ARME Menschen: Testpersonen für NEUE Wirkstoffe bei Infektionskrankheiten

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ARME Menschen: Testpersonen für NEUE Wirkstoffe bei Infektionskrankheiten

Der Pharmaindustrie geht es weiterhin gut. Die Aktienkurse in Deutschland sind ebenso wie in den USA in ausgezeichnetem Zustand. Immer neue Studien künden für den Markt und seine Investoren von Erfolgen, die den Marktwert noch weiter steigern sollen. Und der Markt ist ordentlich zugeschnitten. Die Medikamente werden dank der Krankenkassenorganisation in Deutschland und in anderen westlichen Ländern teuer verkauft. Getestet werden die Wirkstoffe bei den Armen und den Ärmsten. Die sich nicht wehren können und am Ende die Wirkstoffe mit hoher Sicherheit selbst nicht kaufen könnten.

Afrikanische und asiatische Länder….

Dabei werden die Wirkstoffe in aller Regel vor allem in den armen Ländern in Afrika oder in Asien unter Praxisbedingungen getestet. Die Regierungen sind oft genug nicht in der Lage, Regelungen zum Schutz der Betroffenen zu kontrollieren oder durchzusetzen, zudem auch abhängig von Hilfszahlungen oder sonstigen Hilfestellungen der westlichen Regierungen.

Das Versuchslabor bietet also deutlich attraktivere Möglichkeiten, so die Kritiker. Zudem aber ist auch das Rechtssystem in den betreffenden Ländern weniger hart als etwa bei uns oder in den USA. Der „Deutschlandfunk“ hat einem Bericht des Magazins „Hintergrund“ zufolge vor nunmehr drei Jahren einige Fälle aufgearbeitet.

So sind in Nigeria durch Pfizers Experimente zum Antibiotikum Trovan elf Kinder verstorben. Zahlreiche Opfer seien ein Leben lang behindert. Im Jahr 2003 hat Shanta Biotech aus der Sanofi-Gruppe sogar verheimlicht, dass die Probanden an einem Test teilnehmen würden. Acht sind dabei verstorben. Und so weiter und so fort.

Schließlich verdienen viele der Konzerne an den Patenrechten auf Wirkstoffe, die sie in betroffenen Ländern mit einer horrenden Verbreitung von Viruskrankheiten wie Ebola oder Aids getestet haben und damit nicht in Form von „Generika“ freigeben müssen. Die Menschen aus den Testgebieten erhalten damit die am eigenen Leib getesteten Wirkstoffe nicht. Ein Schaden, der trotz enormer medizinischer Fortschritte viele Millionen Menschenleben gekostet haben dürfte.

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