Artenvielfalt reduziert sich messbar: Das Ende unserer Welt, wie wir sie kennen?

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Die Artenvielfalt der Erde ist bedroht, so die Feststellung auf der nun beenden Pariser Artenschutzkonferenz des „Welt-Biodiversitätsrates“. Ein großer Teil des Rückgangs ist menschlich beeinflussbar, heißt es. Deshalb können wir diesen unheilvollen Weg der Welt-Entwicklung bremsen oder wenden. Anders die viel öfter zitierte Klimadebatte.

Die Klimadebatte erregt die Gemüter. Die veröffentlichte Meinung der einen Seite geht davon aus, der Klimawandel sei menschengemacht. Die Kritiker räumen in der Regel ein, der Klimawandel sei evolutorisch bedingt und nicht menschengemacht. Eine dritte Seite unterstellt, es gäbe keinen Klimawandel. All dies lässt sich der großen Zeiträume, in denen gemessen wird, kaum widerspruchsfrei belegen.

Dies ist der große Unterschied zur Arten“messung“. Die lässt sich zeitlich und räumlich sowie in der Regel auch wegen der beeinflussenden Faktoren abgrenzen. Die Aussage ist eindeutig: Mehrere hunderttausend wissenschaftlicher und politischer Publikationen, von denen 15.000 letztendlich in die Studie flossen, sind von 132 angeschlossenen Staaten und deren Wissenschaftlern ausgewertet worden. Demnach sind die Ökosysteme weltweit massiv bedroht, da die Artenvielfalt deutlichst zusammenbricht. So sollen ungefähr 1 Million „Spezies“ entweder kurzfristig oder mittelfristig in ihrer Existenz bedroht sein bzw. aussterben. Die genau Anzahl wird sich nicht feststellen lassen, da die Differenz zwischen einzelnen Arten – beispielsweise – teils schlicht definitorischer Natur sind.

Dennoch ist die Gefahr eminent. Schon jetzt würden den Daten nach im Durchschnitt ungefähr 20 % weniger Arten als zum Beginn des vorhergehenden Jahrhunderts leben. Über 40 % aller Amphibien“arten“ und mehr als 30 % der Meeressäugetiere sind demnach vom Aussterben bedroht. Dabei hätten wir Menschen insgesamt 75 % der Landfläche entscheidend verändert sowie mehr als 60 % der Meere.

Die Verstädterung sie verantwortlich, heißt es, die Überfischung der Meere, der „Schutz“ von Pflanzen per Glyphosat und insgesamt unser aller Verbrauch. Dabei haben wir Menschen seit 1970 die Ernteerträge in der Landwirtschaft um das Dreifache erhöht. Der Holzeinschlag hat sich annähernd verdoppelt. Mittlerweile werden jährlich 60 Mrd. Tonnen an erneuerbaren sowie nicht erneuerbaren Ressourcen bzw. Rohstoffen abgebaut. Dies ist gegenüber 1980 annähernd die doppelte Menge.

Die Verstädterung hat durch die „bebaute Gesamtfläche“ mehr als doppelt soviel Platz eingenommen als 1992, also vor gut 25 Jahren. Letztlich ginge es um unser Überleben auf der Erde. Würden beispielsweise die Insekten aussterben – oder zumindest eine relevante Masse an Insekten -, würden die Bestäuber fehlen. Fehlten die Bestäuber, gäbe es keine entsprechenden natürlichen Produkte, von denen wir alle leben.

Die Umweltministerin versprach bereits, es sei ihr Ziel, auf Glyphosat zu verzichten. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner von der Union scheint sich dagegen zu sträuben. Hier lesen Sie mehr

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