Alzheimer: Negative Gedanken als Beschleuniger?

Alzheimer ist eine bei uns in der Schulmedizin offenbar noch weit unerforschte Krankheit. Weder die Entstehung von Alzheimer noch die Therapie sind bislang – zumindest in der schulmedizinischen Theorie  – halbwegs erträglich erforscht. Nun gibt es eine neue Theorie, die fernab der bisherigen Erklärungsansätze zumindest deutlich machen soll, welche Einflussfaktoren Alzheimer-Risiken erhöhen können. So seien negative Gedanken ein Schlüssel dafür, Alzheimer eventuell auslösen zu können. Humbug oder Ernst?

Was kommt zuerst – Henne oder Ei?

Die Studie der University College in London jedenfalls, veröffentlicht in einem Journal namens “Alzheimer&Dementia”, hat nun diesen Zusammenhang gedanklich hergestellt. 292 Erwachsene im Alter von über 55 Jahren dienten als Untersuchungsgruppe. Die Patienten sollten körperlich und geistig “gesund” sein. In deren Verwandtschaft jedoch finden sich zumindest zwei Geschwister oder ein Elternteil, die an Alzheimer erkrankt seien.

Die Auswahl der Gruppe soll demnach eine Prädisposition für eine Erkrankung unterstellen und gleichzeitig die Bedingungen für den realen Ausbruch ermitteln. Die Probanden wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren jeweils psychisch dahingehend getestet, wie sie mit “negativen Situationen” verfahren würden. Ein “repetitive negative thinking”, abgekürzt RNT, sei dabei ein messbarer kognitiver Prozess, der sich darin zeige, dass alle Gedanken um Ängste und die Ängste über die Zukunft kreisten. Zudem untersuchten MRT-Aufnahmen, ob es Ablagerungen im Hirn gebe, die wiederum sukzessive zu einem Absterben der Verbindungen von Nervenzellen führen könnten.

Ein hoher RNT-Wert wiederum wurde im Lauf der Untersuchungsphase mit einer Zunahme dieser Ablagerungen assoziiert. Kognitive Fähigkeiten also würden abnehmen.

Tatsächlich allerdings stellt sich die Frage, ob negative Gedanken sich unter anderem wegen einer möglichen Prädisposition zusätzlich bilden oder ob diese Ausgangspunkt der zusätzlichen Ablagerungen sind. Zudem lässt diese Studie die Frage offen, wie viele Menschen mit scheinbar negativen Gedanken nicht an Alzheimer erkranken. Deshalb raten wir zur Vorsicht bei der Interpretation solcher Ergebnisse.

 

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