ARMES Deutschland: Private Rentenversicherung seit Jahrzehnten mit Bruchlandung

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Die private Rentenversicherung in Deutschland ist wieder ein großes Thema. Die Diskussion ist jetzt mit „BlackRock“ wieder deutlich schärfer geworden, nachdem Friedrich Merz als künftiger Vorsitzender der Union (sofern er gewinnt) die private Rentenversicherung voranbringen möchte. Die Kanzlerschaft wird er auch anstreben. Spätestens dann soll der privaten Rentenversicherung in Deutschland ein noch größerer Kuchen zuteil werden als ohnehin schon. Nun liegt eine Studie der Vereinten Nationen UN vor, wonach die Rentenversicherung nicht wie geplant funktioniert. Sie ist möglicherweise sogar ein Debakel, berichtet „der Freitag“.

Ziel: Abbau der gesetzlichen Versicherung

Demnach ist es vor allem das Ziel des Umbaus, die gesetzlichen Zugangsmöglichkeiten einzuschränken, also wesentliche Chancen für die privaten Geldunternehmen zu eröffnen. Demnach würde auch BlackRock als großer Anbieter profitieren. Die „demografische Entwicklung“ wird in Deutschland regelmäßig als Grund dafür genannt, dass es bald eine stärkere private Einbindung brauche. Doch auch hier gilt: Wenn die Produktivität der Wirtschaft steigt, dann wird die Verteilungsfrage nicht so brisant sein wie dargestellt. Dann steht ein größerer Teil an Produkten und Dienstleistungen den Rentnern zur Verfügung. Ganz automatisch.

Die Ergebnisse jedoch der privaten Ausgleichsmaßnahmen sind ernüchternd, wie die Studie zeigt. Die „ILO“ hat dazu 15 Länder beobachtet. Die Leistungsniveaus seien reduziert. Die Rentenhöhen würden nach unten sinken und die Kosten steigen. Warum? Die Risiken werden auf die Nutzer verteilt und nicht auf die Gesellschaft. Private Anbieter werden ihre Kosten unter anderem damit anreichern (müssen), dass der Vertrieb organisiert wird, Garantie-Versprechen gegen Geld abgesichert werden und auch Zinsänderungen – als Beispiel – einkalkuliert sind.

Dementsprechend sind die Ergebnisse: Hohe Kosten, weniger Profitabilität trotz des freien Marktes machen die an sich zu erwartenden Vorteile der freien Kapitalverteilung, etwa auf Aktien, oft genug wett. Für 60 % aller 30 Länder, die eine Privatisierung teils oder vollständig durchgeführt haben, ist dieses „Experiment“, wie es heißt, „gescheitert“.

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