Armutsquote in MERKEL-Deutschland steigt weiter….

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Die Armutsquote in Deutschland ist nach einem Bericht im „Deutschlandfunk“ noch einmal gestiegen. Sie beträgt nun 16,8 %. Das ist ein Prozentpunkt mehr als im vergangenen Jahr. Umgerechnet wäre jeder sechste Mensch in Deutschland von dieser Armut betroffen. Als „arm“ werden Menschen bezeichnet oder definiert, die weniger als 60 % des in Deutschland gemessenen mittleren Einkommens haben.

1.080 Euro oder weniger

Umgerechnet entspricht dies einem Einkommen von 1.080 Euro oder weniger für einen 1-Personen-Haushalt. Grundlage dieser Berechnungen ist ein „Armutsbericht“ des „Paritätischen Wohlfahrtsverbandes“. Der hat diese Daten wiederum einem Bericht des „Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung“ (DIW) entnommen.

Am stärksten betroffen sind – hinsichtlich des Risikos, arm zu werden – arbeitslose Menschen, alleinerziehende Menschen, Familien mit zahlreichen Kindern sowie schlecht Ausgebildete und Migranten.

Allerdings gibt es weitere erstaunliche Daten: Annähernd 75 % aller armen Menschen seien „erwerbstätig“, in einer Ausbildung beschäftigt bzw. bereits Rentner. Lediglich 20 % seien „tatsächlich arbeitslos“, so der Paritätische Wohlfahrtsverband. Das heißt umgekehrt, dass auch tatsächlich viele Vollzeitbeschäftigte als „arm“ gelten. Vor allem Menschen mit befristeten Arbeitsverträgen sind oftmals „arm“. Leiharbeiter ebenso – oft wegen der nur „geringfügigen Beschäftigung“. Dennoch: „Working poor“, also arme Vollzeitarbeitnehmer, gäbe es unerwartet oft.

Deshalb sind auch annähernd 14 % aller Kinder auf Hartz IV angewiesen, heißt es in dem Bericht. Insofern ist die Situation an sich bereits dramatisch. Noch schlechter wird die Bilanz, wenn der Armutsbegriff verändert würde. Steigende Renten oder eine Erhöhung des Mindestlohns seien, so der Paritätische Wohlfahrtsverband, seien deshalb geboten. Zudem sollte die Leiharbeit reduziert werden. Schließlich sollten auch die „sachgrundlosen Befristungen“ beendet werden.

Ob die Forderungen gerecht sind oder nicht, ist naturgemäß eine Frage der politischen Einstellung. Bedenklich jedoch ist nach Auffassung dieser Redaktion, dass die absoluten Zahlen – hier 1.080 Euro – tatsächlich ausgesprochen gering sind, wenn die Lebensverhältnisse in den Metropolen bedacht werden.

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