“Alternative Heilmethoden”: Herr Spahn, bitte lesen!

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Geht es nach unserem Gesundheitsminister Jens Spahn, könnten Heilpraktiker bald verboten werden – so jedenfalls werden die wirtschaftlichen Auswirkungen sein, wenn die Prüfung zur Zulassung und zur Praxis im Ministerium zum gefürchteten Ergebnis werden. Wir hatten darüber auf dieser Seite berichtet. Verschwinden allerdings Heilpraktiker und alternative Heilmethoden, dürfte der Sturm der Entrüstung losgehen, so jedenfalls eine Umfrage, die ausgerechnet die “Apotheken-Umschau” veröffentlichte, deren Zielgruppe in erster Linie Pharma-Produkte vertreiben dürfte.

Umfrage: Zwei Drittel gehen von körpereigenen Kräften aus

Die Umfrage ist brisant. Annähernd 3/4tel aller Befragten meinen, die klassische Schulmedizin würde bei ernsthaften Leiden besser helfen. Dies ist das Ergebnis der Abfrage durch das Meinungsforschungsinstitut Ipsos für die oben genannten “Apotheken-Umschau”. Allerdings sind 58,5 % aller Befragten davon überzeugt, (auch) alternative Therapieverfahren würden heilen. Sie wünschen sich demnach “unbedingt”, die alternativen Verfahren sollten Teil der Schulmedizin sein können.

21,4 % der Befragten geben sogar an, sich zunächst auf verschiedene Weise von der Schulmedizin geholfen haben zu lassen – um dann die richtige Heilung durch alternative Methoden erfahren zu haben. 5,2 % sind sogar der Meinung, sie könnten der Schulmedizin “nicht trauen”, sie würden ausschließlich zu Heilpraktikern gehen.

Der wesentliche Vorteil der alternativen Heilmethoden sei es, dass insbesondere körpereigene Kräfte zur Selbstheilung gestärkt würden (65,6 % teilten diese Meinung). 62,2 % sprechen von einer “sanfteren Medizin” und geringeren Nebenwirkungen als es bei der Schulmedizin der Fall sei. Zudem würden 60,7 % “loben”, die Therapie sei ganzheitlich, Körper und Seele würden “zugleich angesprochen”.

49,4 % weisen zudem darauf hin, dass die Therapeuten sich mehr Zeit für den einzelnen Patienten nehmen würden, 48,2 % halten die “Alternativen” für emphatischer. 39,9 % zahlen ihre Kosten sogar selbst, wenn die Krankenkasse nicht bezahlt. Fraglich ist doch nur, was genau Jens Spahn gegen diesen enormen Bevölkerungsanteil genau verbieten möchte.

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