Angelsächsische Achse: Verlust der Ukraine bedeutet Verlust Europas

 ukraine

(Übersetzung politaia.org)

Vor was haben die Anglo-Amerikaner eine solche Angst?

Könnte die Ukraine eine Region der Zusammenarbeit zwischen Russland und Europa werden? Könnten sich die europäischen Staaten befreien?

Es scheint so, dass die exzessive und rücksichtslose Raserei der Anglo-Amerikaner nicht nur aus Angst vor dem Verlust der Ukraine herrührt, sondern dass sie Angst haben, Europa zu verlieren.

In einer Rede, welche Wladimir Putin am 2. Dezember 2013 in der armenischen Hauptstadt  Jerewan hielt, wurde diese Angelegenheit deutlich:

“Die Ereignisse in der Ukraine erinnern mich weniger an eine Revolution als an ein Progrom. Das seltsame dabei ist, dass all das wenig mit den ukrainisch-europäischen Beziehungen zu tun hat…..Wie ich schon sagte, alles, was passiert ist nicht direkt mit der Kooperation zwischen der Ukraine und der Europäischen Union verbunden ….” http://eng.kremlin.ru/transcripts/636

Trilateral Agreement

Ich habe den Eindruck, dass Putin nicht nur darauf aus ist, sich die Ukraine vom Westen “zurückzuholen”. In Wirklichkeit hat er vor, die Ukraine auf eine subtile Weise zu nutzen, um ein trilaterales Abkommen zu erreichen – mit der EU (oder zumindest Teilen der EU), der Ukraine und Russland.

Russische Pressesprecher und eine Anzahl der von den Russen kontrollierten Medien haben wiederholt auf diese Lösung verwiesen. Genau über diesen Punkt fand bereits eine Diskussion statt und führte zu einer internen Debatte unter den EU-Ländern (vor allem – Seien Sie nicht überrascht – in Deutschland, dessen Beziehung für Russland von größtem Wert ist).

 Möglicherweise wurden einige vorbereitende Absprachen mit europäischen Führern “vordiskutiert”, die nun scharf darauf sind, mehr souveräne Autonomie zu erlangen. Das hat Washington und London trotz aller Zeichen einer Entspannungsperiode zwischen dem Westen und Moskau zu Tode erschreckt. Man sollte besser sagen, es hat eine bestimmte und immer noch sehr starke Fraktion im anglo-amerikanischen Establishment zu Tode erschreckt. Aus diesem Grunde wurde auf  europäische Ländern, insbesondere auf Deutschland, Druck ausgeübt. Deutschland wurde aufgefordert, einen “Liebesbeweis” zu erbringen.

 Für die Anglo-Amerikaner, namentlich die USA und Großbritannien, muss die EU jeder unabhängigen Möglichkeit beraubt werden, sich in Richtung einer eurasischen Strategie zu bewegen.

Die von Donald Rumsfeld angewandte Methode der gegenseitigen Ausspielung (unter Benutzung des “alten” Europa gegen das “neue” Europa) ist immer noch angesagt. Europa muss geschwächt werden – erstickt von der Umarmung der Wallstreet und der City of London, getrieben in einen eskalierenden Plünderzug gegen die eigene Wirtschaft und Bevölkerung, erschüttert von Skandalen, um es jeder effektive Führung zu berauben und dauernd mit aggressiven Militärabenteuern beschäftigt. Vor allem aber muss Europa sogar von der geringsten Kooperation mit Russland mit allen Mitteln abgebracht werden. Diese Linie darf niemals überschritten werden. Und so sehen wir bei der anhaltenden Krise in der Ukraine, welches Ausmaß an offener Einmischung und Erpressung durch die anglo-amerikanischen Repräsentanten vonstatten geht, um Europa aufzuerlegen, was “gut für die Europa ist”.

In der Tat hätte Deutschland durch gute Beziehungen zur Ukraine und zu Russland jeglichen Nutzen. Nicht so die EU-Bürokratie, die vollständig (und nicht nur teilweise) von den großen Banken kontrolliert wird. Ein Beispiel ist Jose Manuel Barroso, dessen Mandat im Frühjahr endet.

Russland könnte sogar noch mehr gewinnen von einer Partnerschaft mit einem Europa, welches nicht vollständig den Diktaten aus Brüssel, den Diktaten der Banker, der NATO und der supranationalen Mächte unterworfen wäre. Das würde die Tür öffnen für eine Partnerschaft ohne NATO, ohne IWF etc.; eine Beziehung zugunsten der direkten nationalen Interessen der verschiedenen Staaten.

Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass Putin wiederholt solche Avancen gemacht hat, um die ukrainischen Probleme zu lösen: Durch direkte und unmittelbare Beziehungen zu Deutschland und bestimmten anderen europäischen Staaten. Die Ukraine könnte so etwas wie eine gemeinsame Experimentier-Region für eine neue Art der souveränen Zusammenarbeit bilden. Es ist also keine Überraschung, wenn die Reaktion darauf grimmig ausfällt.

Aber Putin scheint zu glauben, dass er “das Spiel gewinnen” kann:

“…..Wir glauben, dass die Situation sich mit der Zeit normalisiert und dass am Ende die ukrainische Führung und das ukrainische Volk die nächsten Schritte in die nahe und fernere Zukunft selbst bestimmen werden.

Was die Vorgänge in der Ukraine betrifft, so erinnern mich diese weniger an eine Revolution als an ein Progrom.Und seltsamerweise hat das wenig zu tun mit den ukrainisch-europäischen Beziehungen. Wenn man genau hinschaut, so beschäftigt sich niemand mit den Entwürfen für diese Abkommen, keiner schaut sich diesbezüglich irgendetwas an oder hört sich irgendetwas an.

Die Leute sagen, dass dem ukrainischen Volk ein Traum gestohlen worden sei. Es ist ja gut zu träumen, aber wenn man sich die Inhalte der Abkommen anschaut, so werden viele zu ihren Lebzeiten ihren Traum nicht erleben, sie werden ihn niemals erfahren, weil die Bedingungen sehr hart sind.

Wie ich schon erwähnt habe, sind meiner Ansicht die Geschehnisse nicht direkt mit dem Abkommen zwischen der Ukraine und der Europäischen Union verknüpft. Es handelt sich um einen internen politischen Prozess, bei dem die Opposition die gegenwärtige – und ich betone – legitime Regierung destabilisieren will. Mehr noch, alles was dort jetzt passiert, ist keine Revolution, sondern ein gut organisierter Protest. Aus meiner Sicht sind die Ereignisse nicht für heute vorbereitet worden, sondern für den Präsidentenwahlkampf  im Frühjahr 2015. Was jetzt abgeht, ist nur ein kleiner Fehlstart, der bestimmten Umständen zugrunde liegt. Aber es ist auch eine Vorbereitung auf die Präsidentschaftswahlen. Die Tatsache, dass es sich um Vorbereitungsmaßnahmen handelt , ist für jeden objektiven Beobachter offensichtlich. Man braucht sich nur im Fernehen anzuschauen, wie die gut organisierten und ausgebildeten militanten Gruppen im Augenblick operieren. Das ist meine Einschätzung.

………

Lassen Sie mich das noch einmal deutlich wiederholen: Wie auch immer die Entscheidung des ukrainischen Volkes ausfallen mag, wir werden sie respektieren.”

(Wladimir Putins Erklärungen gegenüber Journalisten bei den russisch-armenischen Gesprächen:   http://eng.kremlin.ru/transcripts/6361)

Quelle:

http://www.globalresearch.ca/the-anglo-american-axis-loosing-the-ukraine-loosing-europe/5361450

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