ARD-Dokumentation zu Diesel-Fahrverboten: „Volksverdummung“

www.shutterstock.com, LanaElcova, 553591285

Die „Deutsche Umwelthilfe e.V.“ versucht noch immer, ihr Vorgehen gegenüber der Öffentlichkeit zu verteidigen. Die festgesetzten Grenzwerte an Stickoxid-Mengen, die ausgesetzt werden, sind nach Ansicht vieler Experten allerdings weitgehend lächerlich. Dies zeigt auch eine neue Dokumentation der „ARD“, die sich diesem Thema widmet.

Spaghettikochen demnach ungesünder

Der in Deutschland bzw. der EU geltende Grenzwert für die Stickoxid-Belastung wird demnach schon beim Kochen von Spaghetti überschritten. Und zwar um – das 30fache. Kleinste Differenzen zum vorgegebenen Grenzwert jedoch sorgen in Deutschland dafür, dass immer mehr Gerichte entscheiden – oder entscheiden müssen – Fahrverbote von den Kommunen zu verlangen. In Stuttgart etwa, der Stadt, in der dieses Dilemma wohl am stärksten in der Öffentlichkeit stand, ist das Verbot seit Januar in Kraft. 108 Euro Bußgeld drohen Fahrern, die sich mit einem Euro-4-Fahrzeug erwischen lassen.

Die Umwelthilfe sieht im Ausstoß der Schadstoffe indes einen Grund für, wie es im „Focus“ heißt, „tausende Todesfälle“. Zudem werde darauf verwiesen, dass es in der Nähe von Kindergärten oder Schulen eine erhöhte Belastung geben würde. Denn die Kindern atmeten das „Dieselabgasgift“ in Augenhöhe mit dem Auspuff stehend ein.

Die politische Diskussion in Deutschland gewinnt allerdings an Schärfe. In einer „Hart aber fair“-Sendung in der ARD lud die Redaktion nicht nur Gegner des Fahrverbotes ein, wie einen Lungenfacharzt, sondern auch Befürworter von der „Deutschen Umwelthilfe“ sowie von den Grünen Cem Özdemir. Die Autoindustrie war über den Präsidenten des Dachverbands VDA gleichfalls vertreten. Er empfahl Betroffenen, ihre Fahrzeuge „einzutauschen“. Das nährt den Verdacht, dass die Autoindustrie nicht ganz so vehement an der Seite der Verbraucher, ihrer Kunden, steht wie gedacht. Die Autoindustrie weigert sich zudem in Deutschland, die technisch möglichen Hardware-Nachrüstungen so durchzuführen, dass das Problem möglichst klein gehalten wird. Den Anfang der Diskussion allerdings machen die Grenzwerte. Die Redaktion meint – ganz ohne Fachkenntnis -: Wenn hinreichend viele Experten auf zu niedrige Grenzwerte verweisen, dann halten wir die Diskussion für typisch „deutsch“.



Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen