Arzt stellt klar: KEINE Angst vor Altenheimen

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Das Corona-Virus scheint besonders in Altenheimen zahlreiche Todesopfer zu fordern. Die Berichterstattung in den großen Medien lässt fast nur den Schluss zu, dass der Tod dieser Menschen Schuld der Besucher oder der unzureichenden Hygiene oder der mangelnden Aufmerksamkeit des Pflegepersonals sei. Sind unsere Altenheime so schlecht, dass Sie im Fall des Falles um Ihre Angehörigen fürchten müssen? Ein Arzt und Experte meinte “nein” – auf Facebook in einem Leserkommentar. Seine Ausführungen sind aufschlussreich und zumindest plausibel. Wir dokumentieren.

“CORONA ….
Es tut mit mir Leid Freunde, vielleicht entfernt mich der ein oder andere jetzt aus seiner Freundesliste.
Ich kann es nicht mehr lesen und hören…all die „Horroszenarien“ die einschlägige Zeitungen gerade täglich bringen. Ganz aktuell steigert man sich in die Berichterstattung über Altenheime und zunehmende Tote hinein.

Als Notarzt bin ich regelmäßig Gast in diesen Einrichtungen. Heime, die mit viel Mühe vielen alten Menschen die letzten Jahre verschönern. Es muss aber einmal dringend erwähnt werden: es liegen dort auch schwerst pflegebedürftige und schwerst kranke Bewohner. Das Bild des täglichen gemeinsamen Alltag haben viele Bewohner seit Jahren nicht mehr erlebt. Jede noch so kleine Infektion lässt die Sterberate dort höher schnellen. Der Glaube, wir hätten Zaubertrank o.ä. im Repertoire, muss man einigen Angehörigen häufig austreiben. Dieses führte in der Vergangenheit oft zu Krankenhauseinweisungen bis zur Beatmung auf der Intensivstation. Ein gewinnbringendes Geschäft für Krankenhäuser, denn mit Beatmungspatienten kann man gutes Geld verdienen.

Wenn jetzt einige dieser Bewohner versterben ohne vorher noch einmal das Gesundheitssystem berührt zu haben, so kann man das als irdischen und natürlichen Weg sehen. In Deutschland wird seit vielen Jahren auf nahezu jeder Intensivstation „aktive SterbeBehinderung“ betrieben. Viele meiner Kollegen vergessen, dass das Sterben auch zum Leben dazu gehört.
Wer jetzt die Sorge vor einer Triage bekommt, der muss sich überlegen, ob nicht manche Therapie die wir bis vor Wochen noch praktiziert haben, die den Tod der meisten Patienten nur um 2-3 Wochen verzögert haben, einzig und allein der Belegung der Intensivbetten geschuldet war. Harte Worte, aber Fakt.

Ich weiß, hinter jedem Patienten stehen Angehörige die trauern, keine Frage. Aber der Tod gehört mit zum Leben und es muss jedem wieder bewusst werden, dass täglich gestorben wird. Um die 2500 Menschen sterben täglich in Deutschland. Dazu zählen alle Altersklassen, statistisch…leider auch vereinzelt Kinder…das ist traurige Wahrheit. Auch andere Altersklassen trifft es immer wieder „plötzlich und unerwartet“. Die Mehrheit der täglichen Toten sind aber eben Ältere und das war schon immer so”.

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