnung für lauter Unbefugte dienen, so die weitverbreitete Sorge. Vollkommen zu Recht, wie sich jetzt plötzlich zeigt.

Der Alexa-Fall

Amazon hat Alexa geschickt am Markt platziert. In zahllosen Wohnungen und Büros tauchte ein Lautsprecher auf, der gleichzeitig die Ansagen des Nutzers verstehen sollte. „Ruf bei xyz an und bestelle Pizza Napoli“ etwa. Der Verdacht lag nahe, dass Alexa auch anderweitig mithört. Und dass die Daten dann an anderer Stelle auftauchen. Unerwartet und ungewollt. Die Daten sind nun tatsächlich laut diesem Bericht nachweislich an anderer Stelle aufgetaucht.

Der Kunde hat Amazon Deutschland darum gebeten, ihm Auskunft über die gespeicherten Daten nach der DSGVO zu übergeben. Dem neuen Datenschutzgesetz. Nach zwei Monaten erhielt er den Zugang zum sogenannten „ZIP“-Archiv. Dieses enthielt gut 50 Daten, die auf seine Person „galten“. Zudem hatte er plötzlich Zugriff auf 1.700 Dateien mit dem Kürzel WAV. Dies sind vertonte Daten. Eine PDF-Datei wiederum offenbar zeitlich nicht sortierte Aufzeichnungen darüber, was Alex über die Spracheingaben verstand.

Der Kunde selbst allerdings hatte Alexa zeit seines Lebens noch nie eingesetzt. Die Daten mussten daher einem anderen Menschen zuzuordnen sein. Amazon.de antwortete ihm auf die Mail, die er dem Unternehmen daraufhin schrieb, nicht. Der Link, den der Kunde erhalten hatte, führte allerdings kurze Zeit später ins Leere, heißt es. Die heise-Zeitschrift c’t erhielt diese Daten vom Kunden. Die machte die Quelle ausfindig und informierte diese über die Aufzeichnungen. Er war von Amazon nicht darüber informiert worden. Der Fehler, so das US-Unternehmen, sei „menschlich“ gewesen. Man habe Maßnahmen zur „weiteren Verbesserung“ getroffen.

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