Arsen im Trinkwasser? Achtung

Manfred Doepp: Ernährungslügen. Oder: Lebensmittel oder Füllstoffe

Eine neue Studie zeigt, dass das Trinkwasser weltweit mit Arsen angereichert wird und mindestens gut 200 Millionen Menschen weltweit durch Arsen im Trinkwasser gefährdet seien. Die “Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserrreinigung und Gewässerschutz (Eawag) hat erst vor wenigen Tagen auf diesen Umstand hingewiesen. Sie präsentierte eine “erste wirklich globale Risikokarte für die Arsenkontamination im Grundwasser”, so der GEawag-Geophysiker Joel Podgorski.

Arsen: Nur in geringen Dosen zu verkraften

Arsen gilt als hochgefährlich. Es könne nicht nur Krebs verursachen, heißt es, sondern zudem in Zusammenhang mit Entwicklungsstörungen gebracht werden, mit Diabetes, mit Herzerkrankungen oder auch mit Störungen des gesamten Nervensystems oder des Gehirns. Offenbar gelten 10 Mikrogramm pro Liter als höchste hinnehmbare Grenze. Dies ist zumindest die von der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, festgelegte Obergrenze. Die genannte Studie aus der Schweiz hat anhand dieser Grenze die Risikoregionen ausgemacht, in denen schon das Grundwasser die vorgeschlagene Arsen-Kontamination überschreite. Die Karte selbst finden Sie unter folgendem Link der “netzfrauen.org”:

Dabei verweisen die Autoren des Beitrags der Netzfrauen wiederum auf die Folgen der Belastung: Gerade in vielen dieser Regionen wird Reis angebaut, das wiederum deshalb besonders gefährlich ist. Reis enthalte bis zu 10Mal mehr Arsen als andere Lebensmittel. Die Europäische Behörde für Lebensmittelstandards verweist danach darauf, dass diejenigen, die “viel Reis” essen, auf diesem Wege besorgniserregenden Konzentrationen ausgesetzt seien.

Das wiederum verweist auf den Zusammenhang, den die Ernährung mit Reis zu Krebserkrankungen haben kann. Ein solcher Zusammenhang wird oft angezweifelt – sollte allerdings im Fokus bleiben. Vor allem Babyreis, der oft zum Abstillen verwendet wird, dürfte hier künftig eine größere Rolle bei Krebserkrankungen spielen – wenngleich sich dieser Zusammenhang über längere Zeiträume statistisch betrachtet wieder rasch verbergen lässt.

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